Name:
Der botanische Name ehrt den französischen Missionar Armand David (1826−1900), der 1862 nach China kam und den Baum hier 1868 entdeckte. Er kehrte 1875 mit 250 neuen Pflanzenarten nach Frankreich zurück, allerdings ohne Samen des Taubenbaums, wie die Art auch genannt wird. David ist Namensgeber zahlreicher Pflanzen und Tiere, so etwa vom Davidshirsch, Elaphurus davidianus. Die Art ist seit etwa dem 18. Jahrhundert in freier Wildbahn ausgestorben, in den kaiserlichen Gärten von Peking wurde aber eine Herde von 120 Tieren über Jahrhunderte gehegt. 1865 sah David diese Hirsche, indem er trotz Verbots auf die Mauer kletterte. Er hielt die Tiere auf Grund ihrer morphologischen Merkmale zunächst für eine Art von Ren. Durch Bestechung der Wachen gelangte David an zwei Felle, die er nach Europa sandte. Später bekamen deutsche, französische und britische Diplomaten lebende Davidshirsche geschenkt. Diese wurden nach Europa verschifft und in den dortigen Zoos untergebracht. In China selbst kam zur Wende zum 20. Jahrhundert das Ende für die dortige Herde. Eine Flutkatastrophe 1895 zog den Park in arge Mitleidenschaft. Nachdem das Aussterben in China bekannt geworden war, entschieden sich alle Zoos, die Davidshirsche hielten, ihre Tiere in die Obhut des Herzogs von Bedfor zu geben, der verschiedenste exotische Hirscharten in seinen Gärten nördlich von London erfolgreich züchtete. 18 Exemplare stellten den weltweiten Restbestand dar. Hiervon waren ein Hirsch und fünf Hirschkühe noch fortpflanzungsfähig. 1914 umfasste die Herde bereits neunzig Tiere und 1946 war sie auf dreihundert Hirsche angewachsen. 1985 wurden die ersten Tiere in China ausgewildert, 2005 wurde der Weltbestand auf etwa 1300 Tiere geschätzt.