Valantia

Vaillantie, Rötegewächs, Rubiaceae

Gattung:

Valantia umfasst etwa 7 Arten (Kew 2023) im Mittelmeerraum, in Südwest-Asien, Makaronesien und in Ostafrika.
 

Valantia hispida

Raue Vaillantie, Raues Schuttkraut
Valantia hispida,
Rötegewächs, Rubiaceae

 

Steckbrief:

Bis 20 cm hohe, niederliegende bis aufsteigende Einjährige mit lanzettlichen bis breit-lanzettlichen, bewimperten Blättern und steifhaarigen Stängeln. Blätter zu 4 im Wirtel, 6−10 mm lang, 2−4 mm breit. Blüten in blattachselständigen Quirlen, 1,5−2 mm im Durchmesser, vierspaltig, gelblich. Internodien im unteren Teil bis zu 25 mm lang, im Blütenbereich kürzer. Blütenstiel zurückgebogen, überall mit größeren und kleineren Stacheln besetzt. Fruchtstiele ohne Horn, rundum bestachelt. Blütezeit Mai bis Juli.


 

Name:

Zu Ehren des französischen Arztes und Botanikers Sébastien Vaillant (1669–1722). Vaillant war Pflanzendemonstrator und ab 1717 Professor für Botanik. Er beschrieb u.a. die Wichtigkeit der verschiedenen Blütenteile für die Befruchtung und in 'Botanicon Parisiense' über die Pflanzen der Pariser Umgebung (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Weites Mittelmeergewächs, südöstlich bis Somalia und Saudi-Arabien.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Vorübergehend eingeschleppt angegeben 1901 für den Mannheimer Hafen und 1953 für Atzenbach in Baden-Württemberg (Höck 1910, Baumgartner 1975, Hand & Thieme 2024). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1996) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Valantia muralis

Im Mittelmeergebiet ist die Mauer-Vaillantie, Valantia muralis, auch Mauer-Schuttkraut genannt, beheimatet. 
Es werden zwei Varietäten unterschieden, wobei die var. intricata auf Sizilien beschränkt ist. 
Die Art unterscheidet sich von V. hispida durch im unteren Teil kahle Stängel, Fruchtstiele mit Horn und an den Seiten stachellos (bei V. hispida sind die Stängel auch im unteren Teil steifhaarig und die Fruchtstiele sind ohne Horn und rundum bestachelt). 
V. muralis wird adventiv für Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2024) angegeben. Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1996) nicht geführt.
 

 

Quellen

Baumgartner W. (1975): Die Baumwolladventivflora von Atzenbach (Baden BRD) und Issenheim (Elsass Frankreich) – Bauhinia 5/3: 119-129.

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Höck F. (1910): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, XXVI - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 26: 391-433.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Sebald O., Seybold S, Philippi G. & Wörz A. (1996): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 5: Buddlejaceae bis Caprifoliaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.