Ixiolirion

Blaulilie, Blauliliengewächs, Ixioliriaceae

Gattung:

Ixiolirion umfasst etwa 4 Arten (Kew 2023) in Zentral- und Südwest-Asien.
 

Ixiolirion tataricum 

Tatarische Blaulilie,
Ixiolirion tataricum 
Blauliliengewächs, Ixioliriaceae

 

Steckbrief:

Bis 30 cm hohe Staude mit Zwiebel als unterirdisches Überdauerungsorgan. Blätter grundständig, linealisch, eingerollt, graugrün. Blüten violettblau, trichterförmig, 2,5−3,5 cm lang, nickend. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Heimat:

In zwei Varietäten von Anatolien bis Zentralasien und auf der Arabischen Halbinsel.
 

Nutzung:

Selten als Zwiebel-Zierstaude kultiviert. Benötigt bei uns heiße und trockene Sommer, um auszudauern.
 

Ausbreitung:

In Europa seit spätestens 1874 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008). Die Art vermehrt sich in der Regel durch Samen. Die Sämlinge entwickeln sich schnell, eine Vermehrung durch Nebenzwiebel ist wenig ergiebig, außerdem sind die Zwiebeln nicht lange lagerfähig (Jelitto & al. 1990).
DEUTSCHLAND:
1903 für ein Hölzchen beim Schießhaus Stendal in Sachsen-Anhalt (Höck 1910) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2024): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Höck F. (1910): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, XXVI - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 26: 391-433.



Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Jelitto L., Schacht W. & Feßler A. (1990): Die Freiland-Schmuckstauden – Ulmer Verlag Stuttgart, 4. Aufl. 683 S.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science