Solanum

Nachtschatten, Tomate, Kartoffel, usw. Nachtschattengewächs, Solanaceae

Gattung:

Solanum umfasst, inklusive Cyphomandra und Lycopersicon, exklusive Lycianthes, etwa 1203 Arten (Kew 2023) und ist fast weltweit verbreitet. Die Gattung zählt zu den artenreichsten der Erde. Die meisten Arten finden sich in den Tropen. Mannigfaltigkeitsgebiete sind die Anden, Mexiko, Nordamerika, Ost-Brasilien, Karibik, Australien, Afrika und Madagaskar. 
 

Solanum lycopersicum 

Tomate,
Solanum lycopersicum 
(inkl. S. humboldtii)
Nachtschattengewächs, Solanaceae

 

Steckbrief: 

40−120 cm hohe, aromatisch riechende Einjährige (am Wildstandort ausdauernd). Blätter unpaarig gefiedert mit unregelmäßig fiederschnittigen bis grob gezähnten Fiedern. Kronblätter gelb, meist zurückgeschlagen. Frucht anfänglich grün, reif meist rot, 2−10-kammerig. Blütezeit Juni bis Oktober.
 

Name:

Die deutsche Benennung Tomate leitet sich von xītomatl ab, dem Wort für die Frucht in der Aztekensprache Nahuatl. „Tomatl“ bedeutet in der Aztekensprache „dickes Wasser“.
 

Nutzung: 

Gemüsepflanze. Die Welternte lag 2012 bei 162 Mio. t, 2018 bei 182 Mio. t und 2020 bei rund 231 Mio. t und ist damit das meistgebaute Gemüse weltweit. Gefolgt, mit großem Abstand, von Kohl.  
 

Heimat:

Süd- und Mittelamerika, südlich bis Nord-Chile.
 

Ausbreitung: 

Anfang des 16. Jahrhunderts brachte der spanische Konquistador Hernán Cortés (1485−1547) nach der Eroberung Mexikos die dort kultivierte Tomate mit nach Spanien, wo sie bald als Nahrungspflanze geschätzt wurde. Im nördlicheren Europa genoss sie hingegen anfänglich nur den Stellenwert einer Zierpflanze, weil auch die reifen Früchte als giftig galten. Die Ausbreitung vollzog sich zögerlich. Bis zum Jahre 1905 scheinen Tomaten in der Warenstatistik Deutschlands nicht auf. 1906 kam die erste ertragreiche deutsche Sorte `Lukullus´ auf den Markt. 1913 betrug die Anbaufläche der Tomate in Deutschland 24,7 Hektar, 1937 wurden in Deutschland bereits auf über 2000 ha Tomaten gebaut und heute stellt die Tomate ein Volksnahrungsmittel von überragender weltwirtschaftlicher Bedeutung dar (Teppner 1992). Weltweit sind etwa 15.000 Sorten bekannt, allerdings sind nur etwa 3000 davon angemeldet.            
 
Da die Samen die moderne Abwasserklärung unbeschadet passieren, hat auch die Frequenz der Verwilderungen stetig zugenommen. Die Art ist ziemlich regelmäßig an kiesig-sandigen, nährstoffreichen Ufern von Flüssen und Bächen zu finden, wo sie zuweilen zur Fruchtreife gelangt. In Klärschlammdeponien tritt sie oft massenhaft auf. Hier und auf Misthaufen profitiert die Tomate vom Diasporennachschub und den nährstoffreichen Standortverhältnissen. Zudem sind Misthaufen durch die bei der Verrottung entstehende Wärme thermisch begünstigt und der Same übersteht höhere Temperaturen, als sie bei der Kompostierung entstehen (Adler & Mrkvicka 2003). Schon Duftschmid (1883) schreibt: „kömmt in der Nähe von Wohnungen, auf Misthaufen und wüsten Plätzen hie und da verwildert vor“. In Hamburg fanden sich ganze „Tomatenwälder“ auf Spülfeldern, denn die widerstandsfähigen Samen gelangen nach Fruchtverzehr über die Kanalisation in die Elbe und mit dem Sediment auf Spülfelder (Poppendieck & al. 2011). 2018 etwa waren entlang der Elbe auffallend viele Wildtomaten zu beobachten (Feder 2022). Das Phänomen ist aber nicht neu. So berichtet etwa Kappus (1956) von „wilden Tomatenfeldern“ auf Kiesbänken im Oberrhein bei Altenheim: Im Spätsommer 1947 verbreitete sich in Altenheim wie ein Lauffeuer die Nachricht: Auf den Kiesbänken im Rhein gibt's wilde Tomaten! Ganze Scharen zogen mit Rucksäcken und Handtaschen hinaus, um sich an der Ernte zu beteiligen. Ein besonders geschäftstüchtiger Mann kam sogar gleich mit einem Handwagen. Wie kam es aber zu dem massenhaften Vorkommen von Tomaten mitten im Flussbett? Dies lässt sich durch die anormalen Witterungsverhältnisse des trockenen, heißen Sommers 1947 erklären, die das Wachstum dieser Pflanzen erst ermöglichten. Normalerweise hat der Rhein im Frühsommer einen recht hohen Wasserstand. Die Kiesbänke im Flussbett sind dann überflutet, und keine Pflanze kann in dieser Zeit Fuß fassen. 1947 zeigte der Rheinwasserstand jedoch von Mitte April bis Mitte Juli keine größeren Schwankungen und überschritt nie die Höhe von 2,45 m am Altenheimer Pegel. Kleine Tomatenpflanzen waren bereits im Mai in großer Zahl anzutreffen, im Juni zeigten sich die ersten Blüten, etwa vom 10. August an reiften Früchte, die Ernte begann. Die Früchte waren kaum halb so groß wie im Garten, aber geschmackvoll. Man konnte mindestens drei verschiedene Sorten in Farbe, Form und Größe unterscheiden, ganz wie bei kultivierten Pflanzen (Kappus 1956).
Subspontan kann die Tomate in Mitteleuropa auch an Wildtierfütterungsstellen und Friedhöfen beobachtet werden, wo die Samenverschleppung auf nicht ganz sterile Komposterde zurückzuführen sein dürfte (Pilsl & al. 2008). Die Art ist im Gebiet weit verbreitet, tritt ziemlich häufig auf und ist zurzeit im Begriff, sich in Uferzonen einzunischen.

