Freesia

Freesie, Schwertliliengewächs, Iridaceae

Gattung:

Freesia umfasst, inkl. den Arten der ehemaligen Gattung Anomatheca, etwa 16 Arten (Kew 2022) im südlichen und zentralen Afrika mit Mannigfaltigkeitszentrum in der südafrikanischen Kapregion.
 

Freesia refracta 

Gegliederte Freesie,
Freesia refracta  
Schwertliliengewächs, Iridaceae

 

Steckbrief:

Bis 35 cm hohe Mehrjährige mit unterirdischen Speicherorganen und schwertförmigen Blättern. Blüten trichterförmig, duftend, cremeweiß, gelb gezeichnet. Blütezeit in Südeuropa März bis Mai.
 

Name:

Die Gattung ist zu Ehren des deutschen Mediziners und Liebhaberbotanikers Friedrich Heinrich Theodor Freese (1795−1868) benannt. Freese arbeitete als Arzt und Geburtshelfer in Kiel und war mit dem damaligen Apothekergehilfen und Namensgeber der Gattung Christian Friedrich Ecklon im nahen Preetz befreundet, bevor dieser nach Südafrika ging (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Westkap in Südafrika.
 

Nutzung:

Zierpflanze. Die als Schnittblumen verwendeten Freesia-Hybriden sind durchwegs hybridogen aus Zucht von Freesia refracta, F. leichtlinii und F. corymbosa entstanden, selten waren auch andere Arten beteiligt. Die Zucht begann Ende des 19. Jahrhunderts, besonders nach der Einfuhr der rosa Varietät von F. corymbosa, die in England mit F. leichtlinii und in Holland mit F. alba gekreuzt wurde (Jäger & al. 2008).
Aus den Früchten wird ein ätherisches Öl gewonnen, welches für Handcremes, Shampoos und Kerzen als Duftkomponente genutzt wird (Mansfeld 1986).

 

Ausbreitung:

In Europa seit spätestens 1795 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008).
DEUTSCHLAND:
1913 verschleppt beim Friedhof Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (Zimmermann 1921) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht genannt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen
_2018_teil_1.pdf

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.



Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Mansfeld R. (1986): Verzeichnis landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kulturpflanzen - Band 3, 569 Seiten, Springer-Verlag.

Zimmermann F. (1921): Neue Adventiv- und neue Kulturpflanzen nebst einigen für die Pfalz neue Formen aus der einheimischen Flora der Pfalz - Mitteilungen der Bayerischen Botanischen Gesellschaft zur Erforschung der heimischen Flora 3 (11): 237-241.