Impatiens

Springkraut, Springkrautgewächs, Balsaminaceae

Gattung:

Die Springkrautgewächse umfassen 2 Gattungen, Impatiens mit etwa 1093 Arten (Kew 2023) und die monotypische Gattung Hydrocera. Viele neue Impatiens-Arten wurden erst in den letzten Jahrzehnten beschrieben. Die meisten sind in tropischen und subtropischen Gebieten Asiens und Afrikas beheimatet mit Mannigfaltigkeitszentren in Indien und China. In China sind etwa 228 Arten bekannt (Yilin & al. 2007), in Indien ca. 210 (Dessai & Janarthanam 2011). Molekulare Studien zeigen, dass die Gattung in China auch ihren Ursprung hat. Etwa 20 Arten werden in Europa als Zierpflanzen genutzt (Grey-Wilson 1997, Jäger & al. 2008). Die neophytischen Impatiens-Arten besiedeln in Mitteleuropa durchwegs Standorte, die sonst blütenlos wären oder Orte, wo der Mensch das Gleichgewicht der Natur störte (Feder 2022)
 

Impatiens glandulifera  

Drüsiges Springkraut,
Impatiens glandulifera  (Syn.: I. roylei)  
Springkrautgewächs, Balsaminaceae

 

Steckbrief:

Bis zu 2,5 m hohe Einjährige mit Stängeln, die im Ø bis zu 5 cm erreichen. Blätter gegenständig, oben am Stängel auch in dreizähligen Quirlen, Spreite eilanzettlich, bis zu 25 cm lang, scharf gezähnt. Blattstiel und Blattgrund drüsig. Blüten purpurn, rosa oder weiß, in 2–14-blütigen Trauben. Samenkapseln 1,5–4 cm lang. Blütezeit Juli bis Oktober.
 

Name:

John Forbes Royle (1798−1858), britischer Erforscher der indischen Flora benannte 1834 I. glandulifera für die Wissenschaft. Der deutsche Botaniker W. G. Walpers hat 1842 die Art zu Ehren ihres Entdeckers und Erstbeschreibers J. F. Royle in I. roylei umbenannt. Da aber I. glandulifera von Royle gültig beschrieben wurde und dieses Vorgehen dem Prioritätsprinzip widerspricht, ist I. glandulifera nach wie vor der gültige botanische Name.
 

Nutzung:

Zierpflanze, gegenwärtig aufgrund ihres allgemein bekannten Ausbreitungsdranges kaum mehr in Kultur, wird aber mancherorts noch als Bienenweide ausgesät. Der im Sporn verborgene Nektar wird reichlich produziert. Mit 0,47 mg Nektar pro Pflanze und pro Stunde stellt das Drüsige Springkraut etwa vierzigmal so viel Nektar her wie eine vergleichbare heimische Pflanze (Chittka & Schürkens 2001). I. glandulifera bietet zusätzlich auch einen hochwertigen, ebenfalls zuckerhaltigen Pollen an. Aufgrund ihrer Ergiebigkeit ist sie geeignet, die künstliche Winterfütterung für Honigbienen überflüssig zu machen (Frühwirth 2021). Für kleinere Wildbienen ist sie aber eher bedeutungslos. Mit dieser Ausstattung und ihrem intensiven Duft schränkt sie bei ihren einheimischen Standortkonkurrenten die Möglichkeit der sexuellen Vermehrung ein, zumal besonders Hummeln ein besonders gutes Langzeitgedächtnis für gute Futterquellen haben. 
Mittlerweile wird die Pflanze als Schweinefutter genutzt (Düll & Kutzelnigg 2022). Die Blüten lassen sich zu Parfait oder Gelee verarbeiten, die Samenkapseln können gekocht gegessen werden. Die Samen sind ölhaltig, roh und gekocht genießbar und schmecken walnussartig. Die Pflanze wird in der Bachblüten-Therapie bei Ungeduld eingesetzt.  

