Mimulus

Gauklerblume, Gauklerblumengewächs, Phrymaceae

Gattung:

Mimulus umfasst aktuell etwa 7 Arten (Kew 2023). Früher umfasste die Gattung rund 160 Arten. Molekulare Studien von Beardsly & Olmstead (2002) zeigten, dass Mimulus in seiner traditionellen Umschreibung nicht monophyletisch ist. Barker & al. (2012) bestätigten dies mittels phylogenetischer Daten und ordneten die meisten Arten anderen Gattungen zu. 111 Arten kamen zur Gattung Erythranthe, 46 zu Diplacus. Nur 7 Arten verblieben bei Mimulus.
 

Mimulus ringens 

Blaue Gauklerblume,
Mimulus ringens  
Gauklerblumengewächs, Phrymaceae

 

Steckbrief:

Bis 60 cm hohe, kahle Staude mit gegenständigen, lanzettlichen Blättern und lila bis lavendelblauer, zweiseitig-symmetrischen Blüten. Unterlippenmittellappen violett gezeichnet, zum Blütenschlund hin gelblich. Blütezeit Juni bis Juli.
 

Nutzung:

Zierpflanze, vor allem für Gartenteiche und Sumpfbeete.
 

Ausbreitung:

Beheimatet im östlichen und zentralen Nordamerika. Im Gebiet vereinzelt subspontan.
DEUTSCHLAND:
So 1991 am Tümpelrand im Steinbruch bei Tauperlitz im Fichtelgebirge, 1998 Sandgrube bei Sendelbach nahe Rentweinsdorf, 1996 bei Mailing, 2011 bis 2015 Weiher Entrischenbrunn, 2003 an der Isar, 2017 alte Fischteiche am Vögelebach bei Itzlishofen, 2004 in Dachau und 2004 in den Winzer Letten in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Zahlheimer 2004, Meierott & al. 2024), 2013 in Bergen-Belsen in Niedersachsen (Langbehn & Gerken 2014), Bochum-Wiemelhausen in Nordrhein-Westfalen (BBV 2009) und 2019 bei Riesa in Sachsen (Wünsche & al. 2020). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1991 im Fichtelgebirge (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
2022 bei Matzendorf-Hölles im Wiener Becken Niederösterreichs (Stefanik 2022) und 2009 in Kirchdorf am Inn und 2014 im Mündungsbereich des Gurtenbaches in Reichersberg in Oberösterreich (Hohla 2009, Hohla 2022).
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und in den Niederlanden (FLORON 2021).

 

Quellen

Barker W.R., Nesom G.L., Beardsley P.M. & Fraga N.S. (2012): A taxonomic conspectus of Phrymaceae: A narrowed circumscription for Mimulus, new and resurrected genera, and new names and combinations.  Phytoneuron 39: 1-60.

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2009): Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen im Bochum-Herner Raum (Nordrhein-Westfalen) im Jahr 2009 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver.1: 164–176.

Beardsley P.M. & Olmstead R.G. (2002): Redefining Phrymaceae: the placement of Mimulus, tribe Mimuleae, and Phryma. Am. J. Bot. 89(7): 1093-1102.

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Hohla M. (2009): Bromus pumpellianus, Mimulus ringens und Poa bigelovii – neu für Österreich sowie weitere Beiträge zur Kenntnis der Flora des InnviertelsBeitr. - Naturk. Oberösterreichs 19: 151-175.

Hohla M. (2022): Flora des Innviertels – Stapfia 115, 720 S., unter besonderer Mitwirkung von F. Grims†, R. Krisai†, P.A.Kraml, S. Kellerer, G. Kleesadl, G. Pflugbeil, P. Pilsl, J. Samhaber, C. Schröck, J.A. Stemper, O. Stöhr & W. Zahlheimer.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Langbehn H. & Gerken R. (2014):Neues zur Flora des Landkreises Celle 2013 – Flor. Notizen aus der Lüneburger Heide 22: 11–15.

Lippert W. & Meierott L. (2018): Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Vorarbeiten zu einer neuen Flora von Bayern. 251 S.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Stefanik G. (2022): Unbekanntes aus Feuchtgebiet Wiener Becken - http://forum.flora-austria.at/viewtopic.php?f=4&t=3593

Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be

Wünsche A. E., Gebauer P., Hardtke H.-J. & H.-W. Otto (2020): Bemerkenswerte floristische Beobachtungen 2019 in Oberlausitz und Elbhügelland – Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz 29: 159-172.

Zahlheimer W. (2004): Liste unbeständiger bzw. nicht oder noch nicht etablierter Farn- und Blütenpflanzen in Niederbayern. http://flora-niederbayern.de/unbestaendige_liste.html