 
DEUTSCHLAND:
Erste Verwilderung werden in Leipzig in Sachsen von Kuntze (1867) und für Württemberg von Martens & Kemmler (1882) genannt. Vielfach, aber unbeständig in allen Bundesländern, so Bodenseeufer in Kreßbronn, Eichenberg, Ravensburg, Leopoldshafen und Obermooweiler in Baden-Württemberg (Dörr & Lippert 2004, Hassler 2021), Herblingen, Kronhof, Buchdorf, Lauingen, Nürnberg, Garmisch, Lindau, Sendling, 1908 bei der Deponie Puchheim bei München und Bamberg in Bayern, oft in Klärsubstraten (Adler & al. 2017, Vollmann 1914, Hetzel & Meierott 1998, Dörr & Lippert 2004) sowie im Gleisschotter am Passauer Hauptbahnhof und am Bahnhof Simbach (Hohla & al. 2000), vielfach in Berlin (Seitz & al. 2012), auf Sandbänken an der Elbe in Brandenburg (Fischer 2017), Bremen (Misskampf & Züghart 2000, Müller & Kuhbier 2008), Frankfurter Osthafen in Hessen (Lotz 1998), Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Braunschweiger Hafen, in Goslar und um Osnabrück in Niedersachsen (Brandes 2002, Brandes 2016, Weber 1995), Kamen, Langendreer, Wattenscheid, in einem Wasserrückhaltebecken am Ahbach in Weitmar und vielfach am Ruhrufer in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, Jagel 2021), Berghausener Altrhein in Rheinland-Pfalz (Hassler 2021), Leipzig, Grünheide, Marieney, Gunzen, Adorf, Breitenfeld, Markneukirchen, Siebenbrunn, Zwota und Raun in Sachsen (Gutte 2006, Breitfeld 2021), auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022) und Altenburg in Thüringen (Strumpf 2003). In Leipzig sich stellenweise selbst aussamend und dann mehrere Jahre an der gleichen Stelle vorkommend, so auf Schlammflächen an der Weißen Elster und an der Parthe (Gutte 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte vor 1892 bei Sendling (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
Unbeständig in allen Bundesländern (Glaser & al. 2025), so etwa im Nord-, Mittel- und Südburgenland (Gilli & al. 2022), Villach in Kärnten (Pehr 1932), im Stadtgebiet von Graz in der Steiermark (Schrammel & al. 2019), auf Misthaufen in Erl, Osenthal und Eichelwang in Nordtirol (Smettan 2012) und in der Iselau zwischen Ainet und St. Johann im Walde in Osttirol (Polatschek & Neuner 2013). In Osttirol noch auf knapp 1000 m Seehöhe in Matrei subspontan (Brandes 2015). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1859 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:     
Vielfach, aber unbeständig, so etwa 1956 im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973), Schotterbänke der unteren Ergolz und Deponien von Bennwil und Liestal im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), vielfach im südlichen Tessin (Bellosi & al. 2011), Tiefenbrunnen, Stampfenbach, Mühlebachstraße, Altstetten, Uraniaplatz, Kiesgrube Hardau und Aussersiehl in Zürich (Landolt 2001). Im Kanton Zürich ab dem Jahr 1899 immer wieder vorübergehend subspontan aufgetreten, seit 2000 in 10 % der Quadranten gefunden (Wohlgemuth & al. 2020).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1880 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1956 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).

 
Weitere Arten:

Solanum abutiloides

Aus dem zentralen Südamerika kommt die Zwergbaumtomate, Solanum abutiloides (Syn.: Cyphomandra abutiloides), auch Zwergtamarillo genannt. 
Die Blätter riechen wie Dieselöl mit einem spitzen, an Gärung gemahnenden Oberton, so beschreibt sie Jürgen Dahl in seinem Buch vom Stinkgarten (Dahl 1997).
 
Sie wird im Gebiet selten als Zierpflanze und aufgrund ihrer essbaren Früchte kultiviert und ist in einer Gärtnerei in Engelhartszell in Oberösterreich subspontan aufgetreten (Hohla 2018).
 

Solanum aculeatissimum

Der Zurückgebogene Nachtschatten, Solanum aculeatissimum (Syn.: S. reflexum) ist im östlichen Südamerika beheimatet, tritt aber eingebürgert in großen Teilen Afrikas, Südasiens und im südöstlichen Nordamerika auf. Für die Wissenschaft wurde die Art um 1773 erstmals von Francis Masson (1741−1805) vom Kap der Guten Hoffnung entdeckt, von ihrem südamerikanischen Ursprungsgebiet dann um 1820 von Augustin Saint-Hilaire (1779−1853) erstmals beschrieben. Ihre Früchte sind giftig, durch Verfütterung kam es zu Todesfällen bei Rindern (Nicholson 2015). Solanum aculeatissimum ist resistent gegen die Verticilliumwelke (Verticillium dahliae), weshalb es in der Auberginen-Zucht eingesetzt wird. In Asien wird S. aculeatissimum als Veredelungsunterlage für Tomaten und Auberginen verwendet (Nicholson 2015).
Im Gebiet unbeständig 1978 bei Grevesmühlen und Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005, Henker 1980). Subspontan auch in den Niederlanden (FLORON 2021).

 

Solanum americanum

In großen Teilen Nord-, Mittel- und Südamerikas beheimatet ist der Amerikanische Nachtschatten, Solanum americanum s.lat. (inkl. S. nodiflorum, inkl. S. ptychanthum). Die Solanum-americanum-Gruppe besteht aus 3 Sippen, die von Särkinen & al. (2018) unter einer Sammelart S. americanum s. lat. zusam­mengefasst werden. Das altweltliche Solanum nodiflorum unterscheidet sich von S. ptychanthum durch weniger als 5 (oder fehlende) samenähn­liche Steinzellnester in den Früchten. Solanum nodiflorum wurde in Belgien adventiv nachgewiesen und könnte auch im Gebiet vorhan­den sein. Solanum americanum s.str. ist eine lokale Art aus den südöstlichen USA. Vorkommen im Gebiet sind nicht ausgeschlossen, aber vergleichsweise unwahrscheinlich (Hassler & Muer 2022).
Solanum americanum s.lat. ist dem heimischen Schwarzen N., S. nigrum, sehr ähnlich und wurde früher auch diesem untergeordnet. Verwildert bis eingebürgert findet sich Solanum americanum s.lat. in großen Teilen der Erde. Im Gebiet nur unbeständig eingeschleppt, so 2004 Friesenheimer Insel bei Mannheim und 2014 an einem Maisfeldrand bei Sinsheim in Baden-Württemberg (Amarell 2010, Amarell 2020, sub S. ptychanthum), 1914 bei der Dampfmühle Hamburg-Wandsbek (Junge 1915, Hegi 1975, Hand & Thieme 2024), 1978 bei Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern (Henker 1979, Hand & Thieme 2024), ehemals Hannover-Döhren in Niedersachsen (Scheuermann 1913), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2024), ehemals Moselinsel Trier in Rheinland-Pfalz (Löhr 1837) und 1917 auf Baumwollkompost in der Vigogne-Spinnerei Pfyn im Thurgau (Hegi 1975). Eine Fundmeldung für Hessen ist nach Hand & Thieme (2024) irrig. Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021) und 1966 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).

 
 

Solanum atropurpureum

Im tropischen Südamerika ist der Purpurstängelige Nachtschatten, Solanum atropurpureum, beheimatet. Er wird aufgrund seiner beeindruckenden Bewehrung der Stängel, der oftmals glänzenden und purpurfarbenen Zweige und seiner einfachen Anzucht wegen gerne in Botanischen Gärten seit Ende des 19. Jahrhunderts kultiviert (Jäger & al. 2008) und wird 1914 für Schutt in Basel (Hegi 1975) angegeben. Die Fundnennung in Hegi (1975) vom Friedhof Mannheim in Baden-Württemberg bezieht sich auf eine kultivierte Pflanze (Breitfeld & al. 2021).
 
 

Solanum aviculare

Der Känguruapfel, Solanum aviculare, auch Vogel-Nachtschatten genannt, ist in Neuseeland und Südost-Australien beheimatet. Die Blattform ähnelt der Fußform des Kängurus. 
Die Art wurde erstmals 1786 vom deutschen Naturforscher Georg Forster (1754−1794) aus einer Sammlung in Neuseeland beschrieben. Der Känguruapfel enthält einen hohen Anteil an Solasodin und wird deshalb auch kultiviert, so in Russland und Ungarn. Das daraus extrahierte Solasodin dient als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Steroidkontrazeptiva zur Herstellung von Mittlen zur Empfängnisverhütung (Bradley 1978). Die Art wird in Mitteleuropa seit dem 20. Jahrhundert kultiviert (Jäger & al. 2008). Verschleppt wird sie im Gebiet ehemals in Schutt bei einer Gärtnerei in Speyer in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1912) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt.
 

