Cryptocoryne

Wasserkelch, Aronstabgewächs, Araceae

Gattung:

Cryptocoryne umfasst etwa 68 Arten (Kew 2022), die im tropischen Südost-Asien von Indien bis Neuguinea beheimatet sind.
 

 

Cryptocoryne crispatula

Grasblättriger Wasserkelch,
Cryptocoryne crispatula (inkl. C. balansae)  
Aronstabgewächs, Araceae

 

Steckbrief:

Bis 40 cm lange, immergrüne Unterwasserpflanze mit braungrünen, linealischen, bis 40 cm langen und 2 cm breiten, wellig-krausen Blättern. Im Gebiet nicht zur Blüte gelangend.
 

Heimat:

In 8 Varietäten in Südost-Asien von Ostindien bis Indonesien mit Verbreitungsschwerpunkt in Thailand.
 

Nutzung:

Häufig in der Aquaristik genutzt.
 

Ausbreitung:

Die Vermehrung erfolgt im Gebiet vegetativ über Ausläufer.
DEUTSCHLAND: ---
ÖSTERREICH:
Im Warmbach bei der Therme Villach in Kärnten (Hartl & al. 1992, Walter & al. 2002, Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ: ---

 
 
Weitere Art:

Cryptocoryne wendtii

Aus Sri Lanka stammt der Wendt-Wasserkelch, Cryptocoryne wendtii, der nach dem deutschen Naturforscher Albert Wendt (1887–1958), Verfasser von „Die Aquarienpflanzen in Wort und Bild“, benannt ist. 
Albert Friedrich Carl Wilhelm Louis Wendt, so sein vollständiger Name, war von Kindheit an naturbegeistert. Sein Forschungsinteresse galt neben den Aquarienpflanzen vor allem auch den Schwalbenwanzen. Wendt war Mitglied der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, Vorsitzender des Rostocker Aquarienvereins, Vorsitzender des Vereins für volkstümliche Naturkunde, Mitgestalter der Zeitschrift für mecklenburgische Kleingärtner, Vorsitzender der Ortsgruppe der Deutschen Kakteen-Gesellschaft usw. 1958 beschrieb der Niederländer H.C.D. de Witt Cryptocoryne wendtii ihm zu Ehren (Neubert 2012)
Die Art wurde im Warmbach bei der Therme Villach in Kärnten vor mehreren Jahrzehnten ausgesetzt und hat sich hier lokal eingebürgert (Hartl & al. 1992, Walter & al. 2002, Glaser & al. 2025). Bei einer eigenen Nachsuche am 26. Mai 2024 fand sich die Art in großen Beständen im Warmbach im Bereich der Tennishalle (Bild oben).
 

Quellen

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.

Hartl H., Kniely G., Leute G.H., Niklfeld H. & M. Perko (1992): Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Kärntens. — Klagenfurt, 451 S.



Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Neubert F. (2012): Albert Wendt – ein international anerkannter Entomologe und Aquarienpflanzenspezialist aus Güstrow – Jahrbuch Güstrow 2012

Walter J., Essl F., Niklfeld H. & Fischer M. A. (2002): Gefäßpflanzen. – In: Essl F. & Rabitsch W.: Neobiota in Österreich: 46–173. – Wien: Umweltbundesamt.