Myrica pensylvanica
Pennsylvanischer Gagel,
Myrica pensylvanica
(Syn.: Morella pensylvanica)
Gagelstrauchgewächs, Myricaceae
Steckbrief:
Bis 2 m hoher, zweihäusiger Strauch mit rutenartigen, hellgrau behaarten Zweigen und elliptischen bis verkehrt-eilanzettlichen Blättern, diese im oberen Teil wenig und flach gezähnt. Weibliche Blüten in kurzen Kätzchen, männliche blüten in langen, grünlich-rötlichen Kätzchen. Früchte ca. 3 mm groß, ohne Hochblätter, dick weißlich wachsig. Blütezeit April bis Mai.
Heimat:
Östliches Nordamerika. Die Art verfügt über Wurzelknöllchen, die stickstofffixierende Mikroorganismen enthalten.
Nutzung:
Ehemals sehr selten als Ziergehölz genutzt. Im Ursprungsgebiet als Schutz von landwirtschaftlichen Kulturen, die an Küsten die Salzwassergischt nicht vertragen, angepflanzt (Mansfeld & al. 1986). Die Früchte können zur Herstellung eines Wachses für die Kerzenproduktion verwendet werden. Die frühen amerikanischen Kolonisten kochten sie, um das süß duftende Wachs zu extrahieren. Die daraus hergestellten Kerzen brennen sauber ab (Brand 2010).
Ausbreitung:
Seit etwa 1727 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014) und im 19. Jahrhundert nach Deutschland gekommen.
DEUTSCHLAND:
1893 in Kalkwerder bei Schwerin und 1925 in einer Pflanze im Weißen Moor bei Grabow in Mecklenburg-Vorpommern (Fukarek & Henker 2005). Im Weißen Moor 1962 bereits etwa 10m² einnehmend und gegenwärtig dort etabliert (Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021).