Landoltia

Landoltwasserlinse, Aronstabgewächs, Araceae

Gattung:

Monotypisch. Die Art wird oft innerhalb der Gattung Spirodela geführt.
 

Landoltia punctata

Landoltwasserlinse,
Landoltia punctata
(Syn.: Spirodela punctata)  
Aronstabgewächs, Araceae

 

Steckbrief:

Einjährige Schwimmpflanze mit flachen, verkehrt-eiförmigen bis elliptischen Linsen, die 2–8 mm lang und 1,5–5 mm breit sind und entlang der 3–7 Nerven leicht aufgewölbt und daher gerippt erscheinen. Ihre Unterseite ist rötlich mit eingesenkten punktartigen Papillen. Pro Linse ein Büschel von 2–10 Wurzeln, diese bis zu 7 cm lang. Blüte winzig und selten blühend, von Juli bis September.
Verwechslungsmöglichkeit: Arten der Gattung Lemna haben nur jeweils eine Wurzel pro Linse.
Der botanische Artbeiname ist verwirrend, da es bei mehreren Wasserlinsen-Sippen eine deutliche rote Punktierung gibt, so etwa bei Spirodela polyrhiza. Der Begriff "gepunktet" bezieht sich offenbar auf den kaum sichtbaren Kamm von "Punkten" auf der Blattoberfläche von Landoltia punctata.
 

 

Name:

Zu Ehren des Schweizer Botanikers Elias Landolt (1926–2013) benannt. Landolt war Professor der Botanik und Direktor des Geobotanischen Instituts in Zürich. Eines seiner Spezialgebiete waren die (ehemaligen) Wasserlinsengewächse, ein anderes die Kartierung von Zürich (Burkhardt 2018). Seine Arbeiten haben dazu beigetragen, bei den städtischen Gartenbauämtern ein neues Naturverständnis zu wecken.
 

Heimat:

Gegenwärtig in Afrika, Asien, Amerika, Australien und Ozeanien weit verbreitet. Ursprünglich wahrscheinlich in Südost-Asien und Australien, nach anderen Angaben in Südamerika.  
 

Nutzung/Ausbreitung:

Im Gebiet zunehmend in Gartenmärkten als Beikraut im Wasserpflanzen-Angebot vorhanden und vereinzelt verschleppt auftretend.
DEUTSCHLAND:
Bamberg und Würzburg in Bayern (Lippert & Meierott 2014). Auch für das Donaugebiet bei Ingolstadt angegeben (Meierott & al. 2024). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ:
Vorübergehend im Katzenbach bei Zürich (Landolt 2013).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021), in Italien (Galasso & al. 2024) und seit 2000 in Schweden (Seebens & al. 2017). Seit 1929 auch in Neuseeland.

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Galasso G., F. Conti, L. Peruzzi, A. Alessandrini, N. M. G. Ardenghi, G. Bacchetta, E. Banfi, G. Barberis, L. Bernardo, D. Bouvet, M. Bovio, M. Castello, L. Cecchi, E. Del Guacchio, G. Domina, S. Fascetti, L. Gallo, R. Guarino, L. Gubellini A. Guiggi, N. Hofmann, M. Iberite , P. Jiménez-Mejíase, D. Longo, D. Marchetti, F. Martini, R. R. Masin, P. Medagli, C. M. Musarella , S. Peccenini, L. Podda, F. Prosser, F. Roma-Marzio, L. Rosati, A. Santangelo, A. Scoppola, A. Selvaggi, F. Selvi, A. Soldano, A. Stinca, R. P. Wagensommer, T. Wilhalm & F. Bartolucci (2024): A second update to the checklist of the vascular flora alien to Italy – Plant Biosystems 158: 297−340.

 



Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Landolt E. (2013): Flora des Sihltals, von der Stadt Zürich bis zum Höhronen – Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich www.naturschutz.zh.ch

Lippert W. & Meierott L. (2014) – Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Bayerische Botanische Gesellschaft, München, 407 S.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Seebens H., Blackburn T. M., Dyer E. E., Genovesi P., Hulme P. E., Jeschke J. M., Pagad S., Pyšek P., Winter M., Arianoutsou M., Bacher S., Blasius B., Brundu G., Capinha C., Celesti-Grapow L., Dawson W., Dullinger S., Fuentes N., Jäger H., Kartesz J., Kenis M., Kreft H., Kühn I., Lenzner B., Liebhold A., Mosena A. (2017): No saturation in the accumulation of alien species worldwide. Nature Communications 8(2).