Oenothera

Nachtkerze, Nachtkerzengewächs, Onagraceae

Gattung:

Oenothera umfasst 150 bis 200 Arten, die ihren Ursprung in der Neuen Welt haben. Seit ihrer Einführung aus Nordamerika haben sich die meisten mitteleuropäischen Arten erst hier entwickelt, sind also mit den ursprünglich eingeschleppten Sippen nicht mehr identisch.
An Oenothera drummondii konnte erstmalig gezeigt werden, dass Pflanzen Schallwellen wahrnehmen können. Sie sind offenbar durch die leicht muschelförmig gebauten Kronblätter in der Lage, bestimmte Frequenzbereiche von Schallwellen, wie sie von fliegenden Insekten verursacht werden, wahrzunehmen, und produzieren daraufhin innerhalb weniger Minuten mehr Nektar bzw. konzentrierteren Nektar zum gegenseitigen Nutzen beider Partner (Düll & Kutzelnigg 2022).

 

Oenothera biennis agg. 

Echte Nachtkerze,
Oenothera biennis agg.  
Nachtkerzengewächs, Onagraceae

 

Steckbrief: 

Bis 150 cm hohe, oft verzweigte, dicht drüsenhaarige Zweijährige mit lanzettlichen, bis 15 cm langen Blättern. Unterste Blätter in einen Stiel verschmälert, die obersten meist sitzend. Blüten gelb mit 4 großen Kronblättern, in einem vielblütigen, traubigen oder rispigen, endständigen Blütenstand. Frucht eine schmale Kapsel. Blütezeit Juni bis September.
 
Anmerkung 1: Bei der hier behandelten Sippe O. biennis handelt es sich um eine Artengruppe. Die Kleinarten sind untereinander sehr nahe verwandt. Es sind artgewordene Hybriden, die mittels eines speziellen cytogenetischen Mechanismus erblich konstant bleiben, Selbstbestäubung herrscht vor. Gelegentlich kann es durch Hybridisierung zur Neuentstehung von solchen Arten kommen. Etliche Sippen sind erst in Europa während der letzten 400 Jahre entstanden. So sind gegenwärtig in Europa um die 60 Nachtkerzen-Arten bekannt, welche zumeist in die drei Sektionen Oenothera, Strigosae und Parviflorae unterteilt werden. Viele Nachtkerzen-Arten zeichnen sich dadurch aus, dass die vom Vater stammenden Chromosomen von den mütterlichen grundsätzlich verschieden sind und sich gewöhnlich unvermischt wieder trennen. Die leichte Kreuzbarkeit, die erbliche Verschiedenheit der Plastiden verschiedener Arten, die sonst eher seltene Situation der Übertragung von Plastiden auch durch den Vater sowie die weitgehend ausbleibende Mendelsche Rekombination führten dazu, dass Oenothera zum Standardobjekt der Plastidengenetik wurde (Düll & Kutzelnigg 2022).
Die Unterscheidung der im Gebiet vorkommenden Sippen bedarf großer botanischer Kenntnisse und weiterführendes Schrifttum, so empfehlenswert etwa Haeupler & Muer (2000) mit hervorragenden Zeichnungen. Nicht jede Pflanze, auch nicht jede Population lässt sich eindeutig ansprechen. Für eine sichere Bestimmung sind zytologische Untersuchungen und Kreuzungsexperimente notwendig (Sebald & al. 1992).


 
Anmerkung 2: Hugo de Vries gründet seine bekannte Mutationstheorie auf Forschungen mit der Nachtkerze. Diese beschreibt das sprunghafte Auftreten neuer, noch unbekannter Formen in Kulturversuchen, die zum größten Teil samenbeständig waren. 1886 begann De Vries mit 9 Pflanzen, 1889 waren es bereits 15.000 Nachtkerzen, die sich in 10 verschiedene Formen aufspalteten, die man in 2 Gruppen teilen konnte. In der nächsten Generation zog er 10.000 Keimlinge heran, die sich wieder in diese 2 Gruppen einteilen ließen, aber auch eine 3. Gruppe, damals Oenothera rubrinervis genannt, entstehen ließ. Diese Versuche gingen so weiter, bis etwa bei 7 Mutationen keine nennenswerte Formenerneuerung mehr festzustellen war.
 

Nutzung: 

Früher häufig als Zier- und Gemüsepflanze kultiviert. Gegenwärtig noch mit Begrünungssaatgut und „Naturwiesenmischungen“ angesät (Fischer & al. 2008). Als Gemüse ist sie gegenwärtig nur noch als Besonderheit namens „Rapontika“ oder „Gelbe Rapunzel“ im Pflanzen- und Saatguthandel zu finden. Die Nutzung für die Kosmetik ist erst wenige Jahrzehnte alt. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde in den fettreichen Samen der ungewöhnlich hohe Anteil von etwa 9 % der stoffwechselphysiologisch bedeutsamen Gamma-Linolensäure, eine dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure, entdeckt. Inzwischen ist Nachtkerzenöl eine wichtige Basis für Kosmetika. Es hilft bei trockener Haut und wird zur Behandlung von Neurodermitis und anderer Hautkrankheiten empfohlen (Düll & Kutzelnigg 2022).
Der Nachtkerzenschwärmer, Proserpinus proserpina, ist in Europa und Westasien beheimatet. Seine ursprünglichen Nahrungspflanzen waren Weidenröschen. Seit der Einfuhr der amerikanischen Nachtkerzen findet sich die Art gerne auch auf diesen Pflanzen gleicher Familie. Vom Mittleren Weinschwärmer, Deilephila elpenor, wird die Nachtkerze ebenfalls als Raupen-Futterpflanze angenommen. Bei Tage stellen sich langrüsselige, Honig suchende Bienen, Ackerhummeln und Waldhummeln ein, aber auch Keilfleckschwebfliegen und Taubenschwänzchen besuchen die Nachtkerze, bevor es dann am Abend mit Windenschwärmer & Co. zur Sache geht. Nachtkerzen gehören zu den Fledermaus-Pflanzen. Sie beginnen nachts zu duften, was Insekten und in weiterer Folge Fledermäuse anzieht. Diese ernähren sich von Gelsen, Fliegen, Schaben, Wanzen und Spinnentiere. Pro Sommer bis zu einem Kilo Insekten, was einer halben Million Stechmücken entspricht. Die Samen werden als Nahrung von verschiedenen Vogelarten angenommen, so etwa dem Stieglitz.



