Datisca

Scheinhanf, Scheinhanfgewächs, Datiscaceae

Gattung:

Datisca umfasst 2 Arten (Kew 2022), neben dem asiatischen D. cannabina D. glomerata aus dem westlichen Nordamerika.
 

Datisca cannabina

Scheinhanf,
Datisca cannabina  
Scheinhanfgewächs, Datiscaceae

 

Steckbrief:

Bis 2,5 m hohe, sommergrüne, zweihäusige Staude mit einfach unpaarig gefiederten Blättern. Blättchen lanzettlich, ihr Rand grob gezähnt. Weibliche Pflanzen mit grüngelben Blütentrauben, männliche mit unscheinbar grünen Blüten. Blütezeit Juni bis Juli.
 

Heimat:

Östliches Mittelmeergebiet bis China.
 

Nutzung:

Selten als Zierstaude. Die weiblichen Pflanzen sind der Blütentrauben wegen schöner und öfter in Kultur (Jelitto & al. 1990).
 

Ausbreitung:

Wahrscheinlich schon seit Mitte des 17. Jahrhunderts in gärtnerischer Kultur (Jelitto & al. 1990).
DEUTSCHLAND:
1907 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1921, Hand & Thieme 2023) angegeben.
ÖSTERREICH:
In Schiltern bei Langenlois in Niederösterreich. Hier auf einem Komposthaufen nahe eines Schaugartens, wo der Scheinhanf kultiviert wird (Stöhr & al. 2009, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2008 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Jelitto L., Schacht W. & Feßler A. (1990): Die Freiland-Schmuckstauden – Ulmer Verlag Stuttgart, 4. Aufl. 683 S.



Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Stöhr O., Pilsl P., Essl F., Wittmann H. & Hohla M. (2009): Beiträge zur Flora von Österreich, III – Linzer biol. Beitr. 41/2: 1677–1755.

Zimmermann F. (1921): Neues aus der Flora von Mannheim – Mitteilungen des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz e.V. Freiburg im Breisgau 1: 13-135.