 
 

Ausbreitung:

Beheimatet im westlichen Himalaya, kam 1839 durch John Forbes Royle (1798−1858), Leiter des Botanischen Gartens Saharanpur in Indien, erstmals nach England und wurde von dort an mehrere Botanische Gärten Europas verteilt. Als beliebte Zierpflanze und Bienenweide gelangte sie bald in viele europäische Gärten. 1854 erstmals als im Gebiet verwildert beschrieben (Regel 1854). Samen können mit Gartenabfall und auenbürtigem Bodenmaterial verfrachtet werden. Die Samenproduktion ist mit bis zu 32.000 pro m² hoch, die Samen sind 4−5 Jahre keimfähig (Düll & Kutzelnigg 2022). Gegenwärtig im Gebiet häufig und fast flächendeckend. Mittlerweile stellen sich die ersten Fressfeinde der Pflanze ein, so die Schwarze Bohnenlaus und die Raupen des Mittleren Weidenschwärmers, Deilephila elpenor.
 
Die Art wurde 2017 in die EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung aufgenommen (Nehring & Skowronek 2023). In Alberta sind Kultur und Handel seit 2010 untersagt (Alberta Weed Control Act 2010). 2014 wurden im Zuge von Feldversuchen zur biologischen Bekämpfung der Art der Rostpilz Puccinia komarovii var. glanduliferae in Berkshire, Cornwall und Middlesex in Großbritannien eingesetzt (CABI 2021).  
 
DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ:
1854 in Deutschland erstmals als im Gebiet verwildert beschrieben (Regel 1854). 1881 auf der Pfaueninsel bei Berlin massenhaft verwildert (Magnus 1881). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1895 aus den Isarauen in München-Thalkirchen (Meierott & al. 2024). In Österreich 1898 erstmals verwildert in Niederösterreich beobachtet (Neobiota 2020). Aus der Schweiz seit spätestens 1904 subspontan bekannt (CABI 2021). Im Kanton Zürich seit spätestens 1914, dort aktuell in 75 % der Quadranten nachgewiesen (Wohlgemuth & al. 2020). Gegenwärtig häufig und fast flächendeckend.

 
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. seit 2008 auch in Albanien (Seebens & al. 2017), seit 1958 in Rumänien (Seebens & al. 2017), seit 1978 in Bulgarien (Seebens & al. 2017), seit 1935 in Slowenien (Seebens & al. 2017), seit 1985 auf Korsika (Seebens & al. 2017), seit 1839 am französischen Festland (Seebens & al. 2017), in Norwegen (Gederaas & al. 2012), Dänemark (Seebens & al. 2017), seit 1939 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1898 in Lettland (Seebens & al. 2017), seit 1959 in Litauen (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1891 in Belgien (Verloove 2021), in Großbritannien (Seebens & al. 2017), Italien (Galasso & al. 2024), seit 1896 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1958 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).

 
Weitere Arten:

Impatiens balfourii

Das im westlichen Himalaya beheimatete Balfour-Springkraut, Impatiens balfourii, ist um das Jahr 1900 in Südeuropa eingeführt (Schmitz & Dericks 2010) und fortan als Zierpflanze genutzt worden. Der genaue Verlauf der Ersteinbringung ist nicht bekannt. Die Samen der Art keimen nur nach einer Kälteperiode von etwa einem Monat bei unter +5° C, I. glandulifera benötigt etwa 2 Monate Kälteeinwirkung und I. parviflora 4 Monate (Wohlgemuth & al. 2020). Der Artbeinname ehrt den schottischen Naturforscher Isaac Bayley Balfour (1853–1922). 1874 nahm Balfour an einer astronomischen Expedition nach Mauritius im Indischen Ozean teil, die das Ziel hatte, die Venus zu beobachten. Balfour nutzte die Gelegenheit, die lokale Flora zu untersuchen und diese von ihm durchgeführten Feldforschungen erbrachten ihm später seinen Doktortitel.
 