 

Ausbreitung: 

Nordamerikanische Art. Die Elternsippen der heute in Europa verbreiteten Kleinarten wurden zu Beginn des 17. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeführt. 1612 wuchs im Botanischen Garten von Padua erstmals Oenothera oakensiana in Europa, gezogen aus Samen, die der englische Arzt und Philosoph Johannes Morus geschickt hatte. Elf Jahre später traf Oenothera biennis in Europa ein. Bauhin kultivierte sie um 1623 im Botanischen Garten Basel. Er wies bereits auf die rasche Ausbreitung durch Samen hin. 1660 wurde diese Art in Altdorf und 1668 in Halle als Zierpflanze kultiviert (Krausch 2003). Vermutlich dürfte sich die Art bereits im 17. Jahrhundert im Gebiet eingebürgert haben (Sebald & al. 1992). Erheblich an der Verbreitung beteiligt war später dann die Eisenbahn.
Die aus Gärten bekannte großblütige Kleinart Rotkelchige Nachtkerze, Oenothera glazioviana (Syn.: O. erythrosepala) trat lange Zeit außerhalb der Gärten nur vereinzelt auf, hat sich aber seit Ende des 20. Jahrhunderts stark ausgebreitet und fest eingebürgert. Diese Kleinart ist in Europa, vermutlich in England, durch Kreuzung der amerikanischen Eltern O. biennis und O. grandiflora, entstanden.
DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ:
Gegenwärtig weit verbreitet und häufig.
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1883 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1800 in Schweden (Seebens & al. 2017), seit 1683 in den Niederlanden (Seebens & al. 2017, FLORON 2021), seit 1792 in Belgien (Seebens & al. 2017), in Frankreich (Seebens & al. 2017), seit 1864 in Irland (Seebens & al. 2017), seit 1883 in Bulgarien (Seebens & al. 2017), seit 1803 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1803 in Lettland (Seebens & al. 2017), seit 1952 in Litauen (Seebens & al. 2017), seit 1709 im europäischen Russland (Seebens & al. 2017), seit 1850 in Slowenien (Seebens & al. 2017), seit 1831 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1791 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012). Inzwischen in der gemäßigten Zone fast weltweit verbreitet.
 

 
Weitere Arten:

Oenothera acaulis

Aus Chile stammt die Stängellose Nachtkerze, Oenothera acaulis. Sie wird selten als Zierpflanze genutzt und findet sich seit spätestens 1821 in Kultur. Die Art wird in der weißblühenden Nominatform und in der gelb blühenden Unterart aurea als Zierstaude kultiviert. 
Sie fand sich 2011 auf einer Umbaufläche am Wirtschaftshof des Botanischen Gartens Potsdam in Brandenburg (Buhr & al. 2016) und um 1880 adventiv bei Zofingen im Aargau (Hegi 1975). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Oenothera albicaulis

Im westlichen und zentralen Nordamerika ist die Weißstielige Nachtkerze, Oenothera albicaulis, beheimatet. Sie spielt in der heimischen Gartengestaltung keine Rolle und wird ehemals für einen Schuttplatz bei Braderup in Schleswig-Holstein (Christiansen 1929) adventiv angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich für SH geführt.
 

Oenothera curtiflora

Lange Zeit unter der Gattung Gaura geführt wurde die Kleinblütige Prachtkerze, Oenothera curtiflora (Syn.: Gaura parviflora). Sie ist in Nordamerika weit verbreitet und wird 1909 eingeschleppt für Mannheim in Baden-Württemberg angegeben (Zimmermann 1913, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023 sub Gaura parviflora). Subspontan in Belgien (Verloove 2021).
 

