Tropaeolum

Kapuzinerkresse, Kapuzinerkressegewächs, Tropaeolaceae

Gattung:

Tropaeolum umfasst etwa 94 mittel- und südamerikanischer Arten (Kew 2023). Sie ist die einzige Gattung der Familie mit Mannigfaltigkeitszentrum in den Gebirgen von Mexiko bis Chile und Argentinien.
 

Tropaeolum majus  

Große Kapuzinerkresse,
Tropaeolum majus  
Kapuzinerkressegewächs, Tropaeolaceae

 

Steckbrief: 

Bis 3 m lang kriechende oder kletternde, kahle Mehrjährige (aber meist einjährig kultiviert). Stängel fleischig. Blattspreite schildförmig-kreisrund, kresseartig schmeckend. Kronblätter genagelt, gelb bis orangerot, die unteren am Grund fransig-bewimpert. Sporn wenig gekrümmt. Narben 3. Blütezeit Juni bis Oktober.
 
 

Nutzung: 

Zier-, Gewürz-, Arznei- und Salatpflanze. Die Pflanze ist reich an Vitamin C. Die Blüten enthalten bis zu 45 mg Lutein je 100 g, was zu den höchsten Mengen zählt, die in essbaren Pflanzen gefunden wurde. Lutein ist besonders für die Augengesundheit von Bedeutung.

 
Die unreifen Früchte und Knospen können, in Essig und Salz eingelegt, als Kapernersatz genutzt werden. Die Knollen sind roh, gekocht oder geröstet essbar. Die Blätter zeigen den Lotuseffekt, bei dem sich Regenwasser, das auf die Oberfläche fällt, zu kugelförmigen Tröpfchen sammelt und vom Blatt abperlt, sodass dieses trocken und sauber bleibt. Am Rand des Kapuzinerkressenblattes befinden sich Drüsen zur Ausscheidung von überflüssigem Wasser, die Hydathoden, eine Anpassung an die feucht-warme tropische Heimat. Besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit, wenn die Transpiration durch die Spaltöffnungen nahezu zum Erliegen kommt, wird über die Hydathoden Wasser ausgeschieden, so dass auch weiterhin die Saugspannung in der Pflanze aufrechterhalten wird und Nährstoffe aus dem Boden aufgenommen werden können (Buch 2014).
 

Ausbreitung: 

Wahrscheinlich eine artgewordene Hybride aus Wildsippen Ecuadors und Perus, vor allem mit Beteiligung von Tropaeolum peltophorum und Tropaeolum minus. 1684 kam die Pflanze von Peru in die Niederlande (Hegi 1975, Jäger & al. 2008). In lebhaften Farben schildert Paul Herrmann das Entzücken der Blumenfreunde jener Zeit über die neue Pflanze. 1686 wurde die Kapuzinerkresse in England gezogen, 1689 in Deutschland. Gegenwärtig im Gebiet vielfach, aber nur vorübergehend verwildert oder verschleppt.
 
DEUTSCHLAND:
Häufig kultiviert, selten vorübergehend subspontan, so etwa in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), mehrfach im Gebiet der Haßberge und des Grabfeldes, bei Nürnberg, Erlangen, Kulmbach, Altstädten und Oberauerbach in Bayern (Vollmann 1914, Hertel & al. 2008, Meierott 2008, Dörr & Lippert 2004), Berlin (Seitz & al. 2012), Brandenburg (Hand & Thieme 2024), Hamburg (Poppendieck & al. 2010), Hessen (Hand & Thieme 2024), Mecklenburg-Vorpommern (Müller & al. 2021), Piesberg, Melverode, Stöckheim und 2021 zwischen Winsen und Walle in Niedersachsen (Weber 1995, Brandes 2003, Langbehn 2022), Bonn-Godesberg, Bochum-Langendreer, Bo-Stahlhausen, Bo-Querenburg und Robert-Koch-Straße in Dortmund in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, BBV 2010, BBV 2011, BBV 2013, BBV 2014), Rheinland-Pfalz (Müller & al. 2021), Schöneck, Markneudorf, Klingenthal, Obere Reuth, Leipzig, Radebeul, Strehlen, Skassa und Obercarsdorf in Sachsen (Breitfeld 2016, Breitfeld 2021, Gutte 2006, Hardtke & al. 2013), Sachsen-Anhalt (Müller & al. 2021), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022) und in Thüringen (Zündorf & al. 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte vor 1897 in Erlangen (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
Vereinzelt, so Punitz im Burgenland (Traxler 1984, Gilli & al. 2022), Maria Luggau und St. Paul im Lavanttal in Kärnten (Melzer 1968, Glaser & al. 2025), Retz und Wiener Neustadt in Niederösterreich (Melzer 1972, Glaser & al. 2025), Schalchen, Obernberg am Inn, Gopperding und Tumeltsham in Oberösterreich (Stöhr & al. 2006, Grims 2008), Kuchl und Großarl im Land Salzburg und mehrfach in der Stadt Salzburg (Schröck & al. 2004, Pilsl & al. 2008), Steiermark (Fischer & al. 2008), Nordtirol (Pagitz & al. 2023), Hinterbichl in Osttirol (Polatschek & Neuner 2013) und Laaerberg, Nussdorf, Leopoldau, Stadlau, Hirschstetten und Breitenlee in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1931 (Glaser & al. 2025). In Südtirol u.a. im Mittelvinschgau beim Schloss Obermontan (Wilhalm & al. 2017).  
SCHWEIZ:
Vereinzelt, so bei Sissach im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), in den Kantonen Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Neuenburg, Obwalden, St. Gallen, Uri, Lausanne im Kanton Waadt, Kanton Zug (Infoflora 2023) und früher in Helmhaus, Werdmühle Altstetten und Belvoir in Zürich (Landolt 2001), sowie bei Fischenthal und Bauma im Kanton Zürich (Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021), in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und in der Slowakei (Medvecká & al. 2012). Auf Hawaii und in Australien lokal invasiv (PIER 2023)

 
Weitere Arten:

Tropaeolum peltophorum

Die südamerikanische Schildtragende Kapuzinerkresse, Tropaeolum peltophorum, wird als subspontan für Helgoland in Schleswig-Holstein angegeben (Theisinger & Hebbel 2022). Da es sich um eine Verwilderung auf Dächern(?) gehandelt haben soll, wird sie hier nicht berücksichtigt.
 

Tropaeolum peregrinum

Die in Peru und Ecuador beheimatete Kletternde Kapuzinerkresse, Tropaeolum peregrinum, wird im Samenhandel meist mit dem unglücklich gewählten Namen Kanarische Kapuzinerkresse benannt. Sie kam um 1720 nach Europa (Hegi 1975, Jäger & al. 2008) und tritt im Gebiet ganz vereinzelt subspontan auf, so 1909 auf der Deponie Puchheim bei München und 1933 auf der Fraueninsel im Chiemsee in Bayern (Vollmann 1914, Lippert & Meierott 2018) und ehemals am Schützenplatz Paderborn in Nordrhein-Westfalen (Baruch & Nölle 1895, Hand & Thieme 2024). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1909 (Meierott & al. 2024)
Subspontan auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Quellen

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BBV-Bochumer Botanischer Verein (2011): Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen im Bochum-Herner Raum (Nordrhein-Westfalen) in den Jahren 2007 und 2008 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver.2: 128–143.

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2013): Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen aus dem östlichen Ruhrgebiet im Jahr 2013- Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 5: 108–129.

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