Elatine

Tännel, Tännelgewächs, Elatinaceae

Gattung:

Elatine umfasst etwa 30 Arten (Kew 2022), die Gattung kommt auf feuchten Standorten fast weltweit vor.
 

Elatine ambigua  

Täuschendes Tännel,
Elatine ambigua  
Tännelgewächs, Elatinaceae

 

Steckbrief:

1−15 cm lange, zwergige Einjährige, die an den Knoten der kriechenden Stängel Wurzeln bildet. Blattspreite mattgrün bis braungrün, elliptisch bis länglich-eiförmig, 2−5 mm lang, 0,7−1 mm breit. Blüten winzig, dreizählig, gestielt. Kronblätter rosa, 1−1,8 mm lang, wenig länger als die Kelchblätter. Blütezeit Juli bis September.
Verwechslungsmöglichkeit: Das sehr ähnliche heimische Dreimännige Tännel, Elatine triandra, hat nicht gestielte, sitzende Blüten. Die bis 3 mm langen Stiele der Früchte wenden sich seitlich von der Blattachsel weg.
 
 

Heimat:

Asien von Südsibirien bis Java.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Ehemals von Regensburg in Bayern angegeben (Vollmann 1914, Hegi 1925). Es handelte sich dabei aber vielleicht nur um eine terrestrische Form von Elatine triandra (Meierott & al. 2024). Wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) als fraglich für Bayern geführt.
ÖSTERREICH:
Im Jahr 2000 am Boden des ausgetrockneten Oberhofteiches bei Geras im niederösterreichischen Waldviertel (Melzer & Barta 2005) und 1992 nördlich von Mureck bei Unterhart am Grunde eines abgelassenen kleinen Teiches in Massen (Melzer 1996, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1992 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. 1905 auch in Rumänien (Seebens & al. 2017).

 

Quellen

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1925): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 1). 1.Aufl. – Lehmann-Verlag, München. 675 S.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Melzer H. (1996): Neues zur Flora von Steiermark, XXXV. – Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Vereins für Steiermark 126: 83–97.



Melzer H. & Barta T. (2005): Bromus hordeaceus subsp. thominei, die Strand-Weich-Trespe, neu für Österreich, ebenso sechs weitere Sippen und andere floristische Neuigkeiten aus Wien, Niederösterreich und Burgenland – Linzer biol. Beitr. 37/2: 1401–1430.

Seebens H., Blackburn T. M., Dyer E. E., Genovesi P., Hulme P. E., Jeschke J. M., Pagad S., Pyšek P., Winter M., Arianoutsou M., Bacher S., Blasius B., Brundu G., Capinha C., Celesti-Grapow L., Dawson W., Dullinger S., Fuentes N., Jäger H., Kartesz J., Kenis M., Kreft H., Kühn I., Lenzner B., Liebhold A., Mosena A. (2017): No saturation in the accumulation of alien species worldwide. Nature Communications 8(2).

Vollmann F. (1914): Flora von Bayern – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 840 S.