Ausbreitung:
Beheimatet im westlichen Nordamerika von Alaska bis Kalifornien. Tellima grandiflora wurde 1791 durch Archibald Menzies am Trinidad Head in Kalifornien entdeckt und ist seit 1826 in Europa aus gärtnerischer Kultur bekannt (Jäger & al. 2008). Die vermutlich erste Fundmeldung eines subspontanen Vorkommens im Gebiet stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wo sie Ende des 19. Jahrhunderts als "im Gebüsch des Gartens der Villa Gustava in Ludwigslust verwildert" angeführt wird (Töpfer 1899). Gegenwärtig selten kultiviert, aber leicht verwildernd, lokal auch eingebürgert, so besonders in Nordrhein-Westfalen.
DEUTSCHLAND:
Vielfach, so in Saig im südlichen Schwarzwald, Stuttgart, Botnang und Hohenheim in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1992, Böcker & al. 2017), 2008 Himmelkron, 2003 Regensburg, 2018 Oberelchingen bei Neu-Ulm, 2007 im Nymphenburger Park, Dinkelsbühl und 1987 bis zumindest 2006 im Umkreis des Botanischen Gartens Hof an der Saale in Bayern (Breitfeld & al. 2017, Lippert & Meierott 2014, Hetzel 2006, Meierott & al. 2024), Demerthin in Brandenburg (Fischer 2017), Hamburg (Poppendieck & al. 2010), Ferchenheimer Wald bei Frankfurt in Hessen (Kramer 1992, Hand & Thieme 2024), Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern (Frank 1989, Hand & Thieme 2024), Wolfsburg, Bad Rothenfelde, Truppenübungsplatz Scheuen, Okerufer bei Braunschweig und Insel Wangerooge in Niedersachsen (Weber 1995, Brandes 2003, Langbehn 2016), Köln, Minden, Bochum-Bergen, Bochum-Weitmar, Bochum-Harpen, Wuppertal-Elberfeld, Aachen, Dortmund-Eving, Dortmund-Bövinghausen, Herne-Holthausen, Essen-Kupferdreh, Velbert-Windrath und 2023 Ratingen-Homberg in Nordrhein-Westfalen (Sumser & al. 2015, Runge 1979, BBV 2011, BBV 2013, BBV 2014, BBV 2021, Gausmann & Rosin 2014, Jagel & al. 2011, BBV 2024), Rheinland-Pfalz (Hassler & Muer 2022), Saarland (Hassler & Muer 2022), Euldorf, Ostritz, Probstheida in Leipzig und im Blüherpark Dresden in Sachsen (Wünsche & al. 2016, Gutte 2006, Hardtke & al. 2013), 2011 im Park von Zöschen in Sachsen-Anhalt (John & Stolle 2011), Hohenfelde bei Plön in Schleswig-Holstein (Christensen 1998, Hand & Thieme 2024) und bei Altenburg, Gera-Zschippern und Jena-Ammerbach in Thüringen (Zündorf & al. 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1987 (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
Selten, so im Gipfelbereich des Gebhardsbergs bei Bregenz in Vorarlberg (Dörr & Lippert 2001).
SCHWEIZ:
Selten, so in den Kantonen Basel-Stadt, Bern und Solothurn, Orbe im Kanton Waadt und Zürichberg und Ecke Moussonstraße/Nägelistraße in der Stadt Zürich (Landolt 2001, Infoflora 2024). In der Stadt Zürich seit 1871 subspontan, im Botanischen Garten Zürich seit über 100 Jahren eingebürgert (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), örtlich eingebürgert in den Niederlanden (FLORON 2021), in Dänemark (Jalas & al. 1991), Großbritannien (Jalas & al. 1991) und Irland (Jalas & al. 1991).