Mitella

Bischofskappe, Steinbrechgewächs, Saxifragaceae

Gattung:

Mitella umfasst im gärtnerischen Sinn etwa 20 Arten, die in Ostasien und Nordamerika beheimatet sind. Nachdem die Gattung in dieser traditionellen Sichtweise polyphyletisch ist, wurde sie in die Gattungen Asimitellaria, Brewerimitella, Conimitella, Mitellastra, Ozomelis und Pectiantia aufgespaltet, sodass nur 2 Arten bei Mitella verbleiben, M. diphylla und M. nuda (Kew 2023). In dieser Arbeit wird Mitella vorerst noch im traditionellen Umfang geführt.
 

Mitella pentandra

Fünfmännige Bischofskappe,
Mitella pentandra
(= Pectiantia pentandra)  
Steinbrechgewächs, Saxifragaceae

 

Steckbrief:

Bis 40 cm hohe Staude mit herzförmigen, 5−9-lappigen, kahlen Blättern und Blütenständen mit 6−25 kleinen, außergewöhnlichen, fünfzähligen Blüten. Kelchblätter dreieckig, gespreizt oder zurückgebogen, Kronblätter grünlich, in 6−10 kammartig angeordnete Segmente auslaufend. Staubblätter 5. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Name:

Per Axel Rydberg benannte Mitella pentandra 1905 in Pectiantia pentandra um und bezog sich beim neuen Gattungsnamen auf die kammartige Struktur der Kronblätter (lat. pectinarius = Kamm).
 

Heimat:

Westliches Nordamerika.
 

Nutzung:

Wegen ihrer eigenartigen Blüten vor allem in Botanischen Gärten kultiviert und dort gelegentlich verwildernd.
 

Ausbreitung:

William Jackson Hooker benannte 1829 Mitella pentandra nach Pflanzen, die aus Samen gezogen wurden, die Thomas Drummond im Norden Nordamerikas gesammelt hat.
DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Ehemals verwildert im Botanischen Garten Zürich (Landolt 2001). Die Art wird in der „Flora von Zürich“ (Wohlgemuth & al. 2020) nicht genannt.

 
 
 
Weitere Art:

Mitella diphylla

Im östlichen Nordamerika ist die Gegenblättrige Bischofskappe, Mitella diphylla, beheimatet. Sie spielt in der heimischen Gartengestaltung praktisch keine Rolle, wird aber ehemals im Gustavsgarten Ludwigslust in Neukloster in Mecklenburg-Vorpommern (Hahn 1906) verwildert angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Quellen

Hahn K. (1906): Flora von Neukloster – Archiv der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg 60: 106-138.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Landolt E. (2001): Flora der Stadt Zürich (1984–1998) Band 1 – Springer Verlag Basel. 711 S.

Wohlgemuth T., Del Fabbro C., Keel A., Kessler M. & M. Nobis (2020): Flora des Kantons Zürich. Zürcherische Botanische Gesellschaft. Haupt-Verlag, Bern.