Tetradium

Stinkesche, Rautengewächs, Rutaceae

Gattung:

Tetradium umfasst etwa 9 südostasiatische Arten (Kew 2023)
 

Tetradium daniellii

Stinkesche,
Tetradium daniellii
(Syn.: Euodia danielli)
Rautengewächs, Rutaceae

 

Steckbrief:

Bis 15 m hoher, zweihäusig getrenntgeschlechtlicher, sommergrüner Baum mit bis 40 cm langen, unpaarig gefiederten Blättern und 5−11 lanzettlichen Fiederblättchen. Blütenstand bis 20 cm breit, schirmähnlich. Blüten intensiv nach Honig duftend, meist fünfzählig. Weibliche Blüten weißlich, 3−5 mm breit, männliche Blüten mit 4−5 Staubblättern. Fruchtstände scharlachrot. Blütezeit Juni bis August.
 

Name:

Benannt zu Ehren des englischen Militärarztes, Apothekers und Botanikers William Freeman Daniell (1818−1865). Daniell war 1841 bis 1856 in Westafrika (Gambia, Ghana, Sierra Leone) stationiert, dann in China und Westindien. Neben der Botanik befasste er sich mit tropischen Krankheiten und deren medizinischer Behandlung (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Nördliches China und Korea.
 

Nutzung:

Wird vor allem als Bienenweide kultiviert. Im Pflanzenhandel sind Namen wie „Bienenbaum“, „Honigesche“ oder „Tausendblütenstrauch“ gängig, da „Stinkesche“ nicht gerade absatzfördernd wirkt.
 

Ausbreitung:

Im Gebiet seit 1905 gärtnerisch genutzt (Bärtels & Schmidt 2014). Neuerdings öfters anzutreffender Zierbaum (Bienenweide), besonders in Kleingärten (Hassler & Muer 2022).
DEUTSCHLAND:
Gochsheim und Mannheim in Baden-Württemberg (Hassler 2021, Mazomeit 2017), im Botanischen Garten Berlin-Dahlem (Sukopp 2006), 2016 Deutschherrenufer Frankfurt-Sachsenhausen in Hessen (Gregor 2018, Hand & Thieme 2024), 2010 Naturschutzgebiet Düsseltal Bracken in Nordrhein-Westfalen (Adolphi 2013) und in Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2024). Die Fundangabe für Berlin wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) als fraglich geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021) und seit 2003 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).

 

Quellen

Adolphi K. (2013): Flora des Kreises Mettmann, 2. Nachtrag – www.biostation-d-me.de

Bärtels A. & Schmidt P. A. (2014): Enzyklopädie der Gartengehölze – Ulmer-Verlag Stuttgart, 883 S.

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Gregor T. (2018): Floristische Meldungen. Neufunde-Bestätigungen-Verluste – Botanik und Naturschutz Hessen 30: 123-128.

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Hassler M. (2021): Flora des Landkreises Karlsruhe. Bildatlas und Datenbank. Version 4.16; Stand 13.7.2021

Hassler M. & Muer T. (2022): Flora Germanica – Bildatlas der Farn- und Gefäßpflanzen Deutschlands. 2 Bände.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Mazomeit J. (2017): Verwilderungen von Toona sinensis, Tetradium daniellii und Gymnocladus dioicus in Mannheim und an anderen Orten. - Flor. Rundbr. 50: 175-182.

Medvecká J., Kliment J., Májeková J., Halada Ľ., Zaliberová M., Gojdičová E., Feráková V. & Jarolímek J. (2012): Inventory of the alien flora of Slovakia. – Preslia 84: 257–309.

Sukopp H. (2006): Botanische Gärten und die Berliner Flora - Willdenowia 36 ): 115-125