Sequoiadendron

Riesenmammutbaum, Zypressengewächs, Cupressaceae

Gattung:

Monotypisch.
 

Sequoiadendron giganteum

Riesenmammutbaum,
Sequoiadendron giganteum,
Zypressengewächs, Cupressaceae

 

Steckbrief:

Einhäusiger, immergrüner, in seiner Heimat bis 80 m hoher Baum mit weicher, tief rissiger Borke und an jungen Trieben blaugrünen, an älteren dunkelgrünen Blättern. Blätter 6−12 mm lang, zugespitzt, stechend, nicht gekrümmt, in drei Längsreihen schraubig um den Zweig angeordnet. Männliche Blütenzapfen gelblich, weibliche stumpf eiförmig, bis 8 cm, lang gestielt. Blütezeit März bis April.
 

Name:

Sequoia ist wahrscheinlich zu Ehren von Sequoyah (1767−1843) benannt, dem Erfinder der Cherokee-Silbenschrift. Sequoyah war ein indianischer Universalgelehrter. Seine Schaffung der Silbenschrift ermöglichte es der Cherokee-Nation, eine der ersten nordamerikanischen indigenen Gruppen zu sein, die eine Schriftsprache hatten (Lowe 2012).
 

Heimat:

Westhänge der Sierra Nevada in Kalifornien.
 

Nutzung:

Selten als Ziergehölz und versuchsweise auch als Forstgehölz. In wenigen Sorten wie `Blauer Eichzwerg´ (1989) oder `Glaucum´ (1860) im Pflanzenhandel. Riesenmammutbäume können ein Alter von bis zu 2500 Jahren erreichen. Als größtes Exemplar gilt der berühmte „General Sherman“ im Sequoia-Nationalpark mit einem Stammvolumen von 1487 m³ (Bärtels & Schmidt 2014).
 

Ausbreitung:

Für die Wissenschaft entdeckt wurde die Art im Jahre 1852 von A.T. Dowd. 1853 schickten der englische Botaniker William Lobb (1809−1864) und der Schotte J. Matthew Samen nach Europa. 1864 wurden im Gebiet im Arboretum der Insel Mainau die ersten Riesenmammutbäume gepflanzt.
DEUTSCHLAND:
Sehr selten mit Naturverjüngung, so am Münzesheimer Berg bei Bruchsal und in Mingolsheim in Baden-Württemberg (Hassler 2021). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) als fraglich geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Laut Schweizer Verbreitungskarte (Infoflora 2024) vielfach im Mittelland, allerdings mit dem Status „Kultivierte Pflanze ohne Tendenz zur Verwilderung“ (Infoflora 2024).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

 

Quellen

Bärtels A. & Schmidt P. A. (2014): Enzyklopädie der Gartengehölze – Ulmer-Verlag Stuttgart, 883 S.

Clement E. J. & Foster M. C. (1994): Alien plants oft he British Isles – London: Botanical Society of the British Isles. 591 p.

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Infoflora (2024): Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora – https://www.infoflora.ch/de/

Hassler M. (2021): Flora des Landkreises Karlsruhe. Bildatlas und Datenbank. Version 4.16; Stand 13.7.2021

Lowe G. D. (2012): Endlicher's Sequence: The Naming of the Genus Sequoia (PDF). cnps.org. California Native Plant Society.