Fimbristylis

Fingerbinse, Riedgras, Cyperaceae

Gattung:

Fimbristylis umfasst etwa 310 Arten (Kew 2022) in den Tropen, Subtropen und gemäßigten Zonen.
 

Fimbristylis dichotoma

Einjährige Fingerbinse,
Fimbristylis dichotoma
(Syn.: F. annua)  

Riedgras, Cyperaceae
 

Steckbrief:

Bis 50 cm hohes ein- bis kurzlebig-mehrjähriges Gras mit büscheligem Wuchs und leicht dreieckigen, unterhalb des Blütenstandes zusammengedrückten, knotenlosen, glatten Stielen. Blütenbüschel mit je einem langen, laubblattartigen Hochblatt. Ähren 8−14 mm lang mit spiralig angeordneten Blüten. Blütezeit Juli bis September.
 

Heimat:

In großen Teilen der Tropen und Subtropen.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
1894 und 1901 angegeben bei den Getreidelagerhäusern im Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1910). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
ÖSTERREICH:
Ehemals unbeständig für Salzburg (Pflugbeil & Pilsl 2013) genannt. Für Österreich gibt es nur einen dokumentierten Fund aus St. Gilgen am Wolfgangsee in Salzburg (Hinterhuber 1855). Da die Aufzeichnungen von Hinterhuber bekanntlich häufig falsch gekennzeichnet sind, muss die Angabe als höchst fragwürdig angesehen werden (Glaser & al. 2024). Ehemals auch in Südtirol (FloraFaunaSüdtirol 2023).
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch 1911 in Belgien (Seebens & al. 2017).
 

 
Weitere Art:

Fimbristylis squarrosa

Die Schuppige Fingerbinse, Fimbristylis squarrosa, ist von Westafrika bis Neuseeland beheimatet und wird aus dem Gebiet 1906 vom Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Höck 1910) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Quellen

FloraFaunaSüdtirol (2023): Artenabfrage – Naturmuseum Südtirol FloraFaunaSüdtirol - FloraFaunaAltoAdige - powered by mapAccel

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): The second Austrian checklist of alien vascular plants – Preslia.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hinterhuber R. (1855): Nachträge zum Prodromus einer Flora von Salzburg etc. – Österreichische Botanische Zeitschrift 5: 329-349.

Höck F. (1910): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, XXVI - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 26: 391-433.



Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Pflugbeil G. & Pilsl P. (2013): Vorarbeiten an einer Liste der Gefäßpflanzen des Bundeslandes Salzburg, Teil 1: Neophyten - Mitt. Haus der Natur 21: 25–83.

Seebens H., Blackburn T. M., Dyer E. E., Genovesi P., Hulme P. E., Jeschke J. M., Pagad S., Pyšek P., Winter M., Arianoutsou M., Bacher S., Blasius B., Brundu G., Capinha C., Celesti-Grapow L., Dawson W., Dullinger S., Fuentes N., Jäger H., Kartesz J., Kenis M., Kreft H., Kühn I., Lenzner B., Liebhold A., Mosena A. (2017): No saturation in the accumulation of alien species worldwide. Nature Communications 8(2).

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11-171.