I. balfourii ist in Deutschland subspontan erstmals 1981 an einer Straßenböschung zwischen Lohmar und Siegburg in Nordrhein-Westfalen gefunden worden (Gerstberger 1984), weiters 2024 in Neuenburg am Rhein in Baden-Württemberg (Vogt & al. 2026), 1998 in einem Graben in Matting bei Regensburg in Bayern (Meierott & al. 2024), in Berlin (Hand & Thieme 2023), bei Hattersheim in Hessen (Breitfeld & al. 2021), Göttingen in Niedersachsen (Schmitz & Dericks 2010), zwischen Lohmar und Siegburg, in Bochum-Steinkuhl, Düsseldorf und Aachen-Burtscheid in Nordrhein-Westfalen (Gorissen 2015, BBV 2011, BBV 2014) und Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023). In Österreich sehr selten, so an der Langen Lacke im Burgenland (Gilli & al. 2022), in Niederösterreich (Glaser & al. 2025), Guggenthal im Salzburger Flachgau (Schröck & al. 2004) und in der Wolmutstraße und Ausstellungsstraße in Wien (Essl & Rabitsch 2002). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1971 (Glaser & al. 2025). In Südtirol u.a. bei Leifers, Vilpian, Brixen und Meran (Wilhalm & al. 2002). In der Schweiz vor allem im Tessin und um den Genfer See in Waldlichtungen, an Wegrändern und anderen Ruderalstandorten häufig. Breitet sich im Tessin, im Mittelland und in der Westschweiz weiter aus (Weber 1999), so etwa in der Stadt Zürich seit 1948 mehrfach als verwilderte Zierpflanze in der Eichstraße, Eibenstraße, Mainaustraße usw. (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020). Weiters u.a. im Oberbaselbiet im Kanton Basel-Landschaft in Liestal/Füllinsdorf (Lüthi 2018) und im Misox in Graubünden (Hegi 1975).
Subspontan u.a. seit 1952 auch in Belgien (Verloove 2021), seit 1973 in den Niederlanden (FLORON 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1988 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Impatiens balfourii × I. parviflora 

Im Jahr 2011 wurde im Kanton Tessin in der Schweiz die einjährige Hybride Impatiens balfourii × I. parviflora entdeckt. Der Bastard mit wechselständigen Blättern kann bis zu 60 cm hoch werden. Im Jahr 2014 wurden am Ufer des Flusses Tessin (Ticino) im Kanton Tessin in Abwesenheit der Elternart beachtliche Populationen der Hybride beobachtet (Valkenburg & al. 2019). Die Hybride ist fertil und spaltet auch in der 2. und 3. Generation nicht auf (Valkenburg & al. 2019). Die Hybride ist von Interesse, da Bastarde innerhalb der Gattung Impatiens äußerst selten sind.
 

Impatiens balsamina

Als einjährige Zierpflanze wird das in Indien und Myanmar beheimatete Garten-Springkraut, Impatiens balsamina, in verschiedenen Sorten wie etwa `Tom Thumb´ kultiviert. 
Es ist aus dem Gebiet seit 1542 in Gartenkultur bekannt (Jäger & al. 2008) und tritt gelegentlich verwildert oder verschleppt auf, so in Münzesheim in Baden-Württemberg (Hassler 2021), 2007 bei Lisberg im Landkreis Bamberg in Bayern (Lippert & Meierott 2018), in Perleberg in Brandenburg (Fischer 2017), Hessen (Hemm 2008), 2007 im Bachtal in Bochum in Nordrhein-Westfalen (BBV 2010), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), Sachsen (Hand & Thieme 2023), Friedhof Schönebeck in Sachsen-Anhalt (Ascherson 1864) und Thüringen (Zündorf & al. 2006). Eine Fundangabe für Schleswig-Holstein wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als irrig geführt. In Österreich Markt Neuhodis im Burgenland (Traxler 1976, Gilli & al. 2022), 1999 im Schlosspark Saxlhof bei Kronstorf in Oberösterreich (Essl 2002), ehemals in der Stadt Salzburg (Pilsl & al. 2008), in der Steiermark (Glaser & al. 2025), Innsbruck, Fließ und Völs in Nordtirol (Fischer & al. 2008, Polatschek 1997, Polatschek & Neuner 2013), ehemals in Osttirol (Pagitz & al. 2023) und Autokaderstraße und Ableerplatz in Wien (Adler & Mrkvicka 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1971 (Glaser & al. 2025), nach anderen Angaben bereits 1895 (Seebens & al. 2017)
Subspontan u.a. seit 2011 auch in Albanien (Seebens & al. 2017), seit 2005 in Rumänien (Seebens & al. 2017), seit 1991 im europäischen Russland (Seebens & al. 2017), seit 1807 in Estland (Seebens & al. 2017), in Frankreich (Seebens & al. 2017), seit 2007 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 2004 in Schweden (Seebens & al. 2017), in Italien (Galasso & al. 2024), Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1956 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Impatiens bicolor

