Maurandya

Kletterlöwenmaul, Wegerichgewächs, Plantaginaceae

Gattung:

Maurandya umfasst 2 Arten (Kew 2024), die in Mexiko und Mittelamerika beheimatet sind. Früher wurden mehrere Arten innerhalb Maurandya geführt, die heute meist in anderen Gattungen wie Maurandella oder Epixiphium untergebracht sind (Kew 2024).
 

Maurandya barclayana

Kletterlöwenmaul,
Maurandya barclayana
(Syn.: Asarina barclayana, Maurandia barclayana
Wegerichgewächs, Plantaginaceae

 

Steckbrief:

Bis 2 m hohe, ausdauernde, bei uns durchwegs einjährig gezogene Kletterpflanze mit efeuartigen, dreieckig zugespitzten Blättern und 3−4,5 cm großen, violetten, im Schlund weißen Blüten. Kronlappen kürzer als die Kronröhre. Blütezeit Juli bis Oktober.
 

Name:

Der Gattungsname Maurandya ehrt Catalina Pancratia Maurandy, die Frau von Agostin Juan y Poveda (1770−1854), einem spanischen Professor der Botanik und Direktor des Botanischen Gartens in Cartagena. Maurandy half ihrem Mann bei den wissenschaftlichen Arbeiten und Pflanzenbestimmungen und wirkte u.a. beim Werk 'Systema botanicum Linnaeano-anomalisticum' von Vicente Alfonso Lorente mit (Burkhard 2018). Die Gattung wurde 1797 von Casimiro Gómez Ortega aufgestellt.
Der Artbeiname ehrt Robert Barclay (1751−1830), einem englischen Brauer, der einen großen Garten auf Bury Hill in London besaß und ein bedeutender Förderer der Botanik und Gartenkultur war. Barclay war mit dem Botaniker Nathaniel Wallich befreundet, der nach ihm auch die Gattung Barclaya aus der Familie der Seerosengewächse benannte (Burkhard 2018).

 

Heimat:

In den Bergregionen Mexikos von 1500 bis 2400 m Seehöhe.
 

Nutzung:

Seit spätestens dem 19. Jahrhundert als Zierpflanze. Sie wird im Gebiet meist einjährig gezogen.
 

Ausbreitung:

Die Art wurde 1825 von Robert Barclay in England eingeführt.
DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
1903 vorübergehend beim Hardplatz in der Stadt Zürich (Wohlgemuth & al. 2020).

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf



Kew (2024): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Wohlgemuth T., Del Fabbro C., Keel A., Kessler M. & M. Nobis (2020): Flora des Kantons Zürich. Zürcherische Botanische Gesellschaft. Haupt-Verlag, Bern.