Oenothera fruticosa

Im östlichen Nordamerika ist die Sonnentropfen-Nachtkerze, Oenothera fruticosa (inkl.: O. tetragona; Syn.: O. glauca) in den beiden Unterarten fruticosa und tetragona verbreitet. 
Sie wird als reichblühende Zierstaude in Europa seit 1737 kultiviert (Jäger & al. 2008), besonders in den Sorten `Hohes Licht´ mit leuchtend hellgelben Blüten, `Fryverkeri´ mit niedrigem, 30 bis 50 cm hohen Wuchs, `Erica Robin´ mit rötlichem Austrieb und `Sonnenwende´ mit goldgelben Blüten. 
Vereinzelt verwildert sie daraus, so in Baden-Württemberg (Hassler & Muer 2022), 2014 bei Regensburg und Bayreuth in Bayern (Klotz 2014, Breitfeld & Horbach 2013), Hessen (Hassler & Muer 2022), 2012 in Borkow-Woserin in Mecklenburg-Vorpommern (Henker & Kiesewetter 2018) und 1917 bei der Walkmühle am Ufer des Löbauer Wassers in Löbau und 1928 in Kittlitz in Sachsen (Otto & al. 2012). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1992) nicht geführt. In Österreich 2011 zwischen Gurten und Wagnerberg in Oberösterreich (Hohla 2012) und 2003 in der Barisanistraße und 2006 in der Kirchenstraße in der Stadt Salzburg (Stöhr & al. 2012). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2003 (Glaser & al. 2025). In der Schweiz 1912 im Zoologischen Garten Basel (Brodtbeck & al. 1998)
Subspontan u.a. seit 1868 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021) und seit 1884 in Tschechien (Seebens & al. 2017).
 
 

Oenothera gaura

Die nordamerikanische Zweijährige Prachtkerze, Oenothera gaura (Syn.: Gaura biennis) wurde die längste Zeit unter der Gattung Gaura geführt, welche 2007 in die Gattung Oenothera inkludiert wurde (Warren & al. 2007). Die Art wird selten als Zierpflanze genutzt und findet sich sehr vereinzelt verwildert, so angegeben 1910 am Rhein bei Speyer in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023 sub Gaura biennis). Die Verwilderungsmeldung aus dem Botanischen Garten Graz in der Steiermark (Janchen 1957) könnte auf eine Verwechslung mit Gaura lindheimeri (= Oenothera lindheimeri) zurückgehen (Pflugbeil & Moosbrugger 2016). Subspontan seit 1957 in Rumänien (Seebens & al. 2017 sub Gaura biennis).
 

Oenothera grandis

In Mexiko und den USA ist die Große Nachtkerze, Oenothera grandis, beheimatet. Sie spielt in der heimischen Gartengestaltung keine Rolle und wird vorübergehend eingeschleppt in Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Oenothera humifusa

In den östlichen USA ist die Strand-Nachtkerze, Oenothera humifusa, beheimatet. Sie wird im Gebiet 1909 adventiv für den Ludwigshafener Hafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt. Subspontan 1974 in Frankreich (Seebens & al. 2017).
 

Oenothera indecora

Aus Südamerika stammt die Schmucklose Nachtkerze, Oenothera indecora (Syn.: O. argentinae). Sie wird im Gebiet eingeschleppt angegeben 1932 am Güterbahnhof Herbertingen in Baden-Württemberg (Müller 1935, Hand & Thieme 2023), Berlin (Hand & Thieme 2023), ehemals Hamburg-Finkenwerder (Meyer 1955, Hand & Thieme 2023), 1915, 1917, 1926 und 1927 bei Ürdingen und 1915 und 1920 in Emmerich in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1930, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023) und 1909 um Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Hegi 1975, Hand & Thieme 2023). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1992) nicht geführt.
 

Oenothera kunthiana

Von den südlichsten USA bis zur Dominikanischen Republik ist die Kuba-Nachtkerze, Oenothera kunthiana, beheimatet. Sie wird mit ihren rosa Blüten selten als Zierstaude genutzt, vor allem in der Sorte `Glowing Magenta´ und fand sich im Gebiet 1902 auf der Buger Regnitzinsel bei Bamberg in Bayern (Harz 1914, Meierott & al. 2024) subspontan. Die Art ist wahrscheinlich zu Ehren von Carl Sigismund Kunth (1788−1850) benannt. Kunth war deutscher Botaniker und bestimmte die Pflanzensammlung der Südamerika-Expedition von Alexander von Humboldt. Er war Direktor am Botanischen Garten in Berlin, schrieb eine 'Flora Berolinensis', war jedoch depressiv veranlagt und beging schließlich Selbstmord (Burkhardt 2018).
 

Oenothera laciniata

Die Gelappte Nachtkerze, Oenothera laciniata (Syn.: O. sinuata) ist im südlichen Nordamerika beheimatet. 1770 kam sie nach Europa (Hegi 1975). 
Verschleppt konnte die Art 1907 in Mühlau im Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Lutz 1910, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023), 1929 auf einem Schuttplatz in München-Pasing (Meierott & al. 2024), 1896 bei der Humboldtmühle in Berlin-Tegel (Hassler & Muer 2022), 1893 und 1894 in Bremen (Hegi 1975), 1897 in Hamburg (Hegi 1975, Hand & Thieme 2023), Niedersachsen (Hand & Thieme 2023, Bremen?), 1931 am Ausstellungsgelände Köln-Dietz in Nordrhein-Westfalen (Hupke 1934, Hassler & Muer 2022), mehrfach in Dresden in Sachsen (Hegi 1975, Hand & Thieme 2023), ehemals Graz in der Steiermark (Melzer 1954, Walter & al. 2002), ehemals in Mühlau bei Innsbruck in Nordtirol (Hegi 1975, Glaser & al. 2025), 1903 in Basel-Liestal, 1908 Chur in Graubünden (Hegi 1975), Rorschach in St. Gallen, 1918 am Bahnhof Langendorf in Solothurn und mehrfach in Zürich (Hegi 1975) gefunden werden. Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt. In Nordamerika vor allem in Maisäckern stellenweise problematisch (Hassler & Muer 2022).
 

