Momordica

Balsamgurke, Kürbisgewächs, Cucurbitaceae

Gattung:

Momordica umfasst etwa 50 Arten (Kew 2023), die im tropischen und subtropischen Afrika, in Asien und Australien beheimatet sind.
 

Momordica balsamina 

Balsamgurke,
Momordica balsamina  
Kürbisgewächs, Cucurbitaceae

 

Steckbrief:

Bis zu 3 m lange bzw. hohe, krautige, einjährige bis kurzlebig ausdauernde, unangenehm riechende Kletterpflanze mit kantigem Stängel und handförmig geteilten, feigenblattähnlichen bis zaunrübenblattähnlichen Blattspreiten. Blüten eingeschlechtig mit weißer oder gelber Krone und zur Reife orangen bis roten, höckrigen Früchten. Darin zahlreiche elliptische Samen. Blütezeit im Gebiet nicht bekannt.
 

Heimat:

Afrika südlich der Sahara und Arabische Halbinsel.
 

Nutzung:

Die Früchte und Blätter werden als Seifenersatz verwendet, gekocht auch gegessen, vor allem die rote Pulpe der Früchte.
 

Ausbreitung:

In den tropischen Regionen Asiens, Australiens und Amerikas subspontan. Die Balsamgurke wurde 1568 in Europa eingeführt und medizinisch zur Behandlung von Wunden eingesetzt. Thomas Jefferson kultivierte die Balsamgurke 1810 in Monticello in Virginia.
DEUTSCHLAND:
1888 unbeständig am Neckar bei Heidelberg in Baden-Württemberg angegeben (Zimmermann 1910, Hegi 2008, Hand & Thieme 2023) und in Nordrhein-Westfalen (Hassler & Muer 2022). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1990) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hassler M. & Muer T. (2022): Flora Germanica – Bildatlas der Farn- und Gefäßpflanzen Deutschlands. 2 Bände.

Hegi G. (2008): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 6 (Teil 2A). 2.Aufl. – Weißdorn-Verlag Jena.

 



Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Sebald O., Seybold S. & G. Philippi (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 2: Hypericaceae bis Primulaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11−171.