Pieris

Lavendelheide, Heidegewächs, Ericaceae

Gattung:

Pieris umfasst etwa 9 Arten (Kew 2023), die in Ostasien, im östlichen Nordamerika und in der Karibik beheimatet sind. Mannigfaltigkeitszentrum ist Südost-Asien.
 
 

Pieris floribunda

Vielblütige Lavendelheide,
Pieris floribunda,
Heidegewächs, Ericaceae

 

Steckbrief:

Bis 1,5 m hoher, immergrüner, langsam wachsender, breitbuschiger Strauch mit schmal-elliptischen, ledringen, 3−8 cm langen Blättern und weißen, krugförmigen, in endständigen Rispen angeordneten Blüten. Früchte kugelförmige, braune Kapseln. Blütezeit April bis Mai.
 

Name:

Pieris ist, der griechischen Mythologie zufolge der Ort, wo die Musen 'geboren' wurden. Sie 'lebten' je nach Überlieferung auch auf dem Berg Helikon und später am Berg Parnass bei Delphi (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Östliche USA.
 

Nutzung:

Ziergehölz, vor allem für halbschattige Standorte und saure Böden. Die Art ist schattenverträglich und windempfindlich (Bruns 2009).
 

Ausbreitung:

In Europa seit etwa dem Jahr 1800 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014).
DEUTSCHLAND:
1957 im Finowtal im Landkreis Barnim in Brandenburg (Scholz 1967, Hand & Thieme 2024) und in Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2024).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Pieris japonica

Die Japanische Lavendelheide, Pieris japonica, ist in Südost-China und Japan beheimatet. 
Sie wird im Gebiet seit etwa dem Jahr 1870 (Bärtels & Schmidt 2014) häufig als Ziergehölz in zahlreichen Sorten wie `Forest Flame´, einer Hybride von 1952 aus P. formosa var. forrestii × P. japonica oder `Mountain Fire´ (1967) genutzt.
Die Art wird sehr selten subspontan angegeben, so südlich Lohrberg im Siebengebirge und im Krefelder Stadtwald in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, Quitzow & Schraetz 2000). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) nicht geführt.
 

Quellen

Bärtels A. & Schmidt P. A. (2014): Enzyklopädie der Gartengehölze – Ulmer-Verlag Stuttgart, 883 S.

Bruns J. (2009): Bruns Pflanzen – Sortimentskatalog Gehölze 2009/2010 – Ulmer Verlag, 1123 S.

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

Gorissen I. (2015): Flora der Region Bonn (Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis) – Decheniana-Beiheft 40. Bonn, 605 Seiten.



Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Quitzow H.W. & E. Schraetz (2000): Tier- und Pflanzenwelt im Krefelder Stadtwald – Natur am Niederrhein 15(2): 4-40.

Scholz H. (1967): Viertes Verzeichnis von Neufunden höherer Pflanzen aus der Mark Brandenburg und angrenzenden Gebieten – Verhandlungen des Botanischen Vereins der Provinz Brandenburg 104: 24-47.