Oenothera lindheimeri

Im südlichen Nordamerika ist die Lindheimer-Prachtkerze, Oenothera lindheimeri (Syn.: Gaura lindheimeri) beheimatet. Sie ist benannt zu Ehren des deutschen Botanikers Ferdinand Lindheimer (1801−1879), dessen Namen heute noch 48 weitere Arten tragen und der in den USA als „Vater der texanischen Botanik“ gilt. Lange Zeit war sie, in gärtnerischen Kreisen ist sie es immer noch, unter dem Gattungsnamen Gaura bekannt. Nach cytologischen Untersuchungen wurde die Gattung 2007 in Oenothera inkludiert (Warren & al. 2007).
 
Oenothera lindheimeri findet sich in Europa seit spätestens 1850 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008) und wird häufig als Zierpflanze, vor allem für Staudenbeete, Gefäße und Blumenkästen in zahlreichen Sorten von alphabetisch `Baltinblus´ bis `White Dove´ genutzt. In den letzten Jahren und Jahrzehnten avancierte die Prachtkerze zur Modestaude, was sich auch an der Zahl ihrer Verwilderungen widerspiegelt.
Sie tritt vielfach verwildert auf mit zunehmender Tendenz in den letzten Jahren und Jahrzehnten, so in Baden-Württemberg (Hassler & Muer 2022), 2012 im Hafen Haßfurt, 2010 am Troppauplatz Bamberg und 2022 im Rinnstein in Eckental-Herpersdorf in Bayern (Lippert & Meierott 2014, Meierott & al. 2024), 2004 in Potsdam-Bornstedt und 2011 beim Wirtschaftshof des Botanischen Gartens Potsdam in Brandenburg (Kummer & Buhr 2006, Buhr & al. 2016), 2012 Kassel in Hessen (Gregor 2013), 2023 in einer Pflasterritze zwischen Gehweg und Garagenmauer in der Volmerswerther Straße in Düsseldorf-Volmerswerth in Nordrhein-Westfalen (BBV 2024), Rheinland-Pfalz (Hassler & Muer 2022), 2009 im Steinbruch Schafberg bei Baruth und 2018 in Dresden-Laubegast in Sachsen (Otto 2012, Wünsche & al. 2019), 2025 in Kroatisch-Minihof im Burgenland (Hohla & al. 2025), 2023 an der Innlände Schärding in Oberösterreich (Hohla & Kiràly 2024), 2014 Parsch in der Stadt Salzburg (Pflugbeil & Moosbrugger 2016), 2023 in Langegg im Bregenzer Wald in Vorarlberg (Hohla & Kiràly 2024), 2016 nahe der Kreuzung Simmeringer Hauptstraße / Kaiserebersdorfer Straße in Wien (Vitek & al. 2021), früher am Rheinufer bei Basel (Thellung 1915) und in den Kantonen Basel-Landschaft, Bern, Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis (Infoflora 2024)
Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012), seit 1999 in Schweden (Seebens & al. 2017 sub Gaura lindheimeri), seit 2007 in Belgien (Seebens & al. 2017 sub Gaura lindheimeri), lokal eingebürgert in Frankreich (Tison & Foucault 2014), Griechenland (Raab-Straube & Raus 2016), Italien (Galasso et al. 2018) und Kroatien (Hohla & Nikolić 2023).
 

Oenothera macrocarpa

Die Missouri-Nachtkerze, Oenothera macrocarpa (Syn.: O. missouriensis) ist im zentral-südlichen Nordamerika beheimatet. 
Sie wird als Zierstaude für Gärten und öffentliche Grünflächen seit spätestens 1811 genutzt (Jäger & al. 2008) und findet sich daraus selten verwildert oder verschleppt, so bei Maihingen und 2016 und 2017 bei Höferänger in Bayern (Adler & al. 2017, Meierott & al. 2024) und 2017 am Straßenrand bei Mehrnbach in Oberösterreich (Hohla 2018)
Subspontan weiters u.a. in England und 1913 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Oenothera mendocinensis

In Argentinien ist die Mendoza-Nachtkerze, Oenothera mendocinensis, beheimatet. Im Gebiet wird sie vorübergehend für Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Oenothera nocturna

Die Nachtduftende Nachtkerze, Oenothera nocturna, ist in Bolivien und Peru beheimatet und wird im Gebiet ehemals für Hamburg-Reiherstieg (Schmidt 1910) adventiv angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Oenothera odorata

In Chile und Argentinien ist die Duftende Nachtkerze, Oenothera odorata, beheimatet. 
Tagsüber sieht die Pflanze immer etwas welk aus, weshalb sie den Durchbruch in der heimischen Gartengestaltung nie geschafft hat. Abends aber zeigt sie ihre Schönheit und ihren Duft. Sie wird sehr selten als Zier- und Duftpflanze kultiviert, so in den Sorten `Apricot Delight´ oder `Sulphurea´. 
Subspontan wird sie im Gebiet 1894 für Hamburg (Höck 1901, Hand & Thieme 2023), 1937 für Bonn in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015) und 1910 für den Hafen Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Oenothera parviflora