Solanum bonariense

Der Argentinische Nachtschatten, Solanum bonariense, ist vom südlichen Brasilien bis Nordargentinien beheimatet und wird bei uns aufgrund seiner langen Blütezeit als Kübelpflanze selten kultiviert. 
Subspontan wird er 1901 für den Hardplatz in Zürich angegeben (Wohlgemuth & al. 2020).
 

Solanum capsicoides

Der Paprika-Nachtschatten, Solanum capsicoides (Syn.: S. ciliatum), auch Kakerlakenbeere genannt, ist im tropischen Südamerika beheimatet und wird im Gebiet verschleppt für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Junghans 2015), 1912 für Ludgwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1912, Hegi 1975, Hand & Thieme 2024 sub S. ciliatum) und für die Felsenau bei Feldkirch in Vorarlberg (Hegi 1975, Amann 2016 sub S. ciliatum) angegeben. Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1907 (Glaser & al. 2025 sub S. ciliatum). Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Solanum carolinense

Aus Nordamerika stammt der in großen Teilen der Erde eingeschleppte Carolina-Nachtschatten, Solanum carolinense, auch Pferdenessel genannt. 
Die Ausbreitung der Pflanzen erfolgt vegetativ durch Wurzelsprosse und generativ durch Samen. Aufgrund der meterlangen, horizontal verlaufenden und mit Knospen versehenen Wurzeln kann eine Pflanze innerhalb weniger Jahre eine große Fläche bedecken (Ilnicki & al. 1962, Miyazaki 2005). Der hohe Glykoalkaloidgehalt der Früchte verhindert ein rasches Gefressenwerden und schützt gleichzeitig gegen den Abbau durch Pilze. Dies garantiert eine lange Verfügbarkeit der Diasporen (Eberwein & Litscher 2007). In der Schweiz wurde sie aufgrund ihres Ausbreitungspotenzials und der Schäden in den Bereichen Biodiversität, Gesundheit bzw. Ökonomie in die „Schwarze Liste der invasiven Neophyten“ aufgenommen (Buholzer & al. 2014). In den USA wird sie als eine der 10 problematischsten Unkräuter eingestuft. In Japan hat sich Solanum carolinense über das gesamte Staatsgebiet ausgebreitet und verursacht Schäden im Ackerbau (Miyazaki 2005). Biosecurity New Zealand führt Solanum carolinense auf der offiziellen Watchlist. Alle verdächtigen Funde sind dort zu melden (Eberwein & Litscher 2007).
 
Im Gebiet vereinzelt, so bei Mannheim in Baden-Württemberg (Amarell 2010, Junghans 2013), 2017 in einem Sojafeld bei Bad Füssing und 2019 in einem Maisfeld bei Neuhaus am Inn in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Hohla & Zahlheimer 2018, Meierott & al. 2024), 1989, 2003 und 2005 als Sojabegleiter im Hafen von Hamburg und in Hamburg-Harburg (Jehlik 2010, Poppendieck & al. 2011, Jehlik 1994), 1978 Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern (Henker 1980, Hand & Thieme 2024), Niederdollendorf und Bonn-Godesberg in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, Klingenhagen & al. 2012), 1978 Neusser Hafen, 1991 Ehrenthal bei St. Goarshausen, 1992 am Rheinufer bei Neuwied und 1994 am Rheinufer bei Koblenz-Kesselheim in Rheinland-Pfalz (Stieglitz 1981, Hoffmann 2003). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 2017 (Meierott & al. 2024).
In Österreich wurde die Art 1998 erstmals bei Großklein in der Südsteiermark gefunden (Kniely 2006, AGES 2025). 2004 wurde das Nachtschattengewächs neu für Kärnten in Geiersdorf bei Pischeldorf nahe Klagenfurt (Eberwein & Litscher 2007, Follak 2020) festgestellt. 2009 beim Forsthaus Eleonorenhain nördlich der Donau in Zwentendorf in Niederösterreich (Bernhardt & al. 2013, Glaser & al. 2025) und in Vorarlberg (FKÖ 2021). Für Oberösterreich wird die Art in der aktuellen Neophytenliste für Österreich (Glaser & al. 2025) angegeben, allerdings ohne genauen Fundort. In der Steiermark mehrfach, so bei Jöß im Leibnitzer Feld, bei Bad Radkersburg und 2024 bei den Unterhart-Teichen bei Oberrakitsch nördlich von Mureck in der Steiermark (Kniely 2016, Melzer & Ocepek 2009, Leonhartsberger 2023, Griebl 2024). Ihren Verbreitungsschwerpunkt in Österreich hat der Carolina-Nachtschatten zurzeit um Leibnitz in der Südsteiermark, wo zumindest 72 Fundpunkte bekannt sind (Follak & al. 2023). Die Art tritt hier vor allem in Mais-, Kürbis- und Sojakulturen auf (Follak & al. 2023).

In der Schweiz im Aargau, in Basel-Stadt, im Kanton Bern und im Tessin (Brodtbeck & al. 1998, Infoflora 2024). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021) und seit 1985 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Solanum chenopodioides

Der dem heimischen Schwarzen Nachtschatten, Solanum nigrum, sehr ähnliche südamerikanische Gänsefußblättrige Nachtschatten, Solanum chenopodioides (= S. sublobatum), unterscheidet sich von S. nigrum durch die Mehrjährigkeit, dicht anliegend behaarte Blätter und junge Triebe und lanzettliche, 2−3× so lange wie breite, ganzrandige Blätter. Er wird vor allem mit Getreide eingeschleppt (Verloove 2021) und im Gebiet angegeben u.a. 2018 im Hafen Kehl in Baden-Württemberg (Amarell 2020), 1906 am Westfriedhof Nürnberg und 2016 Gundelsheim in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024), 1914 bei der Dampfmühle Hamburg-Wandsbek (Junge 1915, Hand & Thieme 2024), Hessen (Hand & Thieme 2024), 1980 am Überseehafen Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Niedersachsen (Vollmann 1914, Hand & Thieme 2024), am linken Rheinufer bei Köln und Grimlinghausen und Meerbusch-Nierst in Nordrhein-Westfalen (Bomble 2007, BBV 2013, BBV 2017, BBV 2021, BBV 2023) und in Sachsen (Hand & Thieme 2024). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1906 (Meierott & al. 2024). In Südtirol bei Bozen (Wilhalm & al. 2004). In der Schweiz im Kanton Bern (Infoflora 2024), Lugano-Castangnola und an vielen anderen Orten im Tessin (Amarell 2008, Bellosi & al. 2011, Infoflora 2024), am Ufer des Genfer Sees im Kanton Waadt (Lauber & al. 2018, Infoflora 2024) und im Wallis (Moser & al. 2005). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

 

Solanum citrullifolium

Der Melonenblättrige Nachtschatten, Solanum citrullifolium, ist in drei Varietäten im nördlichen Mexiko und in Texas beheimatet, wird in Europa seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts selten als Zierpflanze kultiviert (Jäger & al. 2008)
Selten subspontan für das Gebiet genannt, so 1905 in Stuttgart und ehemals in Freiburg im Breisgau in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017, Thellung 1903), 1893 in München-Südbahnhof in Bayern (Vollmann 1914, Meierott & al. 2024), Bremen (Cordes & al. 2006), Brandenburg (Hand & Thieme 2024), 1939 bei der Weizenmühle Hamburg-Wilhelmsburg (Meyer 1955), 1959 im Alten Hafen Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück-Westerberg in Niedersachsen (Weber 1995), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2024) und 1967 in Leipzig-Möckern in Sachsen (Gutte 2006). Beim bayrischen Fund handelt es sich möglicherweise um eine Verwechslung mit S. sisymbriifolium (Meierott & al. 2024). In der Schweiz 1914 in Basel (Hegi 1975).
Subspontan auch in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).

