Ausbreitung:
Mediterrane Art, vor allem in Botanischen Gärten und Parkanlagen gezogen und lokal verwildert bis eingebürgert, so im Schlossgarten von Schwetzingen in Baden-Württemberg (Sebald & al. 1992) oder im Wiener Universitätsgarten. Auch im mehreren anderen Botanischen Gärten verwildert, so in Bochum, Bonn, Erlangen-Nürnberg, Halle, Kiel, Leipzig, Mainz, Würzburg, Cambridge, Chelsea oder Kew (Kiehn 2015).
DEUTSCHLAND:
Regional eingebürgert, so im Schlossgarten von Schwetzingen in Baden-Württemberg, wo die Art seit 150 Jahren bekannt ist sowie in Stuttgart-Hohenheim (Sebald & al. 1992, Böcker & al. 2017). In Bayern 1996 im Stadtwald von Schweinfurt beim Deutschhof vermutlich angesalbt, mittlerweile ± eingebürgert, ebenso um Würzburg und München, genauer 2011 bis 2021 nahe dem Hauptbahnhof Würzburg, 2008 Forstweg im Guttenberger Wald, 2010 bis 2013 um Höchberg, 2016 München-Moosschwaige, 2013 bei Eisingen, 2020 Wessobrunn und München-Scheidplatz (Meierott 2008, Lippert & Meierott 2014, Springer 2014, Meierott & al. 2024). Weiters in Hamburg (Hand & Thieme 2024), 2021 in Offenbach am Main, im Grüneburgpark Frankfurt, Palmengarten Frankfurt und Schlosspark Hanau in Hessen (Martiné 2022, Kiehn 2015), Sankt Augustin, Sechtem, 2024 in Mülheim an der Ruhr-Speldorf und 2024 Krefeld-Verberg in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, BBV 2025), Rheinland-Pfalz (Mazomeit 2021), mehrfach im Leipziger Gebiet, so Fockeberg, Beipert, Leinestraße, Dösen, Grünau, Klingerhain und Stötteritz in Sachsen (Gutte 2006, Hardtke & al. 2013), Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2024), bei Lauenburg und Kiel-Friedrichsort in Schleswig-Holstein (Dolnik & al. 2004) und bei der Eckartsburg nahe Apolda, Burg Gleichen nahe Wandersleben, in Jena, Leinawald bei Nobitz und Marienthal bei Eisenach in Thüringen (Zündorf & al. 2006, Peterlein 2024). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1996 bei Schweinfurth (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
Sehr vereinzelt, dort aber meist beständig. Friedrichshof bei Zurndorf im Burgenland (Schau 2016), an der Loiblstraße nahe der Tscheppaschlucht in Kärnten (Kiehn 2015), bei Mödling und im Marchfeld in Niederösterreich (Kiehn 2015), in lichten Edellaubwäldern bei Untergrundberg a.d. Steyr in Oberösterreich (Essl 2002), Salzburg (Glaser & al. 2025), am Grazer Schlossberg in der Steiermark (Hamburger 1948, Glaser & al. 2025) und Arsenal, Graf-Starhemberg-Gasse, Theresianum, Schwarzenbergpark, Belvedere, Botanischer Garten, Strebersdorf und Kalksburger Konvikt in Wien (Adler & Mrkvicka 2003, Baldinger 2018). Im Botanischen Garten der Universität Wien seit mindestens den 1840er-Jahren (Endlicher 1843), dort auch gegenwärtig in großen Beständen.
SCHWEIZ:
Sehr selten, so in Genf (Infoflora 2024), in den 1840er-Jahren im Heuried in Wiedikon im Kanton Zürich (Wohlgemuth & al. 2020) und als Gartenflüchtling aus dem Botanischen Garten in Zürich (Hegi 1975).