Das Zweifarbige Springkraut, Impatiens bicolor (Syn.: I. amphorata), ist vom östlichen Afghanistan bis zum Zentral-Himalaya beheimatet und wird aufgrund seiner attraktiven, zweifarbig rosa-gelben Blüten selten als einjährige Zierpflanze gezogen. Im Gebiet selten subspontan auftretend, so ehemals in Osnabrück in Niedersachsen (Preuss 1929), 1910 in der Ürdinger Straße in Krefeld in Nordrhein-Westfalen (Höck 1914) und ehemals auf Friedhöfen in Bad Dürkheim und Neustadt in Rheinland-Pfalz (Hegi 1975, Hand & Thieme 2023). Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021).
 

 

Impatiens capensis

Das Orange Springkraut, Impatiens capensis (Syn.: I. biflora) findet sich vor allem im Rhein-, Mosel- und Lahntal subspontan. Es entstammt entgegen seinem Namen nicht vom südafrikanischen Kapgebiet sondern von Nordamerika, erreichte Europa als Zierpflanze Anfang des 19. Jahrhunderts und war bereits 1822 verwildert aus England bekannt (Wohlgemuth & al. 2020)
Im Gebiet, abgesehen vom alten vorübergehenden Münchner Fund, subspontan seit 1987 (Feder 2022). Die meisten deutschen Bestände haben ihren Ausgang möglicherweise vom Botanischen Garten Marburg genommen, von wo sie sich an Lahn und Rhein flussabwärts langsam ausgebreitet haben (Ludwig 1994). Die Bestände im Moselgebiet, die 1991 neu entdeckt wurden, dürften vom lothringischen Moselgebiet stammen. 
Genauer mit stabilen etablierten Populationen im Tiefgestade westlich von Linkenheim in Baden-Württemberg (Hassler 2021), im Buchberger Graben und ehemals vorübergehend am Südbahnhof München in Bayern (Lippert & Meierott 2014, Hegi 1975), in Hessen mehrfach im Hohen Taunus, vereinzelt im Vortaunus und im Main-Taunusvorland (Ludwig 1994, Nawrath 1996, Hand & Thieme 2023), auf Usedom in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Klifffuß und Flugplatz Heringsdorf auf etwa 3 km Länge (Fukarek & Henker 2005), in Nordrhein-Westfalen 2012 bei der Siegmündung auf Bonner Seite, am Ufer des Rheins zwischen Langel und Zürndorf in Köln-Porz, im Naturschutzgebiet Baumberger Aue bei Mettmann stark in Ausbreitung, 2016 am Wesel-Dattel-Kanal östlich von Wesel, 2021 am Ufer des Datteln-Hamm-Kanals in Bergkamen und 2021 nahe vom Rhein in Meerbusch-Nierst (Knebel 1999, Gorissen 2015, BBV 2013, Adolphi 2013, Feder 2022, BBV 2022) und am Mosel-Ufer bei Koblenz-Metternich, Mehring und Pölich in Rheinland-Pfalz (Reichert 2001, Hoffmann 2003, Hand & al. 2016). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1878 am Münchner Südbahnhof (Meierott & al. 2024). In der Schweiz am Zürichsee im Kanton Zürich (Infoflora 2024), hier in einem Wald in der Gemeinde Stäfa, wo sie sich in jährlich schwankender Anzahl von 100−1000 Individuen schon seit mindestens 10 Jahren hält (Wohlgemuth & al. 2020)
Subspontan u.a. seit 2002 auch in Belgien (Verloove 2021) und in den Niederlanden (FLORON 2021). I. capensis gehört zu den wenigen Springkraut-Arten, von denen natürliche Hybriden bekannt sind. In seiner nordamerikanischen Heimat bildet es Hybriden mit I. ecornuta (Zika 2006).
 

Impatiens edgeworthii

Das Buntes Springkraut, Impatiens edgeworthii, ist von Afghanistan bis Kaschmir beheimatet. Benannt ist es zu Ehren des irischen Botanikers Michael Pakenham Edgeworth (1812–1881), der vor allem an der Flora Indiens forschte und nach dem die Gattung Edgeworthia aus der Familie der Seidelbastgewächse benannt ist. Edgeworth, Sohn aus der 4. Ehe des Vaters, kam 1831 mit der englischen Ostindien-Kompanie nach Bengalen, war dort ab 1850 Polizeichef in Punjab, sammelte Pflanzen in Indien und auf Ceylon, schrieb aber auch über indische Sprachen, Kultur, Topographie und Altertümer (Burkhardt 2018).
 