Solanum elaeagnifolium

Der Ölweiden-Nachtschatten, Solanum elaeagnifolium, ist in Mexiko, den USA und im zentral-südlichen Südamerika heimisch und tritt gegenwärtig auch anderswo vielerorts eingebürgert auf. Lokal auch invasiv, so etwa in Griechenland (Hassler & Muer 2022)
Im Gebiet nur vorübergehend 1977 für den Bahndamm Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005) angegeben. Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Solanum hystrix

Im zentralen Südaustralien ist der Igel-Nachtschatten, Solanum hystrix, beheimatet. Er wird vorübergehend eingeschleppt für Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2024) angegeben.
 

Solanum juvenale

Der Blasslila Nachtschatten, Solanum juvenale, ist von Nordargentinien bis Paraguay beheimatet und wird im Gebiet 1933 als Wolladventive für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Probst 1949, Hand & Thieme 2024) angegeben.
 

Solanum laciniatum

In Australien ist der Gelappte Nachtschatten, Solanum laciniatum, beheimatet. Er wird auch Großer Känguruapfel genannt. 
Ob die Vorkommen in Nord-Neuseeland ursprünglich sind, wird unterschiedlich bewertet. Die Pflanze enthält Solasodin, welches industriell für Mittel zur Empfängnisverhütung genutzt wird. Sie wird deshalb in Osteuropa zur Gewinnung von Steroidpräparat-Vorstufen kultiviert (Purdie & al. 1982)
Unbeständig im Gebiet eingeschleppt 2004 auf einer Erdschüttung bei Zeil, 1994 und 1995 auf einer Deponie bei Mainhausen, 1991 auf Klärschlamm bei Veitshöchheim und 2001 auf einer Friedhofsdeponie bei Bamberg in Bayern (Meierott 2008, Meierott & al. 2024) und 1997 in Leipzig-Knauthain in Sachsen (Gutte 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1991 (Meierott & al. 2024). In Österreich im Bundesland Salzburg (Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2011 (Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Solanum laxum

Der südamerikanische Jasminblütige Nachtschatten, Solanum laxum (Syn.: S. jasminoides) wird als Zierpflanze kultiviert. 
Subspontan in Österreich ehemals für den Hietzinger Friedhof und den Stadtpark in Wien (Janchen 1977, Glaser & al. 2025) genannt. Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1924 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz ehemals zwischen Melide und Morcote im Tessin (Hegi 1975)
Subspontan auch in den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Solanum linnaeanum

Im südlichen Afrika, nördlich bis Mozambique und Angola reichend, ist der Sodomsapfel-Nachtschatten, Solanum linnaeanum (Syn.: S. sodomaeum), beheimatet. 
Er tritt u.a. im Mittelmeergebiet, in Australien, Neuseeland und auf Hawai eingebürgert auf, im Gebiet nur vorübergehend 1934 am Müllplatz Stuttgart-Killesberg in Baden-Württemberg als Frucht für Trockensträuße aus Ecuador importiert (Müller 1935, Böcker & al. 2017), auf einer Ruderalstelle an einem Gartencenter in Brackwede in Nordrhein-Westfalen (Kulbrock & al. 2005) und 1917 im Güterbahnhof Zürich (Hegi 1975). Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt. Subspontan in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 
Benannt ist die Art zu Ehren des schwedischen Naturforschers Carl von Linné (1707−1778), nachdem sein ursprünglicher Name S. sodomeum als ungültig eingestuft wurde. Linné war der Begründer der botanischen und zoologischen Taxonomie. Carl war der Sohn eines lutherischen Pfarrers in Småland in Südschweden, der ihm die Liebe zu den Pflanzen weitergab. Trotzdem sollte auch er Pfarrer werden. Sein Lehrer, der Arzt Johan Rothman, verhalf ihm wegen seiner Eignung in den Naturwissenschaften zu einem Medizinstudium. Dort traf er auf Olof Celsius, der ihn finanziell unterstützte und Linné war Hauslehrer bei den Söhnen von Olaus Rudbeck d.J., wo er jegliche Unterstützung erfuhr. 1732 machte Linné eine botanisch-ethnografische Expedition nach Lappland. Seitdem war 'Linnaea', das Moosglöckchen, seine Lieblingsblume, mit der er sich immer abbilden ließ. Durch seine großen naturwissenschaftlichen Kenntnisse wurde er bald überall bekannt. Linné verfasste ein 'Systema naturae', darin teilte er die Pflanzen nach einem Sexualsystem basierend auf Zahl, Gruppierung und Verwachsung der Staubblätter in 23 Klassen der Blütenpflanzen und 1 Klasse der Kryptogamen, wo die Sexualorgane verborgen sind, ein. Teils stieß er auf große Zustimmung, teils aber auf scharfe Ablehnung: Sexualität bei Pflanzen? Seine Formulierungen 'wenn 8, 9, 10, 12 oder gar mehr Männer in demselben Bett mit einer Frau gefunden werden', womit die Zahl der Staubblätter und der weibliche Fruchtknoten gemeint war, wurden nicht nur bei der Geistlichkeit als 'unanständige Lüsternheit' bezeichnet. Linné setzte dem 'babylonischen' Bezeichnungswirrwarr mit der Einführung eines binären Systems ein Ende: Gattungs- und Artname für jede Pflanze. Dieses System wurde von ihm auch in der Zoologie eingeführt (Burkhardt 2018).
 

Solanum mammosum

Der Kuheuter-Nachtschatten, Solanum mammosum, ist im nördlichen Südamerika und in der Karibik heimisch und wird bei uns aufgrund der ausgefallen geformten Früchte selten kultiviert. Aus den Früchten wird ein Gift gegen Ratten und Küchenschaben gewonnen (Mansfeld 1986). Vorübergehend konnte die Art im Jahr 2000 in Bayern am Südfriedhof Nürnberg (Reger 2008, Meierott & al. 2024) und 1929 in Bregenz in Vorarlberg (Amann 2016) gefunden werden.
 

Solanum marginatum

In Äthiopien, Eritrea und Dschibuti ist der Weißrandige Nachtschatten, Solanum marginatum, beheimatet. Neophytisch tritt er u.a. in Australien, Kolumbien, Marokko und Kalifornien auf, im Gebiet nur vorübergehend, so 1909 für Speyer in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2024) angegeben. Subspontan auch für Norwegen angegeben (Gederaas & al. 2012).
 

Solanum melongena

Aus dem tropischen Südost-Asien stammt die Aubergine, Solanum melongena, deren Kultur seit etwa 4000 Jahren bekannt ist und die auch im Gebiet als Gemüsepflanze kultiviert wird. 
Melanzani werden in Mitteleuropa seit Ende des 16. Jahrhunderts kultiviert, anfänglich als Kuriosität, erst seit einigen Jahrzehnten auch als Gemüse (Jäger & al. 2008)
Subspontan in Deutschland 1993 auf einer Deponie bei Gaustadt, 1994 Deponie Mainhausen und 2003 auf einer Ruderalstelle in Unterhaustadt in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024) und in Hamburg (Hassler & Muer 2022). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1993 (Meierott & al. 2024). In Österreich für das Burgenland und für Kärnten (Fischer & al. 2008, Hartl & al. 1992) angegeben. Die Art wird zwar in Walter & al. (2002) und Fischer & al. (2008) für das Burgenland genannt, konkrete Funddaten fehlen aber (Gilli & al. 2022). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1989 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz u.a. für die Kantone Genf, Tessin, Zug und Zürich (Infoflora 2024) angegeben, allerdings mit dem Status „kultivierter Neophyt, Im Süden kultiviert, kaum verwildert“. Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt.
Subspontan u.a. auch in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1993 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Solanum multifidum

Der Feingefiederte Nachtschatten, Solanum multifidum, ist in Peru beheimatet und wird als ehemalige Wolladventive für Hamburg-Reiherstieg (Schmidt 1910) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt.
 

