Nierembergia

Weißbecher, Nachtschattengewächs, Solanaceae

Gattung:

Nierembergia umfasst etwa 23 amerikanische Arten (Kew 2023) mit Mannigfaltigkeitszentrum im südlichen und westlichen Südamerika.
 

Nierembergia scoparia 

Strauch-Weißbecher,
Nierembergia scoparia  
Nachtschattengewächs, Solanaceae

 

Steckbrief:

Bis 40 cm hoher Halbstrauch mit linealischen, 1−3 mm breiten, vorne zugespitzten, nadelartigen Blättern und lila, purpurnen, weißen oder rosa, etwa 3 cm breiten, fünfzähligen Blüten. Kronblätter sich randlich überdeckend. Blütezeit Juli bis September.
 

Name:

Zu Ehren des spanischen Geistlichen und Naturhistorikers mit deutschen Eltern Juan Eusebio Nieremberg (1595–1658) benannt. Nieremberg war Jesuit, Mystiker, Naturhistoriker und Professor für Naturgeschichte in Madrid (Burkhardt 2018). Er war Lehrer für die Heilige Schrift am Jesuitenseminar in Madrid und wurde in frommen Kreisen aufgrund seiner Abhandlungen über Jesus hochgeschätzt.
 

Heimat:

Nordargentinien, Uruguay, Südbrasilien.
 

Nutzung:

Zierpflanze für Blumenrabatten und Tröge, meist einjährig kultiviert. In wenigen Sorten wie `Mont Blanc´ mit weißen Blüten und gelber Mitte oder `Purple Robe´ mit purpurrosa Blüten. Die Art ist seit dem 19. Jahrhundert in gärtnerischer Kultur.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
1909 adventiv für den Hafen von Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz angegeben (Zimmermann 1913, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 4). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.