Die nordamerikanische Kleinblütige Nachtkerze, Oenothera parviflora agg., wurde im Gebiet als Zierpflanze ab 1612 kultiviert und tritt im Gebiet zerstreut auf. 
In allen deutschen Bundesländern (Hand & Thieme 2023), so etwa 1970 am Güterbahnhof Leutkirch, in der nordbadischen Rheinebene und in der Freiburger Bucht in Baden-Württemberg (Dörr & Lippert 2004, Sebald & al. 1992), Güterbahnhof Sonthofen, 1965 Güterbahnhof Lindau-Reutin, Müllplatz Kaufbeuren, Altusried, Müllplatz Aitrang, Osterreinen, 2015 Gleisböschungen am Bahnhof Wiesthal, 2016 in einer Sandgrube bei Gansbach und 2017 Bahngelände in Augsburg in Bayern (Dörr & Lippert 2004, Bauer 2019), Osterheide in der Lüneburger Heide in Niedersachsen (Mertens & Kaiser 2005), Hafen Lahnstein in Rheinland-Pfalz (Hoffmann 2003) und in Dresden, Moritzburg, Cunnersdorf, Freiberg, Bischofswerda und Bautzen in Sachsen (Hardtke & al. 2013, Otto & al. 2010). In Österreich bei Tribuswinkel in Niederösterreich (Glaser & al. 2025, Sauberer & al. 2025) und Nordtirol (Glaser & al. 2025). Ein Beleg aus Oberösterreich wurde von Rostanski auf Oe. deflexa revidiert (Hohla & al. 2009), weshalb eine Fundangabe für Oberösterreich in Glaser & al. (2025) als irrig geführt wird. Fehlt in Osttirol (Pagitz & al. 2023). Vorkommen in Südtirol (FloraFaunaSüdtirol 2023) und mehrfach in der Schweiz, so im Kanton Aargau (Infoflora 2024), Wenslingen, Langenbruck, Lupsingen, Giebenach und Füllinsdorf im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft (Lüthi 2018), in den Kantonen Basel-Stadt, Bern, Genf, Graubünden, Luzern, Tessin, Thurgau, Waadt, Wallis und Zug (Infoflora 2024). Für den Kanton Zürich wird das Aggregat O. parviflora agg. für 21 Quadranten angegeben, die Fundmeldungen wurden aber auf Aggregatsniveau registriert (Wohlgemuth & al. 2020) und in Infoflora (2024) nicht akzeptiert. Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012), seit 1914 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1855 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 
Die Blüten sind bei dieser Art deutlich kleiner als bei O. biennis agg., doch ist zu beachten, dass bei O. biennis agg. die Blüten gegen Ende der Blütezeit auffällig kleiner werden und dann leicht mit O. parviflora verwechselt werden können (Düll & Kutzelnigg 2022).
 

Oenothera perennis

Nordamerikanisch ist auch die Zwerg-Nachtkerze, Oenothera perennis, die entgegen ihrem Namen manchmal auch nur zweijährig ist, wenn sie nährstoffreich steht. 
Ganz vereinzelt tritt sie verschleppt auf, so in Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023) und 2004 in Burgkirchen in Oberösterreich (Hohla 2011). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Oenothera rosea

In Nordamerika und Mexiko ist die Rosa Nachtkerze, Oenothera rosea, beheimatet. Sie ähnelt in der Blüte einem Weidenröschen, Epilobium, und im Laub dem Hexenkraut, Circaea, und zeigt damit deutlich die nahe Verwandtschaft dieser drei Gattungen. 
In Kultur findet sich auch die Hybride mit O. speciosa, die Oenothera ×arendsii heißt. Die Rosa Nachtkerze tritt im Gebiet vereinzelt verschleppt auf, so 2002 in Stuttgart-Hohenheim in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), verwildert im Botanischen Garten Braunschweig in Niedersachsen (Brandes & Nitzsche 2013), 1925 in Dortmund-Huckarde in Nordrhein-Westfalen (Bonte 1937, Hand & Thieme 2023) und 1910 in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1914, Hegi 1975, Hassler & Muer 2022). In Österreich in der Steiermark (Walter & al. 2002, Glaser & al. 2025) und im Botanischen Garten Wien (Walter & al. 2002, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1921 (Glaser & al. 2025)
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

Oenothera serrulata

In großen Teilen des zentralen Nordamerikas ist die Gewelltblättrige Nachtkerze, Oenothera serrulata, beheimatet. Adventiv wird sie im Gebiet 1930 und 1931 für den Hafen Köln-Deutz in Nordrhein-Westfalen (Hupke 1934) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Oenothera speciosa

Im nördlichen Mexiko und in den südwestlichen USA ist die Prächtige Nachtkerze, Oenothera speciosa, beheimatet. In Gartenkultur ist sie seit spätestens 1821 und findet sich heute in Sorten wie `Rosea´, `Siskiyou´ oder `Woodside White´ im Pflanzenhandel (Jäger & al. 2008)
Ihre grünen Pflanzenteile sind roh und gekocht genießbar, die Blüten dienen als Zierde für Süßspeisen oder den Tellerrand. Für das Taubenschwänzchen, Macroglossum stellatarum, können die Blüten zur tödlichen Falle werden. Grund dafür sind die dickwandigen Trichome im Blütenboden. Wenn ein Falter den Rüssel in diesen Bereich einführt, verhaken sich die Spitzen der Trichome in den Querrillen des Falterrüssels und behindern die Rückwärtsbewegung, infolgedessen die Falter lange Zeit festgehalten werden. Gleiches Phänomen kann etwa auch bei Mandevilla-Arten beobachtet werden. Aus dem Grund sollten diese Pflanzen bei uns nicht als Zierpflanzen gezogen werden.
 