Solanum nitidibaccatum

Der Glanzbeeren-Nachtschatten, Solanum nitidibaccatum (Syn.: S. physalifolium subsp. nitidibaccatum) ist im westlichen Südamerika beheimatet und wurde durch den Handel mit ölhaltigen Samen und Flachs aus Südamerika eingeschleppt (Dericks 2006)
Die Pflanze unterscheidet sich vom heimischen Schwarzen N., S. nigrum, durch eine starke Behaarung und Früchte, die nicht schwarz werden, sondern glasig-grünlich bis bräunlich bleiben und hell marmoriert sind (Feder 2022)
Die Pflanze wurde früher oft als S. physalifolium bezeichnet, doch sind S. nitidibaccatum und S. physalifolium zwei unterschiedliche Arten, von denen S. physalifolium nicht außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsareals vorkommt (Knapp 2018).
 
Im Gebiet seit 1880 subspontan bekannt (Barthel & Pusch 1999), gegenwärtig mit Verbreitungsschwerpunkten in Berlin und im Rhein-, Main-, Elbe- und Saaletal. In Deutschland in allen Bundesländern (Hand & Thieme 2024), auch in Bremen (Misskampf & Züghart 2000). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1976 in Äcker zwischen Mainstockheim und Dettelbach (Meierott & al. 2024). In Österreich sehr vereinzelt, so Oggau und Rust im Burgenland (Melzer & Barta 1997, Gilli & al. 2022), Marchegg, Bad Deutsch-Altenburg, Bad Fischau, Bad Vöslau, Oberwaltersdorf, Straßhof und Zöbing bei Langenlois in Niederösterreich (Melzer & Barta 1996, Melzer & Barta 1997, Melzer & Barta 1999, Melzer & Barta 2005, Sauberer & Till 2015), zwischen Lind und Zeltweg und in Reifersdorf bei Knittelfeld in der Steiermark (Maurer 1998, Melzer 2006) und Hasenleitengasse und Floridsdorf in Wien (Lefnaer 2018). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1977 (Glaser & al. 2025). In Südtirol u.a. in Kaltern und Tramin (Wilhalm & al. 2004). Auch in der Schweiz sehr vereinzelt, so ehemals im Baseler Rheinhafen (Thellung 1919), bei Lausanne im Kanton Waadt (Infoflora 2024 sub S. physalifolium), im Wallis (Infoflora 2024 sub S. physalifolium) und im Kanton Zürich (Infoflora 2024 sub S. physalifolium). Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt.
 
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021) und seit 1998 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Solanum pimpinellifolium

Die Johannisbeer-Tomate, Solanum pimpinellifolium, ist eine Ursprungsform der Kultur-Tomate, Solanum lycopersicum (Estabrook 2015). Sie wird in Europa seit dem 20. Jahrhundert kultiviert (Jäger & al. 2008). Die Art ist im westlichen Südamerika von Ecuador bis Chile beheimatet und wird gegenwärtig als „Johannisbeertomate“ in mehreren Sorten wie etwa `Rote Murmel´ kultiviert. Sie wird zur Sortenzucht genutzt, um etwa Sorten zu entwickeln, die widerstandsfähiger gegenüber Pilzkrankheiten wie Kraut- und Knollenfäule, Verticilliumwelke und Fusariumwelke sind (Estabrook 2015). Die Art lässt sich von der Kultur-Tomate, von der es auch kleinfrüchtige Sorten gibt, unterscheiden: Die Früchte sind klein, zweikammrig, die zierlichen Pflanzen sind nur schwach drüsig und nahezu geruchlos, die Blättchen sind herzförmig, ganzrandig, die Knospen sind mehr als doppelt so lang wie breit, die Stängel sind nur kurz behaart mit maximal 1 mm langen Haaren.
Subspontan konnte die Johannisbeer-Tomate 2019 in der Schwechatau bei Traiskirchen in Niederösterreich (Sauberer & al. 2020), 2019 in Mettmach im Innviertel in Oberösterreich (Hohla & al. 2019) und 2012 auf Ödland in Wien-Hadersdorf (Knapp 2018) gefunden werden. Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021).

 

Solanum pseudocapsicum

Aus Mittel- und Südamerika stammt das Korallenbäumchen, Solanum pseudocapsicum, das in Europa seit Ende des 16. Jahrhunderts als Zierpflanze kultiviert wird (Jäger & al. 2008).
Vereinzelt verwildert es daraus, so angegeben 1909 für den Friedhof Mannheim in Baden-Württemberg (Zimmermann 1913), in Berlin (Hassler & Muer 2022), Braunschweig in Niedersachsen (Brandes 2016), 2022 an der Westfalenhalle Dortmund in Nordrhein-Westfalen (BBV 2023), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2024), 1936 bei der Kläranlage Leipzig-Rosental in Sachsen (Fiedler 1936, Hassler & Muer 2022), in Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013) und 2010 in der Burggasse und 2025 in der Alserstraße in Wien (Adler 2010, Nadler 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1992 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz 1915 angegeben für Birsfelden in Basel-Landschaft (Thellung 1919), für das südliche Tessin (Infoflora 2024) und ehemals für Zürich (Hegi 1975). Unter Infoflora (2024) allerdings mit dem Status „kultivierte Pflanze ohne Tendenz zur Verwilderung“. Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt.
 
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), den Niederlanden (FLORON 2021) und in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Solanum pygmaeum

In Südamerika von Bolivien bis Argentinien ist der Zwerg-Nachtschatten, Solanum pygmaeum, beheimatet. Er wird im Gebiet eingeschleppt angegeben ehemals bei der Weizenmühle in Hamburg-Wilhelmsburg (Meyer 1955, Hassler & Muer 2022), 1916 mit Ölfrüchten im Hafen Emmerich, 1916 im Hafen Krefeld und 1915 bei der Ölmühle Neuss in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hegi 1975, Hand & Thieme 2024) und 1911 in Rodleben bei Rosslau in Sachsen-Anhalt (Hegi 1975, Hand & Thieme 2024). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), den Niederlanden (FLORON 2021) und in Ungarn (CABI 2023).
 

Solanum pyracanthos

Aus Madagaskar stammt der Feuerdorn-Nachtschatten, Solanum pyracanthos, der in Europa seit Ende des 18. Jahrhunderts kultiviert wird (Jäger & al. 2008), im Gebiet vor allem als Kübelpflanze und hier oft „Stachelschwein-Tomate“ genannt. Der Feuerdorn-Nachtschatten wurde aus Samen im Pariser Botanischen Garten gezogen, bevor Lamarck ihn 1794 beschrieb. Seitdem findet er sich verbreitet in Kultur. Farbabbildungen von S. pyracanthos wurden von Jacquin 1804 von einer Pflanze unbekannter Herkunft in den Schönbrunner Gärten in Österreich, von Wendland als S. runcinatum 1798 von einer Pflanze aus Indien und von Smith 1804 von einer in Großbritannien kultivierten Pflanze veröffentlicht (Solanaceae Source 2013).
Im Gebiet subspontan angegeben für den Friedhof Mannheim in Baden-Württemberg (Hegi 1975) und gartenflüchtig in Nürnberg, 1896 am Weg nach Lauf, 1894 bei Sündersbühl und 1893 in einem Schutthaufen bei Forsthof in Bayern (Vollmann 1914, Meierott & al. 2024). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1893 (Meierott & al. 2024). Subspontan 1940 auch in Tschechien (Pyšek & al. 2012).

