Ausbreitung:
Die Becher-Eibe wird häufig in Gärten und Parkanlagen gepflanzt, von wo aus es mit Hilfe von Vögeln leicht zu Verwilderungen kommt, da diese die auffallenden Samen (sind keine Früchte) gerne fressen. Dabei handelt es sich meist um die Kultur-Hybride. Diese ist sicher häufiger subspontan als angegeben, aber meist mit T. baccata verwechselt. In der Nähe von Siedlungen regelmäßig und zunehmend verwildernd. Hierzu gehört vermutlich die überwiegende Zahl der Meldungen von „T. baccata“ außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets. Auch im natürlichen Verbreitungsgebiet von T. baccata mittlerweile vielerorts dominant. Ob diese verdrängend? Verwilderte Exemplare von T. baccata sind oft nicht eindeutig von T. ×media unterscheidbar. Eine Unterscheidung zwischen Abkömmlingen von Gartenpflanzen und jenen von indigenen Pflanzen ist meist schwer möglich. Einerseits gibt es Rückgänge an indigenen Pflanzen, andererseits eine Zunahme von Jungpflanzen aus den Gärten (Hohla & al. 2009).
DEUTSCHLAND:
Unter anderem in Bayern, so vielfach in Oberfranken, wie bei Ebersbach, Neuenmarkt, Marktschorgast, Himmelkron, Gössenreuth, Neudrosselfeld, Bad Berneck, Gefrees, Bischofsgrün und Föllmar (Breitfeld & al. 2017), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2024), Markneukirchen, Schöneck, Zwota, Erlbach und Wernitzgrün in Sachsen (Breitfeld 2021) und auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022).
ÖSTERREICH:
Vielfach, oft für Taxus baccata gehalten. Im Burgenland (Gilli & al. 2022), 2024 Kasparstein in den St. Pauler Bergen in Kärnten (Eigenfund Griebl 2024, Hartl & al. 1992, Glaser & al. 2025), Prellenkirchen, 2023 bei Maria Anzbach und 2025 bei Tribuswinkel in Niederösterreich (Nadler & Haug 2021, Eigenfund Griebl 2023, Sauberer & al. 2025), Linz, Ried im Innkreis, Obernberg am Inn, Schärding und Regau in Oberösterreich (Stöhr 2019, Hohla 2022), Beim Bahnhof Hallein, Bairau bei Lofer, Kuchl, Wals-Siezenheim, Unken und vielfach in der Stadt Salzburg (Georg Pflugbeil SBZ Salzburg, Herbarium Pilsl), Erl bei Kufstein in Nordtirol (Stöhr 2019), Abfaltersbach, Dölsach, Assling, Tristach, Iselsberg, Matrei, Grafendorf, Lienz und Nussdorf-Debant in Osttirol (Stöhr 2019) und in der Lobau Wiens (Falkner 2019). Auch für das Burgenland schreiben Gilli & Schratt-Ehrendorfer (2022) unter Taxus baccata: Angaben verwilderter Vorkommen gehören wenigstens teilweise zur Kulturhybride T. ×media. Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1950 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ: ---