Dichondra

Dichondra, Windengewächs, Convolvulaceae

Gattung:

Dichondra umfasst etwa 15 Arten (Kew 2022), ursprünglich in Amerika und Australien. Drei Arten (D. repens, D. micrantha und D. argentea) werden in Mitteleuropa als Rasenersatz und als Zierpflanzen kultiviert. 
 

Dichondra repens 

Kriechende Dichondra, Kriechendes Nierenkraut,
Dichondra repens  
Windengewächs, Convolvulaceae

 

Steckbrief:

Kriechende, an den Knoten wurzelnde Staude mit grünen, nieren- bis kreisförmigen, 10−25 mm breiten, beidseitig weich behaarten Blättern und herzförmiger Blattbasis. Blüten klein, weißlich, sternförmig, einzeln auf bis zu 5 cm langen Stielen. Blütezeit Juli bis Oktober.
 

Heimat:

Australien und Neuseeland.
 

Nutzung:

Als Rasenersatz, als Bodendecker und für Tröge.
 

Ausbreitung:

Im Pflanzenhandel vor allem als Saatgut erhältlich. sehr selten verwildernd.
DEUTSCHLAND:
In einer Rasenfläche und in angrenzenden Pflasterfugen vor dem Vitusbad in der Lürriper Straße Ecke Breitenbachstraße in Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen (BBV 2016). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht angegeben.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Arten:

Dichondra argentea

Die Silber-Dichondra, Dichondra argentea, ist von Mexiko bis Nordargentinien beheimatet. Sie wird als „Silberregen“ vor allem in Blumenkästen und Ampeln genutzt und konnte subspontan 2015 und 2018 in Belgien (Verloove 2021) gefunden werden. 
Im Gebiet subspontan in Schleswig-Holstein (Hand & Thieme 2023) und 2025 in Pflasterritzen in der Mullner Hauptstraße in Salzburg-Stadt (pers. Mitt. von Peter Pilsl am 8.Okt. 2025). Weitere subspontane Vorkommen im Gebiet sind aufgrund der häufigen Nutzung in den letzten Jahren zu erwarten.
 

Dichondra micrantha

Die Kleinblütige Dichondra, Dichondra micrantha, ist auf den Karibischen Inseln und von Mexiko bis Texas beheimatet. Sie wird als Rasenersatz und Bodendecker kultiviert und findet sich im Gebiet subspontan mehrfach im südlichen Tessin (Infoflora 2024). Subspontan u.a. auch 1942 in Belgien (Seebens & al. 2017), seit 2003 in Norwegen (Seebens & al. 2017) und seit 1999 in Portugal (Seebens & al. 2017).
 

Quellen

BBV-Bochumer Botanischer Verein (2016): Beiträge zur Flora Nordrhein-Westfalens aus dem Jahr 2016 - Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 8: 174–189.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Infoflora (2024): Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora – https://www.infoflora.ch/de/



Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Seebens H., Blackburn T. M., Dyer E. E., Genovesi P., Hulme P. E., Jeschke J. M., Pagad S., Pyšek P., Winter M., Arianoutsou M., Bacher S., Blasius B., Brundu G., Capinha C., Celesti-Grapow L., Dawson W., Dullinger S., Fuentes N., Jäger H., Kartesz J., Kenis M., Kreft H., Kühn I., Lenzner B., Liebhold A., Mosena A. (2017): No saturation in the accumulation of alien species worldwide. Nature Communications 8(2).

Verloove F. (2021): Manual of the Alien Plants of Belgium –  http://alienplantsbelgium.be