Comptonia

Farnmyrte, Gagelgewächs, Myricaceae

Gattung:

Monotypisch.
 

Comptonia peregrina 

Farnmyrte,
Comptonia peregrina  
Gagelgewächs, Myricaceae

 

Steckbrief:

Bis 1 m hoher, sommergrüner, zweihäusiger Strauch mit lanzettlichen, tief fiederspaltigen, beim Zerreiben aromatisch riechenden Blättern und einer braunroten Herbstfärbung. Männliche Blütenstände gelblichgrüne, bis 5 cm lange Kätzchen, die an den Zweigenden zu mehreren zusammenstehen, weibliche Blütenstände rundlich mit rötlichen Deckblättern. Blütezeit März bis April.
 

Name:

Benannt zu Ehren des englischen Geistlichen Henry Compton (1632−1713). Compton war Bischof in Oxford, ab 1775 Bischof von London und hatte am Bischofssitz 'Fulham Palace' einen Garten mit Gewächshäusern und Pflanzen aus aller Welt (Burkhardt 2018).
 

Heimat:

Östliches Nordamerika.
 

Nutzung:

Aufgrund seiner schönen Herbstfärbung selten als Zierstrauch genutzt. Die Sorte `Blue Sea´ wurde an der Universität Connecticut 2010 ausgelesen und lizensiert. Die jungen Früchte sind essbar, die aromatischen Blätter werden zur Teegetränkbereitung verwendet.
 

Ausbreitung:

Die Art ist seit 1714 in gärtnerischer Kultur (Bärtels & Schmidt 2014).
DEUTSCHLAND:
Ehemals im Bad Muskauer Park in Sachsen in großer Menge verwildert (Barber & Hartmann 1927). Die Art ist in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht enthalten.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Barber E. & A. Hartmann (1927): Die Flora der Oberlausitz einschließlich des nördlichen Böhmens, 3. Teil – Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz 30(19): 93-126.

Bärtels A. & Schmidt P. A. (2014): Enzyklopädie der Gartengehölze – Ulmer-Verlag Stuttgart, 883 S.



Burkhardt L. (2018): Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Teil 1 - https://www.bgbm.org/sites/default/files/
verzeichnis_eponymischer_pflanzennamen_2018_teil_1.pdf

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm