Goniolimon

Statice, Bleiwurzgewächs, Plumbaginaceae

Gattung:

Goniolimon umfasst etwa 18 Arten (Kew 2023) mit Verbreitungsschwerpunkt in Zentralasien.
 

Goniolimon tataricum

Tatarische Statice,
Goniolimon tataricum
(Syn.: Limonium tataricum)  
Bleiwurzgewächs, Plumbaginaceae
 

Steckbrief:

Bis 40 cm hohe, kurzlebige Staude mit rosettenartig angeordneten, zungen- bis laschenförmigen, blaugrünen, ganzrandigen Blättern und weißen, fünfzähligen, in reichblütigen Schirmtrauben angeordneten Blüten. Blütezeit Juli bis August.
 

Heimat:

Nordwest-Afrika, Südost-Europa und Südwest-Asien.
 

Nutzung:

Für die Trockenfloristik und als Gartenstaude.
 

Ausbreitung:

Seit spätestens Mitte des 18. Jahrhunderts in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008).
Vereinzelt subspontan.

 
DEUTSCHLAND:
1909 gartenflüchtig angegeben für Mannheim in Baden-Württemberg (Zimmermann 1913, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023), bei Bamberg in Bayern (Junghans 2017), 2016 bis 2018 am Rheinufer bei Assmannshausen in Hessen (Ehmke 2019), am Mittelstreifen der A 65 bei Landau in Rheinland-Pfalz (Röller & Lang 2004), 1962 in Böhlitz-Ehrenberg in Leipzig und 1986 am Ostfriedhof Leipzig in Sachsen (Gutte 2006) und 1996 an einem Feldweg bei Hedersleben, eingebürgert am Pfaffengrund bei Könnern und bei Müllerdorf in Sachsen-Anhalt (Herdam 1996, John & Stolle 2004). Die Art ist in den „Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs“ (Sebald & al. 1990) nicht angegeben, ebenso nicht in der „Flora von Bayern“ (Meierott & al. 2024) und fehlt in der Deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2024) für Rheinland-Pfalz.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Goniolimon collinum

Ebenfalls als Zierpflanze kultiviert wird die südosteuropäisch-ostanatolische Graue Statice, Goniolimon collinum (Syn.: G. incanum), die subspontan 1890 auf Schutt in Schniegling bei Nürnberg in Bayern angegeben wird (Höck 1903, Meierott & al. 2024).
 

Quellen

BIB (2018): Botanischer Informationsknoten Bayern - http://daten.bayernflora.de

Ehmke W. (2019): Floristische Meldungen, Neufunde-Bestätigungen-Verluste – Botanik und Naturschutz in Hessen 31: 94-96.

Gutte P. (2006): Flora der Stadt Leipzig, einschließlich Markkleeberg – Weißdorn-Verlag, Jena, 278 S.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 1). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 678 S.

Herdam H. (1996): Neufunde und Nachträge zur „Neuen Flora von Halberstadt“ – 3. Mitteilungen. Abhandlungen und Berichte des Museums Heineanum 3: 9-65.

Höck F. (1903): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, VIII - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 15: 387-407.

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.



John H. & Stolle J. (2004): Bemerkenswerte Funde im südlichen Sachsen-Anhalt. – Mitt. florist. Kart. Sachsen-Anhalt 9: 47 – 59.

Junghans T. (2017):  Erster Nachweis des Breitblättrigen Starndflieders, Limonium latifolium, in Baden-Württemberg und weitere bemerkenswerte Pflanzenfunde im Raum Mannheim – Mitteilungen des badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz 23 (1/2): 85-104, 213-232.

Kew (2023): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Lippert W. & Meierott L. (2018): Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Vorarbeiten zu einer neuen Flora von Bayern. 251 S.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Röller O. & W. Lang (2004): Limonium gerberi (Soldano) an der Autobahn A65 in Ausbreitung. — Pollichia-Kurier 20/l: 13.


Sebald O., Seybold S. & G. Philippi (1990): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs, Bd. 1: Lycopodiaceae bis Plumbaginaceae. 2. Aufl., Verlag E. Ulmer, Stuttgart.

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.