Erythronium

Hundszahn, Liliengewächs, Liliaceae

Gattung:

Erythronium umfasst etwa 33 Arten (Kew 2022) in Nordamerika, Südeuropa und Asien mit Mannigfaltigkeitszentrum von Oregon bis Kalifornien.
 
 

Erythronium grandiflorum  

Großblütiger Hundszahn,
Erythronium grandiflorum  
Liliengewächs, Liliaceae

 

Steckbrief:

Bis 25 cm hohe Staude mit Zwiebel als Überdauerungsorgan und breit-lanzettlichen, bis zu 20 cm langen Blättern. Blüten nickend, zu 1−3 je Stängel, mit gelben Perigonblättern. Blütezeit März bis April.
 

Heimat:

Westliches Nordamerika. Die Zwiebeln sind dort ein wichtiges Futter für Grizzly-Bären, das Laub für Maultierhirsche (Hitchcock & al. 1969).
 

Nutzung:

Selten als Zierstaude. Die Art ist seit spätestens 1833 in gärtnerischer Kultur. Die Zwiebeln können gekocht, Blätter und Blüten roh gegessen werden.
 

Ausbreitung:

In Europa seit spätestens 1833 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008).
DEUTSCHLAND:
Volkspark Leipzig-Stüntz in Sachsen (Gutte & al. 2010).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Erythronium americanum

Der Ostamerikanische Hundszahn, Erythronium americanum, ist in zwei Unterarten (americanum und harperi) im östlichen Nordamerika beheimatet. Er wird im Gebiet selten als Zierstaude genutzt und wird für Hamburg subspontan angegeben (Ringenberg & Poppendieck 1993). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Quellen

Gutte P., Fischer J. & M. Krusche (2010): Floristische Neufunde von 2008 bis 2010 aus Nordwest-Sachsen – Sächsische Floristische Mitteilungen 13: 82–92.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hitchcock C. H., A.J. Cronquist, F.M. Ownbey & J. W. Thompson (1969): Vaskuläre Kryptogamen, Gymnospermen und Monokotyledonen. 1: 1–914.



Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Ringenberg J. & Poppendieck H.-H. (1993): Wildtulpe, Nickender Milchstern und andere eingebürgerte Pflanzen im Park Planten un Blomen. – Ber. Botan. Ver. Hamburg 13: 1 – 13.