Musa

Banane, Bananengewächs, Musaceae

Gattung:

Musa umfasst etwa 83 Arten (Kew 2024) in Südost-Asien und Nordost-Australien.
 

Musa basjoo 

Faser-Banane,
Musa basjoo  
Bananengewächs, Musaceae

 

Steckbrief:

Bis 4 m hohe Großstaude mit einem Scheinstamm aus Blattscheiden und hellgrünen, riesigen, bis 2 m langen, schmal-ovalen Blattspreiten. Blüten eingeschlechtig, aber zusammen auf einer Pflanze, cremefarben. Tragblätter braunrot. Früchte bis 5 cm lang, ungenießbar. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Heimat:

Südost-China. Durch Seefahrer schon früh nach Japan gekommen und dort wie ursprünglich wirkend, daher auch der geläufige Name Japanische Banane.
 

Nutzung:

Als Besonderheit in sehr geschützten Lagen im Weinbauklima kultiviert. Die Blätter sind bis -4°C winterhart, die Wurzeln bis -12°C. Die Sorte `Sachalin´ ist kleiner und später treibend, stammt aber nicht aus Sachalin (Jäger & al. 2008). In Ostasien wird die Art als Faserpflanze kultiviert.
 

Ausbreitung:

In Europa seit spätestens 1890 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008). Die Art bildet durch unterirdische Rhizome Pflanzengruppen.
DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH:
2023 zwischen einem Acker und einem Waldstück im Ortsteil Forst bei Wundschuh in der Steiermark gefunden. Mehrere Pflanzen verteilt auf mehrere Quadratmeter und hier scheinbar schon zumindest einen Winter ausharrend. Das Vorkommen dürfte auf Gartenabfallentsorgung zurückgehen (Griebl 2023). Die Faser-Banane wird in der südlichen Steiermark nicht selten in Gärten gezogen. Eine Verwilderung stellt das Vorkommen nicht dar, weil keine selbstständige Ausbreitung erkennbar ist. Erwähnenswert ist der Fund aber allemal. Bei einer Nachkontrolle des Vorkommens am 22. Februar 2024 musste festgestellt werden, dass alle Bananen erfroren und bis zum Grund verfault waren. In der aktuellen Neophytenliste Österreichs (Glaser & al. 2025) wird ein weiterer steirischer Fund von Essl & Follak aus dem Jahr 2022 angegeben. Außerdem 2024 subspontan im Steinbruch Rhomberg in Vorarlberg (Janke 2026).


SCHWEIZ: ---
 

 

Quellen

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.

Griebl N. (2023): Musa basjoo verwildert? - Musa basjoo verwildert? - Forum Flora Austria (flora-austria.at)



Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Janke L. H. (2026): Charakterisierung und Relevanz von Deponiestand orten als AusbreitungsHotspots gebietsfremder Pflanzenarten am Beispiel des Landes Vorarlberg (Österreich) ForschOn_2026_145_0001-0059.pdf


Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science