Sassafras

Sassafras, Lorbeergewächs, Lauraceae

Gattung:

Sassafras umfasst 3 Arten (Kew 2023), die im östlichen Nordamerika (S. albidum) und in China (S. randaiense, S. tzumu) beheimatet sind.
 

Sassafras albidum

Sassafrasbaum,
Sassafras albidum
(Syn.: S. officinalis)
Lorbeergewächs, Lauraceae
 

Steckbrief:

Bis zu 15 m hoher, sommergrüner, Wurzelbrut bildender Baum mit ungelappten, zweilappigen oder dreilappigen Blättern. Herbstfärbung des Laubes von gelb über orange bis scharlachrot. Blüten unscheinbar, grüngelb. Früchte klein, blauschwarz, auf roten Stielen. Blütezeit April.
 

Heimat:

Östliches Nordamerika.
 

Nutzung:

Durch seine scharlachrote Laub-Herbstfärbung selten als Zierbaum genutzt. Traditionell wird die Rinde als Heilmittel zur Blutreinigung, gegen Fieber, Rheuma, Wassersucht, Gicht und als Gegengift bei Vergiftungen durch Schlangenbisse oder Nachtschattengewächse verwendet (Bärtels & Schmidt 2014). Das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Sassafrasöl wird in der Parfümindustrie genutzt. Das Öl ist auch ein Rohstoff zur Herstellung von Ecstasy, der Handel mit Extrakten aus Sassafras ist daher in der EU verboten. In der Schweiz gelten Sassafrasöl und Safrol als so genannte Vorläuferstoffe, die zur Herstellung von Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen verwendet werden können. Der Bezug ist bewilligungspflichtig und die Verwendung von mehr als 10 g pro Jahr führt zu einer behördlichen Kontrollpflicht im Sinne der Betäubungsmittelkontrollverordnung.
 

Ausbreitung:

Seit 1633 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014).
DEUTSCHLAND:
Für Hessen subspontan angegeben (Hand & Thieme 2024).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Bärtels A. & Schmidt P. A. (2014): Enzyklopädie der Gartengehölze – Ulmer-Verlag Stuttgart, 883 S.

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science