 

Solanum retroflexum

Im südlichen Afrika ist der Burbank-Nachtschatten, Solanum retroflexum (Syn.: S. ×burbankii) beheimatet. Er wird als einjähriges Obst und als Anthocyan-Quelle kultiviert und als „Wunderbeere“ im Pflanzenhandel vertrieben. 
Lange Zeit wurde angenommen, dass es sich bei der Art um eine Hybride aus Solanum guineense × S. villosum handelt, die Burbank in den frühen 1900er-Jahren gezüchtet haben soll. Die Hybridnatur der Pflanze wurde widerlegt, weil die Elternarten unterschiedliche Chromosomensätze aufweisen und etwaige daraus resultierenden Samen nicht lebensfähig wären. Ihren synonymen Namen hat die Pflanze zu Ehren des US-amerikanischen Botanikers, Gärtners und Landwirts Luther Burbank (1849−1926), der mehrere Hundert neuer Obst-, Gemüse- und Zierpflanzensorten züchtete.
 
Im Gebiet subspontan angegeben 1922 für Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Probst 1949, Hand & Thieme 2024), Rheinland-Pfalz (Hassler & Muer 2022), 2002 und 2003 in Zöbing bei Schönberg am Kamp und von ca. 1999 bis 2003 bei Thernberg in Niederösterreich (Essl 2005) und 1915 bis 1917 in der Felsenau bei Feldkirch in Vorarlberg (Hegi 1975, Amann 2016).
 

Solanum robustum

Der Robuste Nachtschatten, Solanum robustum ist im östlichen Südamerika beheimatet, wird in Europa seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kultiviert (Jäger & al. 2008) und wird im Gebiet für Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2024) genannt. Die Fundmeldung geht wahrscheinlich auf Zimmermann (1913) zurück, der jedoch schreibt: „Als Zierpflanze auf dem Friedhof von Mannheim“, wobei keine Verwilderung genannt wird (Breitfeld & al. 2021).
 

Solanum rostratum

Nordamerikanisch ist der Stachel-Nachtschatten, Solanum rostratum (= S. cornutum, S. angustifolium), der ursprünglichen Futterpflanze des Kartoffelkäfers, Leptinotarsa decemlineata, war (Hassler & Muer 2022). Die auch „Büffelklette“ genannte Art stellt für Schafzüchter in wärmeren Regionen ein Ärgernis dar, weil sie die Qualität der Wolle mindert und ebenso problematisch in Baumwoll-Feldern (Rushing & al. 1985) ist. 
Sie tritt im Gebiet vereinzelt mit Wolle, Getreide, Ölfrüchten und Vogelfutter eingeschleppt auf. In Deutschland in allen Bundesländern, so Freiburg im Breisgau, 1950 Karlsruhe, Oberderdingen, 1955 Marbach und Stuttgart in Baden-Württemberg (Thellung 1903, Sebald & al. 1996, Hassler 2021), 2002 bei Heidenfeld, 1893 und 1899 Nürnberg, 1900 Würzburg, 1900 am Wegrand Randersacker, 1903 beim Reutersbrünnlein bei Nürnberg, 2005 an der Rheinstraße in Bamberg, Kellmünz, Memmingen und Schongau in Bayern (Meierott 2008, Dörr & Lippert 2004, Meierott & al. 2024), Berlin (Seitz & al. 2012), Brandenburg (Hand & Thieme 2024), Bremen (Feder 2009), 1908 und 1914 in Hamburg, später auch beim Rethe-Speicher im Hamburger Hafen (Hegi 1975, Jehlik 1981, Hand & Thieme 2024), 1950 bis 1952 in Nanzenbach in Hessen (Gregor & al. 2012), Rostock und Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Osnabrück und Braunschweiger Hafen in Niedersachsen (Weber 1995, Brandes 2003), Bonn-Godesberg, Halle-Künsebeck, Krefeld, Duisburg, Bielefeld und Dortmund-Hörde in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, Lienenbecker 1980, Runge 1979, BBV 2010), Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Vollmann 1914, Schäfer 1965, Hand & Thieme 2024), Saarland (Hand & Thieme 2024), Zwickau, Bautzen, Neukirch, Plauen, einst am Elbufer bei Dresden und Leipzig in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006, Hardtke & al. 2013), Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2024), 2020 in Niebüll in Schleswig-Holstein (Hebbel 2023) und ehemals in Thüringen (Zürndorf & al. 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1893 in Nürnberg (Meierott & al. 2024). In Österreich bei Himberg und 2020 Tribuswinkel in Niederösterreich (Melzer & Barta 2005, Sauberer & al. 2025), ehemals Mühlau bei Innsbruck in Nordtirol (Hegi 1975, Glaser & al. 2025) und Ecke Valiergasse/Muhrhoferweg und Grillgasse in Wien (Melzer & Barta 1995, Melzer & Barta 2005). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1960 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz u.a. 1958 im Rheinhafen Basel-Kleinhüningen (Baumgartner 1973), 1899 bis 1901 in Frenkendorf, 1903 in Augst im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), 1899 und 1903 in der Stadt Basel, 1917 in Pérolles im Kanton Freiburg, in Genf, 1921 in Schaffhausen (Hegi 1975), 1911 in Diessenhofen im Kanton Thurgau (Thellung 1919) und in Zürich (Hegi 1975). Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt.
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021) und in Tschechien (Pyšek & al. 2012, sub S. cornutum). In Australien lokal invasiv (Randall 2012).
 

 

Solanum sarrachoides

Aus Südamerika stammt der tomatenartig riechende Saracha-Nachtschatten, Solanum sarrachoides
Er tritt im Oberrheingebiet lokal eingebürgert auf, sonst nur selten verschleppt, wie etwa Eichenberg, 1987 Rheinhafen Rheinau, Knielingen, 1985 bis zumindest 1994 Killisfeld, Karlsruhe, Oberreut und 2011 am Stuttgarter Hauptbahnhof in Baden-Württemberg (Dörr & Lippert 2004, Sebald & al. 1996, Hassler 2021, Böcker & al. 2017), Berlin (Seitz & al. 2012), Brandenburg (Hand & Thieme 2024), 1900 in Hamburg (Poppendieck & al. 2010), 2019 in Heppenheim und 2019 bei Bockenheim in Hessen (Kruse 2022, Schrauth 2022), Steffenshagen bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), im Landkreis Vechta und Braunschweig in Niedersachsen (Weber 1995, Brandes 2003), Künsebeck, Steinhagen, in der Kölner Bucht und Rheinberg im Orsoyer Rheinbogen in Nordrhein-Westfalen (Kulbrock & al. 2005, BBV 2021, Hassler & Muer 2022), Oggersheim und Ludwigshafen-Kaiserwörthhafen in Rheinland-Pfalz (Lang 1975, Mazomeit 1995, Mazomeit 2005) und im Saarland (Hand & Thieme 2024). Die Fundangabe für Bayern wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) als fraglich geführt. Zufolge der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) geht die bayrische Fundmeldung von Kempten auf eine Verwechslung mit S. nitidibaccatum zurück. In Österreich angegeben für Lind bei Zeltweg in der Steiermark (Melzer & Barta 1997, Essl & Rabitsch 2002), doch handelt es sich hierbei nach Knapp (2018) um S. nitidibaccatum. In Südtirol in Kaltern und Branzoll (Naturmuseum Südtirol 2018), in der Schweiz 1915 in Birsfelden bei Basel (Hegi 1975)
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021). Hybriden mit Solanum nigrum werden Solanum ×procurrens genannt und sind aus Belgien bekannt (Verloove 2021), wahrscheinlich aber auch im deutschsprachigen Raum vorhanden.
 