Oenothera speciosa wird im Gebiet als Zierpflanze genutzt und tritt sehr selten verwildert oder verschleppt auf, so 1972 in Wangen bei Obermooweiler in Baden-Württemberg (Dörr & Lippert 2004) und 2011 in Leipzig-Schönau in Sachsen (Gutte & Fischer 2013). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1992) nicht geführt.
Subspontan u.a. 1878 auch in Belgien (Seebens & al. 2017, Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021) und in Frankreich (Seebens & al. 2017).
 

Oenothera stricta

In Chile und Argentinien ist die Chile-Nachtkerze, Oenothera stricta, beheimatet. Sie wird sehr selten als Zierpflanze genutzt, findet sich aber in relativ vielen Ländern der Erde verschleppt. Im Gebiet adventiv angegeben für Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2023), 2012 Neukloster in Mecklenburg-Vorpommern (Henker & Kiesewetter 2018), 1937 für die Kölner Straße Bonn in Nordrhein-Westfalen (Hupke 1938, Hand & Thieme 2023), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023) und 1950 für Leipzig-Gohlis und 1967 für Leipzig-Möckern in Sachsen (Gutte 2006).
 

 

Oenothera suffrutescens

Die Verholzende Prachtkerze, Oenothera suffrutescens (Syn.: Gaura coccinea), ist in Nordamerika und im nördlichen Mittelamerika weit verbreitet und wird im Gebiet 1937 für die Kölner Straße in Bonn in Nordrhein-Westfalen angegeben (Hupke 1938, Gorissen 2015). Auffallend, dass auch eine zweite Art, Oenothera stricta, für das gleiche Jahr und den gleichen Ort angegeben wird. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2022) nicht geführt.
 

Oenothera villosa

In großen Teilen Nordamerikas ist die Graublättrige Nachtkerze, Oenothera villosa, beheimatet. Sie wird aus dem Gebiet mehrfach gemeldet, so aus Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2023), 2005 Deponiegelände bei Trunstadt und 1971 Müllplatz bei Schongau in Bayern (Meierott & al. 2024), um 1958 beim Teufelssee in Berlin-Grunewald (Scholz & Sukopp 1960), Hamburg (Hand & Thieme 2023), Mecklenburg-Vorpommern (Hand & Thieme 2023) und Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023). Fundmeldungen für Berlin, Brandenburg und Sachsen werden in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als irrig geführt. Subspontan 1875 auch im europäischen Russland (Seebens & al. 2017) und 1920 in der Slowakei (Seebens & al. 2017).
 

Quellen

Adler B., Adler J. & Kunzmann G. (2017): Flora von Nordschwaben – Arbeitsgemeinschaft Flora Nordschwaben e. V. – Deiningen, 813 S.

Bauer J. (2019): Notizen zur Flora des Allgäus aus dem Jahr 2018. – Mitt. Naturwiss. Arbeitskreises Kempten/Allgäu 54: 33 – 50.

BBV–Bochumer Botanischer Verein (2024): Beiträge zur Flora Nordrhein-Westfalens aus dem Jahr 2023 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 15: 185-232.


Böcker R., Hofbauer R., Maass I., Smettan H. & Stern F. (2017): Flora Stuttgart; 732 S.

Bonte L. (1930): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Verh. D. naturh. Ver. D. preuß. Rheinlande und Westfalens 86: 141−255.

Bonte L. (1937): Beiträge zur Adventivflora des rheinisch-westfälischen Industriegebietes 1930-1934 – Decheniana 94: 107-142.

Brandes D. & Nitzsche J. (2013): Verwilderungen von kultivierten Arten im Freiland des Botanischen Gartens Braunschweig – Braunschweiger Geobotanische Arbeiten 10: 1–27.

Breitfeld M. & H.-D. Horbach 2013: Interessante Funde aus Nordostbayern. – Ber. Bayer. Bot. Ges. 83: 169-174.

Brodtbeck T., Zemp M., Frei M., Kienzle U. & D. Knecht (1998): Flora von Basel und Umgebung, vor 1950/60 nachgewiesene Adventivarten. Band 3. — Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel.

Buhr C., Herrmann A., Nogatz T. & Kummer V. (2016): Beitrag zur Flora des Potsdamer Stadtgebietes V – Verh. Bot. Ber. Berlin-Brandenburg 149: 73–134.

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

Christiansen D.N. (1929): 1928 beobachtete Adventivpflanzen – Jahresbericht des Naturwissenschaftlichen Vereins Altona 1929: 65-71.

Dörr E. & Lippert W. (2004): Flora des Allgäus und seiner Umgebung Band 2 – IHW-Verlag Eching, 752 S.

Düll R. & H. Kutzelnigg (2022): Die Wild- und Nutzpflanzen Deutschlands. 9. erw. Aufl. – Wiebelsheim. 948 S.

Essl F. & Rabitsch W. (2002): Neobiota in Österreich. – Wien, Umweltbundesamt; 432 S.

Fischer M., Oswald K. & Adler W. (2008): Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol; 3., verb. Aufl. der „Exkursionsflora von Österreich“ (1994). – Linz: OÖ Landesmuseum; 1392 pp.