Impatiens edgeworthii wurde im Jahr 1900 nach Europa in den Botanischen Garten Kew eingeführt (Hooker 1901). Im Botanischen Garten Berlin-Dahlem 1983 erstmals kultiviert (Weiss 2013), subspontan erstmals 2000 im Borbecker Schlosspark in Essen in Nordrhein-Westfalen (Kalveram 2014).
Subspontan im Gebiet 2019 am Setzbachgrund Zell in Bayern (Fleischmann 2020), 2006 in Berlin an der Krummen Lanke (Baade & Gutte 2008), in Brandenburg (Bönisch 2012), Hessen (Hand & Thieme 2023), am Bienener Altrhein in Rees im Kreis Kleve und seit etwa dem Jahr 2000 auch im Schlosspark Essen-Borbeck in Nordrhein-Westfalen (BBV 2017, Kalveram 2014), Altenmarkt, Leutzsch, Oberholz, Leipziger Auenwald, bei Beucha, Großpäsna, Otterwisch, Schmölen und im Tharandter Wald bei der Ernemann-Hütte nordöstlich von Grillenburg in Sachsen (Gutte 2006, Gutte & Krusche 2015, Weiss 2013, Hardtke & al. 2013), Zeitzer Forst, Jeßnitz, Lautersburg, Querfurt und 2020 im NSG Thielenhaide in Sachsen-Anhalt (Weiss 2013, Wölfel 2013, John & Stolle 2021) und seit 2001 im Leinawald bei Altenburg in Thüringen (Zündorf & al. 2006). Im Zeitzer Forst in Sachsen-Anhalt waren es rund 10.000 Exemplare, im Leinaforst 2013 rund 200.000 Bunte Springkräuter (Weiss 2013). Eine weitere Ausbreitung ist wahrscheinlich (During 2010). Die Vorkommen im Gebiet liegen an gestörten Waldstellen, am Rand von Waldwegen, auf Schlägen und in baumbestandenen Parkanlagen mit Waldcharakter. Die Art vermag lokal das ebenfalls neophytische Kleinblütige Springkraut, I. parviflora, zu verdrängen (Weiss 2013). Im Leinawald im Altenburger Land bildet(e) die Art Massenbestände in Laubholzforsten, die vorher überhaupt keine Krautschicht hatten. Für die Vorkommen in Sachsen wird eine Ansalbung als Ausgangspunkt angenommen (Kalveram 2014), die weitere Verbreitung erfolgt u.a. durch den forstlichen Wegebau und das Anhaften von Erde an Hufen, Schuhen oder Reifen (Baade & Gutte 2008, Weiss 2013). Das Bunte Springkraut ist sehr frostempfindlich und stirbt mit den ersten Nachtfrösten ab. Es überwintern nur die Samen. Die ersten Keimlinge sind ab März zu sehen. Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021).

 
 

Impatiens flemingii

Selten wird das in Nordpakistan und Westhimalaya beheimatete Fleming-Springkraut, Impatiens flemingii, kultiviert, das dann aber recht leicht verwildert, so im Botanischen Garten in Graz in der Steiermark (Scharfetter & al. 2011)
Die Art ist zu Ehren des englischen Arztes und Botanikers John Fleming (1747−1829) benannt. 
Fleming arbeitete am Botanischen Garten in Kalkutta und beim Indian Medical Service in Bengalen. Er sammelte Pflanzen aus ganz Indien, fertigte hervorragende Pflanzenzeichnungen an und interessierte sich insbesondere für den medizinischen und wirtschaftlichen Nutzen der Pflanzen (Burkhardt 2018).
 

