Limnanthes

Sumpfblume, Sumpfblumengewächs, Limnanthaceae

Gattung:

Limnanthes umfasst etwa 7 Arten (Kew 2023) im westlichen Nordamerika mit Mannigfaltigkeitszentrum in Kalifornien.
 

Limnanthes douglasii 

Douglas-Sumpfblume,
Limnanthes douglasii 
Sumpfblumengewächs, Limnanthaceae

 

Steckbrief:

5–20 cm hohe, kahle Einjährige mit 20–40 cm langen, niederliegend-ausgebreiteten Stängeln und wechselständigen, fiederspaltigen, fleischigen Blättern. Blüten duftend, einzeln in den Blattachseln, 2–3,5 cm im Ø. Kronblätter weiß mit gelbem Grund, keilförmig, vorne tief ausgerandet. Blütezeit Juni bis August.
 

 

Name:

Der Artbeiname ehrt den schottischen Gärtner und Pflanzensammler David Douglas (1799–1834), der die Pflanze von seiner Kalifornienreise im Jahr 1832 nach Europa brachte. Nach Douglas sind u.a. auch die Douglasie, Pseudotsuga menziesii, der Oregon-Weißdorn, Crataegus douglasii und die Gattung Douglasia aus der Familie der Primelgewächse benannt.
 

Nutzung:

Zier-, Duft- und Gemüsepflanze. In mehreren Sorten wie `Grandiflora´ mit großen Blüten, `Sulphurea´ mit rein gelben Kronblättern, `Nivea´ mit weißen Kronblättern und `Rosea´ mit rosa geaderten Kronblättern. Die meisten Sorten sind nichts anderes als die natürlich auftretenden Unterarten. Die Pflanze schmeckt kresseartig. In ihren Samen stecken wertvolle Öle, sie ähneln in ihrer chemischen Zusammensetzung denen des Jojoba-Öls.
 

Ausbreitung:

Beheimatet in 6 Unterarten im westlichen Nordamerika. In Mitteleuropa seit dem Jahr 1833 in Kultur bekannt (Jäger & al. 2008) und gegenwärtig selten in Blumenrabatten, auf Gräbern und als Gemüsepflanze genutzt. Selbstaussaat kommt regelmäßig vor, auch in Rasen. Vereinzelt und unbeständig im Gebiet subspontan.
DEUTSCHLAND:
Unbeständig und vorübergehend, so 2003 in Stuttgart-Hohenheim in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2018 in Frankfurt-Sossenheim in Hessen (Gregor 2020), 1908 in einem Graben in Speyer in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2023) und 1915 in Nöda in Thüringen (Reinecke 1919, Zündorf & al. 2006).
ÖSTERREICH: 
Sehr vereinzelt, so 2025 in Traiskirchen in Niederösterreich (Sauberer & al. 2025), auf den Friedhöfen Riedau, Geinberg, St. Martin im Innkreis, Mehrnbach, Mettmach, Schildorn und Eberschwang in Oberösterreich (Grims 2008, Hohla 2002). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2002 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Sehr selten, so ehemals beim Bahnhof Chur in Graubünden (Thellung 1915).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), Norwegen (Gederaas & al. 2012) und den Niederlanden (FLORON 2021).
 

 

Quellen

Böcker R., Hofbauer R., Maass I., Smettan H. & Stern F. (2017): Flora Stuttgart; 732 S.

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Gederaas L., Loennechen Moen T., Skjelseth S. & Larsen L.-K. (2012): Alien species in Norway, with the Norwegian Black List - http://www.scales-project.net/NPDOCS/
AlienSpeciesNorway_2012_scr_9C0ee.pdf

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.


Gregor T. (2020): Floristische Meldungen. Neufunde-Bestätigungen-Verluste – Botanik und Naturschutz Hessen

Grims F. (2008): Flora und Vegetation des Sauwaldes und der umgrenzenden Täler von Pram, Inn und Donau – 40 Jahre später - Stapfia 87, 262 S.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Hohla M. (2002): Agrostis scabra Willd. neu für Oberösterreich sowie weitere Beiträge zur Kenntnis der Flora des Innviertels und Niederbayerns – Beitr. Naturk. Oberösterreichs 11: 465–505.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Reinecke K.L. (1919): Nachtrag zur Flora von Erfurt – Jahrbuch der Königlichen Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt 44/45: 135-162.

Sauberer N., Prinz M. A. & Till W. (2025): Nachträge und Korrekturen zur Flora von Traiskirchen (V): Iris orientalis, Nicotiana sylvestris und weitere neue Arten für die Neophytenflora von Österreich und Niederösterreich. Biodiversität und Naturschutz in Ostösterreich - BCBEA 8/2: 102–114.


Thellung A. (1915): Beiträge zur Adventivflora der Schweiz (II) – Mitteilungen aus dem botanischen Museum der Universität Zürich.

Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.  

Zündorf H. J., Günther K. F., Korsch H. & Westhus W. (2006): Flora von Thüringen – Weißdorn-Verlag Jena, 764 S.