Solanum scabrum

Der Afrikanische Nachtschatten, Solanum scabrum, ist in großen Teilen Afrikas beheimatet. Er gehört zur Solanum nigrum-Gruppe und war einer genetischen Selektion durch die Landwirtschaft ausgesetzt, welche Auslese zur Erhöhung der Blattgröße und anderer Eigenschaften unternahm. Die Art wird in Afrika als Blattgemüse angebaut, die Früchte zu Marmelade verarbeitet und dienen als Färbemittel. 
Im Gebiet wird die Art subspontan 1891 für Hamburg-Altona (Höck 1903) und ehemals für das Elbufer zwischen Sörnewitz und Kötitz in Sachsen (Schlimpert 1893) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt. Subspontan 1975 auch in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und 1987 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Solanum sisymbriifolium

Als Zier- und Obstpflanze wird gelegentlich die südamerikanische Litchi-Tomate, Solanum sisymbriifolium, kultiviert. 
Sie wird auch als Versuchspflanze zur natürlichen Bekämpfung bestimmter Nematoden angebaut (Hassler & Muer 2022). Durch ihre natürlichen Resistenzen gilt die Art als mögliche Veredelungsunterlage für Tomaten und Auberginen (Arvanitoyannis 2005). In Südamerika, so etwa in Kolumbien dient sie als Heckenpflanze (Mansfeld 1986, Jäger & al. 2008).
 
Die Art wächst in ihrer Heimat vor allem an gestörten Standorten wie Schutthalden, Straßenrändern, Zäunen und Dämmen und steht oftmals in Verbindung mit kurzzeitigen Störungen wie Feuern, umgepflügten Flächen oder im Weideland. Vor allem durch Vögel, die die Früchte fressen und der hohe Schutz vor Fressfeinden durch die dichte Bestachelung und die klebrige Behaarung machen Solanum sisymbriifolium außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes vielerorts zu einem invasiven Neophyten (King & al. 2011). In Südafrika wurden zwischen 1994 und 1996 an mehreren Standorten von Solanum sisymbriifolium der Schildkäfer Gratiana spadicea ausgesetzt, der aus dem Verbreitungsgebiet der Litchitomate stammt und dort ein Fressfeind der Art ist. Obwohl vereinzelt die Solanum sisymbriifolium nahezu vollständig entlaubt wurden und sich die Käfer reichlich vermehrten, war an den meisten überprüften südafrikanischen Standorten nur wenig Schaden an den Pflanzen zu verzeichnen. Das Gebiet, in dem Solanum sisymbriifolium anzutreffen ist, vergrößerte sich weiter (King & al. 2011).
 
Einschleppungen in Europa erfolgen vor allem über Wolle, Ölfrüchte und Getreide- und Sojasaatgut, auch ist sie Vogelfuttermischungen enthalten (Clement & Foster 1994). In Europa wird die Pflanze seit dem 18. Jahrhundert in Botanischen Gärten kultiviert. Im Gebiet tritt sie vereinzelt verschleppt oder verwildert auf, so 1902 und 1906 in Freiburg im Breisgau in Baden-Württemberg (Hegi 1975, Thellung 1907, Hand & Thieme 2024), 1905 auf Schutt in einer Kiesgrube bei München-Georgenschwaige, 1982 und 1984 Erzhaufen im Regensburger Osthafen, 2000 Süd-Friedhof Nürnberg, 2006 bei Trunstadt und 1996 und 1997 zwischen Gleisen im Hafen Bamberg in Bayern (Reger 2008, Meierott 2008, Meierott & al. 2024), 1961 Berlin-Grunewald (Scholz & Sukopp 1965, Seitz & al. 2012), Werder-Plötzin in Brandenburg (Klemm 2016), Bremen (Feder 2009), im Hafen Hamburg (Jehlik 1989, Hand & Thieme 2024), 1970 in Heuchelheim in Hessen (Gregor 2018), Questin bei Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005), Hafen von Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2024), Brackwede, ehemals mit Ölfrüchten eingeschleppt in Emmerich, Ürdingen, Neuss und Düsseldorf und 1983 Bielefeld-Brackwede in Nordrhein-Westfalen (Kulbrock & al. 2005, Hegi 1975, Lienenbecker 1984, Hand & Thieme 2024), Limburgerhof und 1905 in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Mazomeit 2021, Hegi 1975, Vollmann 1914), 1953 in Leipzig-Gundorf, 2002 bei Weigersdorf nahe Niesky, weiters bei Delitzsch, Baruth, Görlitz, Connewitz und Pirna in Sachsen (Gutte 2006, Otto & al. 2004, Gutte & al. 2013, Hardtke & al. 2013) und in Thüringen (Zündorf & al. 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1893 in München (Meierott & al. 2024). In Österreich 2017 bei Stiefern und 2018 in Oeynhausen bei Traiskirchen in Niederösterreich (Zuna-Kratky 2017, Till 2018), Braunau und Engelhartszell in Oberösterreich (Hohla 2018), Nordtirol (Pagitz & al. 2023) und Prater in Wien (Teyber 1896, Hohla 2012). Der Erstfund einer Verwilderung für Österreich in den heutigen Grenzen geht auf Alois Teyber (1876–1914), einem Lehrer aus Wien, zurück, der die Art bereits 1896 gesammelt und korrekt identifiziert hatte. Erstaunlicherweise hat er diesen Fund aber nie publiziert, wie die Durchsicht der bei Ginzberger (1915) angeführten Publikationen Teybers ergab. Die beiden noch älteren Belege im Herbar des Naturhistorischen Museums in Wien (W) stammen zum einen aus einer Kultur, der Beleg aus Reichenau dürfte ebenso kultiviert worden sein. Jedenfalls ist damit belegt, dass Solanum sisymbriifolium bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Österreich in Kultur war (Till & Zuna-Kratky 2019). In der Schweiz ehemals in Basel und 1914 in Zürich (Thellung 1915, Thellung 1919). Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021) und seit 1935 in Tschechien (Pyšek & al. 2012). In Südafrika um das Jahr 1900 eingeschleppt, der erste Nachweis für die Türkei stammt aus dem Jahr 1996, aus dem Iran 2010 das erste Mal nachgewiesen.
 
 

Solanum suaveolens

Der Zierliche Nachtschatten, Solanum suaveolens (Syn.: S. gracile) ist im tropischen Mittel- und Südamerika beheimatet und wird 1906 verschleppt für den Westfriedhof Nürnberg in Bayern, 1914 für Hamburg, 1913 für Emmerich, Neuß und für Schwarzrheindorf bei Bonn in Nordrhein-Westfalen angegeben (Hegi 1975). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt, auch nicht in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024).
 

Solanum tetramerum

Der Karibische Nachtschatten, Solanum tetramerum, ist v.a. in Kuba und der Dominikanischen Republik beheimatet. Für das Gebiet wird er ehemals für Hamburg (Schmidt 1893) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt.
 

Solanum tomentosum

Im südlichen Afrika ist der Filzige Nachtschatten, Solanum tomentosum, beheimatet, der im Gebiet 1938 subspontan für die Wollkämmerei Leipzig in Sachsen (Gutte 2006) angegeben wird.
 

