Jaltomata

Jaltomate, Nachtschattengewächs, Solanaceae

Gattung:

Jaltomata umfasst etwa 72 Arten (Kew 2023) im tropischen Amerika mit Mannigfaltigkeitszentrum in Peru.
 

Jaltomata procumbens

Jaltomate,
Jaltomata procumbens
(Syn.: Saracha jaltomata)  
Nachtschattengewächs, Solanaceae

 

Steckbrief:

Bis zu 1,5 m hohe Staude mit gestielten Blättern und eiförmigen, spitz zulaufenden, oberseits kahlen Spreiten. Kronblätter bis etwa zur Hälfte verwachsen, grünlichweiß bis gelblichweiß, zugespitzt, grün gezeichnet. Während der Fruchtreife vergrößert sich der eine auffällige Mittelader besitzende Kelch und wird bis zu 1 cm lang. Frucht schwarz, rundlich. Blütezeit August bis Oktober.
 
 

Heimat:

Von Arizona und Mexiko bis zu den südamerikanischen Anden.
 

Nutzung:

Die kleinen schwarzen Früchte sind essbar und werden gelegentlich als exotisches Obst genutzt (Mansfeld 1986).
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
1910 adventiv für Mannheim in Baden-Württemberg angegeben (Zimmermann 1921, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023) und 2010 für Bonn-Poppelsdorf in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015). Die Art wird in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1996) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
In Straßburg im Elsass aus dem Botanischen Garten verwildert (Hegi 1975). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021) und in den Niederlanden (FLORON 2021).

 

Quellen

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Gorissen I. (2015): Flora der Region Bonn (Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis) – Decheniana-Beiheft 40. Bonn, 605 Seiten.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 4). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Mansfeld R. (1986): Verzeichnis landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kulturpflanzen - Band 3, 569 Seiten, Springer-Verlag.

Sebald O., Seybold S, Philippi G. & Wörz A. (1996): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 5: Buddlejaceae bis Caprifoliaceae. Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be

Zimmermann F. (1921): Neues aus der Flora von Mannheim – Mitteilungen des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz e.V. Freiburg im Breisgau 1: 13-135.