Impatiens parviflora

Das Kleinblütige Springkraut, Impatiens parviflora, ist von Usbekistan bis Nordindien beheimatet (Meusel & al. 1978). Nach anderen Autoren ist das ursprüngliche Gebiet weit größer und umfasst Afghanistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Mongolei, China und Westsibirien. Die wahrscheinlich erste Einführung in Europa in den Botanischen Garten Genf erfolgte im Jahr 1830 oder wenig vorher (Trepl 1983). Dort trat sie 1831 auch erstmals verwildert auf (Büttner 1883). In Deutschland wurde sie 1837 im Botanischen Garten Dresden erstmals kultiviert und ein Jahr später fand sie sich an der Südseite des Gartens bereits subspontan (Ficinus & Heynold 1850, Trepl 1983). Die weitere Ausbreitung erfolgte kontinuierlich und ist mit Jahreszahlen für die einzelnen Regionen nachvollziehbar (Hegi 1975, Schmitz 1999). In Mitteleuropa begann die Einbürgerung von den Botanischen Gärten aus zunächst in Ruderalgesellschaften in der näheren Umgebung. Erst etwa 100 Jahre später konnte I. parviflora in Waldgesellschaften eindringen. Dieser verzögerte Übertritt kann mit einer veränderten Waldbewirtschaftung nach 1945 zum Teil erklärt werden: Zunehmender Waldwegebau und Einsatz großer Maschinen mit erheblich stärkeren Störungen des Waldbodens (Sebald & al. 1992) begünstigen die Ausbreitung der Art. Trotzdem ist I. parviflora keine Gefahr für die heimische Pflanzenwelt. Sie bildet ausgedehnte Bestände vor allem an Standorten, die für andere Arten keine guten Lebensbedingungen bieten, etwa weil sie zu dunkel sind oder eine zu hohe Laubstreuauflagen haben. Sie besiedelt durchwegs gestörte Standorte und Wälder, die in Monokulturen bewirtschaftet werden. Insofern ist die Art vielerorts ein Beispiel für die Nutzung von sonst ungenutzt bleibenden Ressourcen.
 
Im Durchschnitt produziert eine Pflanze 1000 bis 2000 Samen, ausnahmsweise bis 10.000 Samen. In dichten Beständen werden etwa 700.000 bis 4 Mio. Samen je Hektar und Jahr produziert. In Bachauenwäldern wurden bis 30. Mio. Samen je Hektar und Jahr errechnet (Sebald & al. 1992). Die Verbreitung erfolgt im Nahbereich wie bei allen Arten der Gattung durch den Schleudermechanismus als Saftdruckstreuer. Im Fernbereich u.a. durch Holztransporte, Fahrzeugreifen, Verschwemmung mit Hochwasser, Säugetiere und Aussaat von Wildfutter (Sebald & al. 1992). Erst etwa 100 Jahre nach der Einführung in Mitteleuropa folgte aus Asien ein bedeutender Gegenspieler, der Rostpilz Puccinia komarowii. Als tierische Schädlinge treten Blattläuse, Minierfliegen, Gallmücken, Spannerraupen und Wanzen auf (Sebald & al. 1992).
 
Gegenwärtig im Gebiet häufig und fast flächendeckend. Subspontan u.a. auch seit 1870 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017) seit 1870 in Schweden (Seebens & al. 2017), seit 1852 in Estland (Seebens & al. 2017), seit 1904 in Lettland (Seebens & al. 2017), seit 1934 in Litauen (Seebens & al. 2017), seit 1885 in den Niederlanden (Trepl 1984, FLORON 2021), in Belgien (Verloove 2021), seit 1980 in Irland (Seebens & al. 2017), seit 1870 in Tschechien (Pyšek & al. 2012), seit 1897 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012), seit 1984 in Bulgarien (Seebens & al. 2017), seit 1958 in Rumänien (Seebens & al. 2017), seit 1868 in der Ukraine (Seebens & al. 2017), in Italien (Galasso & al. 2024) und seit 1872 in Frankreich (Trepl 1984). 
Von der Art konnte am Ufer des Ticino im Tessin eine natürliche Hybride mit I. balfourii gefunden werden (Valkenburg & al. 2018) (siehe weiter oben).
 