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Galasso G., Conti F., Peruzzi L., Ardenghi N.M.G., Banfi E. & Celesti-Grapow L. (2018): An updated checklist of the vascular flora alien to Italy. — Pl. Biosyst. 152: 556–592.


Gederaas L., Loennechen Moen T., Skjelseth S. & Larsen L.-K. (2012): Alien species in Norway, with the Norwegian Black List - http://www.scales-project.net/NPDOCS/
AlienSpeciesNorway_2012_scr_9C0ee.pdf

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.


Gorissen I. (2015): Flora der Region Bonn (Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis) – Decheniana-Beiheft 40. Bonn, 605 Seiten.

Gregor T. (2013): Fundmeldungen. Neufunde-Bestätigungen-Verluste – Botanik und Naturschutz Hessen 26: 206-213.

Gutte P. & Fischer J. (2013): Floristische Neufunde von 2008 bis 2010 aus Nordwest-Sachsen – Sächsische Floristische Mitteilungen 15: 45-50.

Haeupler H. & Muer T. (2000): Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands – Ulmer, Stuttgart. 759 S.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hardtke H.-J., Klenke F. & Müller F. (2013): Flora des Elbhügellandes und angrenzender Gebiete – Sandstein-Verlag Dresden. 718 S.

Hassler M. & Muer T. (2022): Flora Germanica – Bildatlas der Farn- und Gefäßpflanzen Deutschlands. 2 Bände.

Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 2). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 679−1584.

Henker H. & H. Kiesewetter (2018): Die Nachtkerzen-Flora (Gattung Oenothera L.) von Mecklenburg-Vorpommern – Bot. Rundbr. Mecklenb.-Vorpommern 55: 3-137.

Höck F. (1901): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, IV. Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 10: 284-300.

Hoffmann H. (2003): Archäophyten, Neophyten, unbeständige und häufig kultivierte Pflanzenarten im nördlichen Rheinland-Pfalz. – Decheniana 156: 217–243.

Hohla M. (2011): Cardamine corymbosa (Brassicaceae) und Bromopsis (Bromus) riparia (Poaceae) – neu für Österreich sowie weitere Beiträge zur Adventivflora von Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg – Neilreichia 6: 55–79.

Hohla M. (2018): Artemisia gilvescens, Oenothera macrocarpa und Pseudosasa japonica- neu für Österreich, sowie weitere Beiträge zur Adventivflora von Oberösterreich und der Steiermark – Neilreichia 9: 143–159.

Hohla M. & G. Király (2024): Aloë vera, Baptisia australis und Ginkgo biloba neu für Österreich und weitere floristische Beiträge – Stapfia 118: 69-89.


Hohla M. & Nikolić T. (2022): Three new alien species in the flora of Croatia. — Glasn. Hrvatsk. Bot. Društva 10(1-2): 87–90.

Hohla M., G. Pflugbeil & G. Kiraly (2025): Aronia ×prunifolia, Narcissus ×medioluteus, Patrinia scabiosifolia und Thunbergia alata neu für Österreich und weitere floristische Beiträge – Stapfia 119: 15−24.

Hohla M., Stöhr O., Brandstätter G., Danner J., Diewald W., Essl F., Fiederer H., Grims F., Höglinger F., Kleesadl G., Kraml A.G., Lenglachner F., Lugmair A., Nadler K., Niklfeld H., Schmalzer A., Schratt-Ehrendorfer L., Schröck C., Strauch M. & Wittmann H. (2009): Katalog und Rote Liste der Gefäßpflanzen Oberösterreichs. – Stapfia 91: 1–324.

Hupke H. (1934): Adventiv- und Ruderalpflanzen der Kölner Güterbahnhöfe, Hafenanlagen und Schuttplätze – Wissenschaftliche Mitteilungen des Vereins für Natur- und Heimatkunde in Köln a. Rhein 1(3): 71-89.

Hupke H. (1938): Adventiv- und Ruderalpflanzen der Kölner Güterbahnhöfe, Hafenanlagen und Schuttplätze. 1. Nachtrag – Repertorium specierum novarum regni vegetabilis XV. Beihefte CI: 187-204.

 



Infoflora (2024): Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora – https://www.infoflora.ch/de/

Janchen E. (1956–1960): Catalogus Florae Austriae, Wien.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.


Klotz J. (2014): Cynodonnlem fuensis, Euonymus verrucosus und andere sehr seltene Neophyten – Hoppea, Denkschr. Regensb. Bot. Ges. 74: 87–94.

Krausch H.-D. (2003): Kaiserkron und Päonien rot - Von der Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen – Dölling und Galitz-Verlag. 536 S.

Kummer V. & C. Buhr (2006): Beitrag zur Flora des Potsdamer Stadtgebietes II - Verh. Bot. Ver. Berlin Brandenburg 139: 79-133.

Lippert W. & Meierott L. (2014) – Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Bayerische Botanische Gesellschaft, München, 407 S.

Lüthi R. (2018): Flora des Oberbaselbiets 2012−2015, Östlicher Teil des Kantons Basel-Landschaft, Schweiz, Verlag Basel-Landschaft, 848 S.

Lutz F. (1910): Zur Mannheimer Adventivflora seit ihrem ersten Auftreten bis jetzt – Mitt. d. Badischen Landesvereins f. Naturkunde 247/248: 365–376.

Medvecká J., Kliment J., Májeková J., Halada Ľ., Zaliberová M., Gojdičová E., Feráková V. & Jarolímek J. (2012): Inventory of the alien flora of Slovakia. – Preslia 84: 257–309.

