Hebenstretia

Hebenstreitie, Braunwurzgewächs, Scrophulariaceae

Gattung:

Hebenstretia umfasst etwa 25 Arten (Kew 2023) im tropischen und subtropischen Afrika.
 
 

Hebenstretia dentata 

Gezähnte Hebenstreitie,
Hebenstretia dentata  
Braunwurzgewächs, Scrophulariaceae

 

Steckbrief:

Bis 50 cm hoher Halbstrauch mit linear-lanzettlichen, in der oberen Hälfte schwach gezähnten Blättern und 7–9 mm langen, gelblichweißen Kronblättern, welche mit einem dunkleren oder orangefarbenen Fleck in der Mitte versehen sind. Blütezeit im Gebiet nicht bekannt.
 

Name:

Benannt zu Ehren des deutschen Arztes und Botanikers Johann Ernst Hebenstreit (1703−1757). Hebenstreit war Professor der Medizin in Leipzig und unternahm 1731 bis 1733 eine Afrika-Expedition, auf der er für das Kabinett und die Menagerie Augusts des Starken Pflanzen, Tiere, Mineralien usw. sammelte. Er schrieb zu medizinischen, besonders forensischen Fragen und verfasste lateinische Lehrgedichte. Hebenstreit versuchte das Pflanzensystem mit der Einteilung nach der Frucht zu verbessern (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Zentrales und östliches Afrika.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

Mit Wolle eingeschleppt.
DEUTSCHLAND:
1873 bis 1875 in Hamburg-Oevelgönne (Christiansen 1928) und 1937 in Essen-Kettwig in Nordrhein-Westfalen (Probst 1949, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch 1862 in Belgien (Seebens & al. 2017).

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

Christiansen D.N. (1928): Die Adventiv- und Ruderalflora der Altoner Kiesgruben und Schuttplätze – Schriften der Naturwissenschaftlichen Vereins für Schleswig-Holstein 18(2): 350-462.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Probst R. (1949): Wolladventivflora Mitteleuropas – Solothurn. 192 Seiten.

Seebens H., Blackburn T. M., Dyer E. E., Genovesi P., Hulme P. E., Jeschke J. M., Pagad S., Pyšek P., Winter M., Arianoutsou M., Bacher S., Blasius B., Brundu G., Capinha C., Celesti-Grapow L., Dawson W., Dullinger S., Fuentes N., Jäger H., Kartesz J., Kenis M., Kreft H., Kühn I., Lenzner B., Liebhold A., Mosena A. (2017): No saturation in the accumulation of alien species worldwide. Nature Communications 8(2).