Crucianella

Kreuzblatt, Rötegewächs, Rubiaceae

Gattung:

Crucianella umfasst etwa 30 Arten (Kew 2022), die vom Mittelmeergebiet bis zur Arabischen Halbinsel und bis Zentralasien beheimatet sind. Aus dem Mannheimer Hafen werden drei Crucianella-Arten adventiv angegeben, was hinterfragenswert erscheint
 

Crucianella angustifolia 

Schmalblättriges Kreuzblatt,
Crucianella angustifolia  
Rötegewächs, Rubiaceae

 

Steckbrief:

Unscheinbare, gablig verzweigte Einjährige mit kahlen Stängeln und blaugrünen, oft rot überlaufenen, linealischen, 5–15 mm langen, 0,5–1 mm breiten, zu 6–8 wirtelig angeordneten Blättern. Blütenähre 2–6 cm lang, aus winzigen, hellgelben, vierzähligen Blüten bestehend. Tragblätter breit hautrandig, am Rücken gekielt. Blütezeit April bis Juni.
 

Heimat:

Weites Mittelmeergebiet, östlich bis in den Iran.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Unbeständig und vorübergehend, so 1894 und 1902 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg angegeben (Zimmermann 1910, Hand & Thieme 2023), 1999 an Gleisen am Bahnhof Schirnding im Landkreis Wunsiedel in Bayern (Lippert & Meierott 2018), ehemals Hamburg (Schmidt 1894), Hessen (Hemm 2008) und Nordrhein-Westfalen (Hassler & Muer 2022).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
 

 
Weitere Arten:

Crucianella disticha

In Anatolien ist das Zweizeilige Kreuzblatt, Crucianella disticha, beheimatet. Es wird für 1937 auf Schutt bei Coswig in Sachsen (Huber-Morath 1962) angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

 

Crucianella latifolia

Im Mittelmeergebiet ist das Breitblättrige Kreuzblatt, Crucianella latifolia, beheimatet. 
Es wird adventiv für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg angegeben (Zimmermann 1913, Hand & Thieme 2023).
 

Crucianella patula

Im westlichen Mittelmeergebiet ist das Spanische Kreuzblatt, Crucianella patula, beheimatet. Es wird adventiv 1895 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg angegeben (Höck 1910, Hand & Thieme 2023).
 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hassler M. & Muer T. (2022): Flora Germanica – Bildatlas der Farn- und Gefäßpflanzen Deutschlands. 2 Bände.

Hemm K. (2008): Rote Liste der Farn- und Samenpflanzen Hessens – Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz. 186 S.

Höck F. (1910): Ankömmlinge in der Pflanzenwelt Mitteleuropas während des letzten halben Jahrhunderts, XXVI - Beihefte zum Botanischen Zentralblatt 26: 391-433.

Huber-Morath A. (1962): Die Heimat von Camelina stiefelhagenii Bornm. – Bauhinia: 62.



Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Lippert W. & Meierott L. (2018): Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Vorarbeiten zu einer neuen Flora von Bayern. 251 S.

Schmidt J. (1894): Dritter Jahresbericht des Botanischen Vereins zu Hamburg – Deutsche Botanische Monatsschrift 12: 57-60.

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11-171.  

Zimmermann F. (1913): 1. Nachtrag zur Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen– Pollichia 27-28: 1-44.