Meierott L. (2008): Flora der Haßberge und des Grabfeldes – Neue Flora von Schweifurt. 2 Bände, IHW-Verlag, Eching.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Mertens D. & Kaiser T. (2005): Zweiter Nachtrag zur Florenliste für das Naturschutzgebiet „Lüneburger Heide“ – Flor. Notizen aus der Lüneburger Heide 13: 9–20.

Meyer H. (1955): Zur Adventivflora von Harburg, Wilhelmsburg und Umgebung – Harburg, Jahrb. 5: 96−128.

Müller K. (1935): Beiträge zur Kenntnis der eingeschleppten Pflanzen Württembergs - Mitteilungen des Vereins für Naturwissenschaften und Mathematik Ulm 21: 29-77.

NetPhyD (2013): Netzwerk Phytodiversität Deutschlands e. V. – Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Bonn. 912 S.

Otto H.-W. (2012): Die Farn- und Samenpflanzen der Oberlausitz. Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz, Supplement zu Band 20, Görlitz.

Otto H.-W., Gebauer P. & Hardtke H.-J. (2010): Floristische Beobachtungen 2009 in Oberlausitz und Elbhügelland – Ber. d. naturforsch. Gesel. d. Oberlausitz 18: 63-82.

Pagitz K., O. Stöhr, M. Thalinger, I. Aster, M. Baldauf, C. Lechner-Pagitz, H. Niklfeld, L. Schratt-Ehrendorfer & P. Schönswetter (2023): Rote Liste und Checkliste der Farn- und Blütenpflanzen Nord- und Osttirols – Natur in Tirol, Band 16.

Pflugbeil G. & Moosbrugger K. (2016): Floristische Besonderheiten in der Stadt Salzburg und ihren Umlandgemeinden – Mitt. Haus der Natur 23: 58–71.

Pyšek P., Danihelka J., Sádlo J., Chrtek J. jr., Chytrý M., Jarošík V., Kaplan Z., Krahulec F., Moravcová L., Pergl J., Štajerová K. & Tichý L. (2012): Catalogue of alien plants of the Czech Re­public (2nd edition): checklist update, taxonomic diversity and invasion patterns. – Preslia 84: 155–255.

Raab-Straube E. von & Raus T. (Eds.) (2016): Euro+Med-Checklist Notulae 6. — Willdenowia 46: 423–442.


Sauberer N., Prinz M. A. & Till W. (2025): Nachträge und Korrekturen zur Flora von Traiskirchen (V): Iris orientalis, Nicotiana sylvestris und weitere neue Arten für die Neophytenflora von Österreich und Niederösterreich. Biodiversität und Naturschutz in Ostösterreich - BCBEA 8/2: 102–114.

Schmidt J. (1910): Neue Ergebnisse der Erforschung der Flora von Hamburg und Umgebung – Allgemeine botanische Zeitschrift für Systematik, Floristik, Pflanzengeographie 16: 134-138.

Scholz H. & H. Sukopp (1960): Zweites Verzeichnis von Neufunden höherer Pflanzen aus der Mark Brandenburg und angrenzenden Gebieten – Verhandlungen des Botanischen Vereins der Provinz Brandenburg 98/100: 23-49.

Sebald O., Seybold S. & G. Philippi (1992): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 4: Haloragaceae bis Apiaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Seebens H., Blackburn T. M., Dyer E. E., Genovesi P., Hulme P. E., Jeschke J. M., Pagad S., Pyšek P., Winter M., Arianoutsou M., Bacher S., Blasius B., Brundu G., Capinha C., Celesti-Grapow L., Dawson W., Dullinger S., Fuentes N., Jäger H., Kartesz J., Kenis M., Kreft H., Kühn I., Lenzner B., Liebhold A., Mosena A. (2017): No saturation in the accumulation of alien species worldwide. Nature Communications 8(2).

Seitz B., Ristow M., Prasse R., Machatzi B., Klemm G., Böcker R. & Sukopp H. (2012): Der Berliner Florenatlas – Verhandlungen des Bot. Vereins von Berlin und Brandenburg, Beiheft 7.

Stöhr O., Pilsl P., Staudinger M., Kleesadl G., Essl F., Englisch Th., Lugmair A. & Wittmann H. (2012): Beiträge zur Flora von Österreich, IV – Stapfia 97: 53–136.

Thellung A. (1915): Beiträge zur Adventivflora der Schweiz (II) – Mitteilungen aus dem botanischen Museum der Universität Zürich.

Tison J.-M. & de Foucault B. (2014): Flora Gallica. — Société botanique de France, Biotope Éditions, Mèze.


Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be

Wagner W.L., Hoch P.C. & P.H. Raven (2007): Revised Classification of the Onagraceae.

Wohlgemuth T., Del Fabbro C., Keel A., Kessler M. & M. Nobis (2020): Flora des Kantons Zürich. Zürcherische Botanische Gesellschaft. Haupt-Verlag, Bern.

Wünsche A. E., Gebauer P., Hardtke H.-J. & H.-W. Otto (2020): Bemerkenswerte floristische Beobachtungen 2019 in Oberlausitz und Elbhügelland – Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz 29: 159-172.

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.  

Zimmermann F. (1914): Neue Adventiv- und neue Kulturpflanzen nebst einigen neuen Pflanzenformen der Pfalz – Pfälzische Heimatkunde X: 7-10.