Heimat:
Vermutlich hybridogen aus Pampelmuse, Citrus maxima und Mandarine, Citrus reticulata, in China entstanden. Diese Kreuzung führte sowohl zu den Bitterorangen wie auch zu den süßen Orangen. Rückkreuzungen von Orangen und Pampelmusen ergaben Grapefruit und Pomelos. Aus der Rückkreuzung von Mandarine und Orange sind einige der wirtschaftlich bedeutendsten Zitrus-Formen hervorgegangen (Mabberley 2004).
Nutzung:
Aus den Früchten wird Orangenmarmelade, Orangeat, Likör und Limonade hergestellt. Öl aus den Blüten (Neroliöl), den Fruchtschalen (Bitterorangenöl) und aus Blättern, Zweigen und unreifen grünen Früchten (Petitgrainöl) wird in der Parfümherstellung genutzt.
Ausbreitung:
Die Pomeranze wird seit mehr als 4000 Jahren vor allem ihrer aromatischen Frucht wegen kultiviert. Im 11. Jahrhundert ist sie nach Italien gekommen. Die aus den gleichen Elternarten entstandene, aber süß schmeckende Orange wird wegen ihrer gänzlich unterschiedlichen Verwendung von den Bitterorangen unterschieden. Die Orange kam erst im 15. Jahrhundert nach Europa.
DEUTSCHLAND:
1905 Keimpflanzen auf Schutt am Dreisamufer unterhalb Freiburg im Breisgau und in den Jahren 1970 bis 1972 im Sämlingszustand auf Müllplätzen in Wangen bei Obermooweiler in Baden-Württemberg (Thellung 1907, Dörr & Lippert 2004), Sonthofen, Kaufbeuren, Schongau und zwischen Wengen und Nellenbruck in Bayern (Dörr & Lippert 2004, Meierott & al. 2024), Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023) und Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023). Fiedler (1944) schreibt dazu von der Großmarktmalle in Leipzig in Sachsen: Jährlich finden sich an den Gleisen mehrere Keimlinge, die sich aber dort nur schlecht entwickeln.
ÖSTERREICH:
Ehemals unbeständig in Wien angegeben (Forstner & Hübl 1971, Walter & al. 2002).
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch für Belgien angegeben (Verloove 2021).