Name:
Zu Ehren des spanischen Juristen und Geistlichen Thomás López Medel (ca. 1520–1582) benannt. López Medel wurde 1552 nach Yucatan entsandt, um dort als Richter Streitigkeiten zwischen spanischen Eroberern, Franziskanermönchen und Maya-Indianern zu glätten. Er beschrieb aus der Sicht des Europäers die dortigen Menschen, die Sozialgeschichte, Wirtschaft, Religion und die Natur (Burkhardt 2018).
Heimat:
Mexiko, Guatemala, El Salvador.
Nutzung:
Selten als einjährige Zierpflanze.
Ausbreitung:
In Europa seit spätestens 1804 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008).
DEUTSCHLAND:
Unbeständig, so angegeben 1906 für Mannheim und 2020 für Hohenheim in Baden-Württemberg (Hegi 1975, Böcker in: Breitfeld & al. 2021), 1863 für Arnswalde in Brandenburg (Hegi 1975, Hand & Thieme 2023), ehemals für die Frankfurter Straße in Kassel in Hessen (Taute 1907, Hand & Thieme 2023), 1899 für Bernburg in Sachsen-Anhalt (Zschacke 1901, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023) und für Thüringen (Hassler & Muer 2022).
ÖSTERREICH:
1946 im Botanischen Garten Graz in der Steiermark (Hamburger 1948, Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und in den Niederlanden (FLORON 2021).