Cuminum

Kreuzkümmel, Doldenblütler, Apiaceae

Gattung:

Cuminum umfasst etwa 4 Arten (Kew 2022) in Asien und Afrika (C. sudanense).
 

Cuminum cyminum 

Kreuzkümmel,
Cuminum cyminum  
Doldenblütler, Apiaceae

 

Steckbrief:

Bis 40 cm hohe, kahle Einjährige mit wechselständigen, ein- bis zweifach fiederschnittigen Blättern und linealischen Blattabschnitten. Blüten winzig, weiß bis hellrosa, fünfzählig, in Doppeldolden. Frucht kümmelartig, 4−6 mm lang. Blütezeit je nach Aussaat Juni bis September.
 

Heimat:

Südwest-Asien.
 

Nutzung:

Als Gewürz- und Arzneipflanze. Kreuzkümmel ist reich an B-Vitaminen, Vitamin E, Eisen, Magnesium und Mangan. Eine wichtige Rolle spielt er in der nordafrikanischen, türkischen, griechischen, bulgarischen, brasilianischen und mexikanischen Küche, aber auch in der Küche des Nahen Ostens, im Iran und in Indien. In Flandern und den Niederlanden ist Kreuzkümmelkäse eine Spezialität.
 

Ausbreitung:

Kreuzkümmel fand sich in 3000 bis 4000 Jahre alten Küchenresten im heutigen Syrien. Im Römischen Reich nutzte man ihn als Gewürz- und Heilpflanze. In Europa wurde Kreuzkümmel bis ins Mittelalter überwiegend zu Heilzwecken kultiviert. Der Anbau als Gewürz in Mitteleuropa ist relativ jung, so wird Kreuzkümmel aktuell im Marchfeld Niederösterreichs angebaut. Subspontane Vorkommen im Gebiet beruhen bisher auf Einschleppung.
 
DEUTSCHLAND:
Ehemals für Hamburg (Schmidt 1894, Hand & Thieme 2023) und 1917 für den Düsseldorfer Hafen in Nordrhein-Westfalen (Hegi 1975, Hand & Thieme 2023) angegeben.  
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Norwegen (Gederaas & al. 2012) und in den Niederlanden (FLORON 2021). Im weiten Mittelmeergebiet vielerorts verwildert bis eingebürgert.

 

Quellen

FLORON (2021): Floron Verspreidingsatlas Vaatplanten – www.verspreidingsatlas.nl

Gederaas L., Loennechen Moen T., Skjelseth S. & Larsen L.-K. (2012): Alien species in Norway, with the Norwegian Black List - http://www.scales-project.net/NPDOCS/ AlienSpeciesNorway_2012_scr_9C0ee.pdf

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm



Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 2). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg. 679−1584.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Schmidt J. (1894): Dritter Jahresbericht des Botanischen Vereins zu Hamburg – Deutsche Botanische Monatsschrift 12: 57-60.