Ferulago

Birkwurz, Doldenblütler, Apiaceae

Gattung:

Ferulago umfasst etwa 41 Arten (Kew 2022) und ist im Mittelmeergebiet, in Osteuropa und Westasien beheimatet.
 

Ferulago campestris

Knotenblütige Birkwurz,
Ferulago campestris
(Syn.: Ferulago lutea, Ferulago galbanifera, Ferulago nodiflora)  
Doldenblütler, Apiaceae

 

Steckbrief:

40−100 cm hohe Staude mit mehrfach gefiederten, bis 60 cm langen Blättern und linealischen Blattabschnitten. Blüten fünfzählig in bis 18 cm breiten Blütenständen. Blütenblätter gelb, fast rundlich und oben nach innen gebogen. Blütezeit Juni bis Juli.
 

Heimat:

Mittelmeergebiet, Osteuropa und Westasien.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
1881 und 1887 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg eingeschleppt angegeben (Zimmermann 1910, Hegi 1975, Hand & Thieme 2023). Auch die Angabe von Fiedler (1944) von der Mitteldeutschen Großmarkthalle Leipzig findet hier keinen Eingang, weil es sich dabei um Pflanzenteile im Verpackungsmaterial gehandelt hat.
ÖSTERREICH:
Auf einem Fabriksgelände nordwestlich von Wiener Neustadt in Niederösterreich und nahe davon bei der Bahnhaltestelle Feuerwerksanstalt, wo sie 1965 erstmals gefunden wurde. 2003 konnten hier hunderte junge und vorjährige Pflanzen gefunden werden, sodass die Art hier als lokal etabliert bezeichnet werden kann (Melzer & Barta 2003). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1965 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Fiedler O. (1944): Die Fremdpflanzen an der Mitteldeutschen Großmarkthalle zu Leipzig und ihre Einschleppung durch Südfruchttransporte 1937-1942 – Hercynia 3 (7/8): 608-660.

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.


Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 2). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 679−1584.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Melzer H. & Barta T. (2003): Neue Daten zur Flora von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland – Linzer biol. Beitr. 35/2: 1159–1193.

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11-171.