Solanum triflorum

Nordamerikanisch wiederum der Dreiblütige Nachtschatten, Solanum triflorum, der um 1894 im Hafengebiet von Mannheim gefunden wurde und der dort als eingebürgert anzusehen ist, ohne dass eine Tendenz einer weiteren Ausbreitung erkennbar ist (Sebald & al. 1996, Hand & Thieme 2024). Etwa zur gleichen Zeit fand er sich als Wolladventive in der Umgebung von Hannover in Niedersachsen (Probst & Strub 1949). Weiters u.a. in Baden-Württemberg (Ewerling & Breunig 1992), 1999 Erdhaufen in Nürnberg und 2000 Bauschuttwiederverwertung Pettstadt in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024), Berlin (Seitz & al. 2012), Bremen (Feder 2009), 1911 in Hamburg (Hegi 1975, Hand & Thieme 2024), Hessen (Hand & Thieme 2024), Osnabrück in Niedersachsen (Weber 1995, Hand & Thieme 2024), Gütersloh, Emmerich, Duisburg und Boltenmoor im Landkreis Münster in Nordrhein-Westfalen (Kulbrock & al. 2005, Hegi 1975, Runge 1979, BBV 2019, Schmitz 2003), Oggersheim und seit 1993 Hafengebiet Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hegi 1975, Mazomeit 2005), Saarland (Hand & Thieme 2024), Dresden und 1933 bei der Kläranlage Rosental in Leipzig in Sachsen (Gutte & al. 2013, Gutte 2006), 1906 bis 1907 in Rodleben in Sachsen-Anhalt (Hegi 1975, Hand & Thieme 2024), auf Helgoland sich seit 2019 ausbreitend und im Spülsaum am Südstrand der Düne eine neue Spülsaumgesellschaft ausbildend und 1912 in der Lübecker Ölmühle in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1999 (Meierott & al. 2024). In Österreich 2010 ein Individuum auf einer Sandfläche in Zwentendorf in Niederösterreich (Bernhardt & al. 2013) und 1969 Laaerberg in Wien (Forstner & Hübl 1971, Glaser & al. 2025). Die Fundangabe für Niederösterreich ist unsicher und wird hier nicht berücksichtigt. In der Schweiz 1913 in St. Johann bei Basel (Brodtbeck & al. 1998)
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), den Niederlanden (FLORON 2021) und (seit) 1914 in Tschechien (Pyšek & al. 2012). Gebietsweise werden die Beeren zusammen mit Wassermelonen-Samen ausgelegt, um deren Produktivität zu steigern (Mansfeld 1986).
 

Solanum tuberosum

Aus der Andenregion Südamerikas kommt die Kartoffel, Solanum tuberosum.
Die Art ist nur aus der Kultur bekannt. Wahrscheinlich ist sie als Amphidiploid aus S. stenotomum × S. parsipilum in den Zentral-Anden entstanden (Mansfeld 1986). Die Kartoffel wurde von Pizarro um 1555 nach Spanien gebracht und gelangte anfänglich als Zierpflanze über Italien und England nach Mitteleuropa (Düll & Kutzelnigg 2022).
Filipp Sivry von Walhain, spanischer Befehlshaber in Mons, damals Spanische Niederlande, schickte 1588 zwei Knollen unter dem Namen „Taratouffle“ an Clusius nach Wien. Dokumente vom frühen Kartoffelanbau im Gebiet liegen vor aus dem Jahr 1647 im Bezirksamt Rehau in Franken in Bayern. Der Bauer Hans Rogler kultivierte die Knolle in Pilgramsreuth bereits als Nahrungspflanze, als sie in der Umgebung höchstens als Zierpflanze gezogen wurde. Rogler erhielt Knollen von einem niederländischen Soldaten und erreichte im 17. Jahrhundert Ernten von rund 1300 Zentnern Kartoffelknollen (Meierott 2008, Historisches Franken 2022). Nach vorsichtigen Schätzungen war die Einführung der Kartoffel für ein Viertel des Bevölkerungswachstums und der Urbanisierung der Alten Welt zwischen 1700 und 1900 verantwortlich (Nunn & Qian 2011)
Gegenwärtig wird die Kartoffel als Hauptnahrungsmittel häufig angebaut. Die Welternte lag 2018 bei 368 Mio. t. Etwa 5000 bis 7000 Sorten sind weltweit bekannt, wovon etwa 3000 aufgrund des Tag- Nachtzyklus und der Klimaverhältnisse auf die Anden beschränkt sind (Spooner & al. 2005). In der obstarmen Zeit ist die Kartoffel ein wichtiger Vitamin C-Lieferant. 500 g Kartoffeln decken den Tagesbedarf des Menschen an essenziellen Aminosäuren. Die Kartoffel dient seit einiger Zeit auch als Basis für die Herstellung von Folien und biologisch abbaubaren Tüten.
 
Sie tritt im ganzen Gebiet immer wieder unbeständig durch Auswurf und über Gartenabfälle verschleppt auf, allerdings ohne Einbürgerungstendenz. So etwa vorübergehend in Ostfildern-Nellingen und Filderstadt-Bernhausen in Baden-Württemberg (Smettan 2015), in Heinersgrün, Schlömen, Trebgast und Warmensteinach in Bayern (Breitfeld & al. 2017), Berlin (Seitz & al. 2012), Hamburger Hafen (Jehlik 1981, Hand & Thieme 2024), Hessen (Hand & Thieme 2024), Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2024), Kamen und Augustdorf bei Detmold in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, Sonnenborn & Sonnenborn 2018), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2024), Chemnitz, Haselstein, Hammerbrücke, Mühlleithen, Saalig, Breitenfeld, Siebenbrunn, Tannenhaus, Oberzwota, Klingenthal, Brunndöbra und Eubabrunn in Sachsen (Grundmann 1992, Breitfeld 2021) und am Kringel, auf der Düne am Nordstrand und beim Dünenrestaurant am Kompostplatz auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2024). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte vor 1914 (Meierott & al. 2024). In Österreich in allen Bundesländern (Glaser & al. 2025), so etwa im Nordburgenland (Gilli & al. 2022), Kärnten (FKÖ 2021), Prellenkirchen und 2022 Mannsdorf an der Donau in Niederösterreich (Nadler & Haug 2021, Gilli & al. 2024), Oberösterreich (FKÖ 2021), Salzburg (FKÖ 2021), 2025 am Straßenrand beim Pleschwirt nahe Gratwein in der Steiermark (Eigenfund Griebl 2025), Nordtirol (FKÖ 2021), Osttirol (FKÖ 2021) und Wien (FKÖ 2021). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1912 (Glaser & al. 2025). In Südtirol mehrfach (FloraFaunaSüdtirol 2023). In der Schweiz vielfach (Welten & Sutter 1982, Infoflora 2024), so im südlichen Tessin (Bellosi & al. 2011) und seit 1929 an vielen Orten im Kanton Zürich, so Stampfenbach, Belvoir und Altstetten in Zürich-Stadt (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), den Niederlanden (FLORON 2021), Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1923 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 
Der Kartoffelkäfer, früher Coloradokäfer genannt, hat in Solanum rostratum und anderen Wildarten seinen Hauptwirt, mit dem großflächigen Anbau der Kartoffel wechselte er diesen Hauptwirt, der heute die Kartoffel ist (Düll & Kutzelnigg 2022).
 
 

Solanum tweedieanum

Der in Südamerika beheimatete Tweedie-Nachtschatten, Solanum tweedieanum, wird für das Gebiet für Braunschweig in Niedersachsen (Brandes 2019) und Köln in Nordrhein-Westfalen (Sumser & al. 2015) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt.
 

Solanum wendlandii

Der Costa Rica-Nachtschatten, Solanum wendlandii, ist im tropischen Amerika von Mexiko bis Peru beheimatet und wird im Gebiet als Kübelpflanze kultiviert, meist in einem männlichen Klon. Die Art ist zu Ehren des deutschen Botanikers Hermann Wendland (1825−1903) benannt, Oberhofgärtner der Herrenhäuser Gärten und Spezialist für Palmen und tropische Zierpflanzen. Er vergrößerte dort die Palmensammlung, bereiste Mittelamerika und beschrieb mehrere neue Palmengewächse. Wendland machte u.a. auch das Usambara-Veilchen bekannt (Burkhardt 2018). Subspontan wird die Art 1910 für die Stadtgärtnerei Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1912, Hegi 1975) angegeben. Diese Fundmeldung ist zufolge der Deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) irrig.
 

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