Impatiens scabrida

Das Dreihörnige Springkraut, Impatiens scabrida (Syn.: I. cristata, I. tricornis), eine Schwesternart von I. edgeworthii, ist von Indien bis Pakistan beheimatet, wird sehr selten als Zierpflanze kultiviert und tritt im Gebiet sehr selten unbeständig auf, so 2018 in der Universitätsstraße Bochum in Nordrhein-Westfalen in ca. 5 Stück an einer offenen Stelle, an der in diesem Jahr Erdarbeiten stattgefunden haben (BBV 2019), ehemals bei Kirchheim nahe Ried in Oberösterreich (Hegi 1925 sub I. tricornis, Hohla & al. 2009) und 2006 bis 2011 in der Leutaschklamm nordöstlich von Leutasch in Nordtirol (Pagitz & Lechner-Pagitz 2015). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1925 (Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021), (seit) 1973 in Norwegen (Seebens & al. 2017) in Italien (Galasso & al. 2024 sub I. tricornis) und seit 1986 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).
 

Impatiens walleriana

Aus Ostafrika stammt das Fleißige Lieschen, Impatiens walleriana, welches in der Schweiz aufgrund seines hohen Wasserbedarfes auch „Süfferli“ genannt wird. Es wird in zahlreichen, über 1000 Sorten wie `Elfin Weiß´ oder `Lollipop Orange´ als einjährige Zierblume kultiviert und ist seit spätestens 1880 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008)
Ganz vereinzelt verwildert es aus der Kultur, so in Baden-Württemberg (Hand & Thieme 2023), Braunschweig in Niedersachsen (Brandes 2003), 1937 im Brühler Park Bonn in Nordrhein-Westfalen (Hupke 1938), in einer Pflasterfuge auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Theisinger & Hebbel 2022), auf einer Schotterfläche in der Moosstraße in der Stadt Salzburg (Pilsl & al. 2008) und in Pflasterritzen in Basel (Brodtbeck 1997). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2003 (Glaser & al. 2025)
Benannt ist die Art nach dem englischen Geistlichen und Botaniker Horace Waller (1833−1896), der die Art gemeinsam mit John Kirk in Mosambik erstmals fand. Waller war Missionar und Pflanzensammler in Zentralafrika, nahm an der Sambesi-Expedition von David Livingstone teil und engagierte sich gegen die Sklaverei, so schrieb er u.a. 'Slaving and Slavery in our British Protectorates, Nyssaland and Zanzibar' (Burkhardt 2018). Waller wurde dadurch bekannt, dass er die Tagebücher des Afrikaforschers David Livingstone herausgab.
   Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021), in Italien (Galasso & al. 2024) und seit 1934 in Frankreich (Seebens & al. 2017). Impatiens walleriana ist in China, Australien, Brasilien, Argentinien, Chile, Kolumbien, Uruguay, Costa Rica, Kuba, Galapagos, Hawaii und den Kanarischen Inseln lokal als invasiv eingestuft (CABI 2024).
 

 

Quellen

Adler W. & Mrkvicka Ch. (2003): Die Flora von Wien - gestern und heute – Verlag des Naturhistorischen Mus. Wien, 831 S.

Adolphi K. (2013):  Flora des Kreises Mettmann, 2. Nachtrag. www.biostation-d-me.de/.../Adolphy_Flora_Kr_ME_2.Nachtrag_Juni_2013_.pdf

Alberta Weed Control Act (2010): "Identification Guide for Alberta Invasive Plants"

Ascherson P. (1864): Flora der Provinz Brandenburg, der Altmark und des Herzogthums Magdeburg – Spezialflora von Berlin. 2 Bände. Gesamt 1477 Seiten.

Baade H. & Gutte P. (2008): Impatiens edgeworthii HOOK. f. - ein für Deutschland neues Springkraut. Braunschw. Geobot. Arb. 9: 55-63.

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2010): Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen im Bochum-Herner Raum (Nordrhein-Westfalen) in den Jahren 2007 und 2008 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver.2: 128–143.

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2011): Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen in Bochum (Nordrhein-Westfalen) und Umgebung im Jahr 2011- Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 3: 174–202.

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2013): Beiträge zur Flora Nordrhein-Westfalens aus dem Jahr 2013 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 5: 130–163.

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2014): Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen aus dem östlichen Ruhrgebiet im Jahr 2014 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 6: 120–140.

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2017): Beiträge zur Flora Nordrhein-Westfalens aus dem Jahr 2017 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 9: 115–161.

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2019): Beiträge zur Flora Nordrhein-Westfalens aus dem Jahr 2018 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 10: 138-188.

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