Chiastophyllum

Goldtröpfchen, Dickblattgewächs, Crassulaceae

Gattung:

Chiastophyllum ist eine monotypische Gattung, beheimatet im Kaukasus. Von manchen Taxonomen wird Chiastophyllum als Sektion innerhalb von Umbilicus geführt.
 

Chiastophyllum oppositifolium

Goldtröpfchen,
Chiastophyllum oppositifolium
(Syn.: Umbilicus oppositifolius)  
Dickblattgewächs, Crassulaceae

 

Steckbrief:

10–25 cm hohe, immergrüne, lockere Büscheln bildende Staude mit kriechenden bis aufsteigenden Stängeln und gegenständigen, fleischigen, rundlichen, kerbzähnigen Blattspreiten. Blüten klein, 3−6 mm lang, gelb, in überhängenden Rispen. Kronblätter 5, in der unteren Hälfte verwachsen. Frucht eine Balgfrucht. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Nutzung:

Zierstaude, in wenigen Sorten wie `Goldtrop´, `Variegata´ und `Jims Pride´.
 

Ausbreitung:

Im westlichen Kaukasusgebiet beheimatet und um das Jahr 1900 in Europa erstmals kultiviert (Jäger & al. 2008, Clement & Foster 1994). Gegenwärtig vor allem in Steingärten, zur Dachbegrünung, auf Gräbern, halbschattig gelegenen Mauern und als Bodendecker gepflanzt und ganz vereinzelt daraus verwildernd.
 
DEUTSCHLAND: 
U.a. in Pforzheim-Brötzingen in Baden-Württemberg (Radkowitsch 2007, Hand & Thieme 2023) und 2012 am Nordfriedhof München in Bayern (Vollrath & Lauerer 2005, Dickoré & al. 2012, Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
2011 in Gmunden in Oberösterreich (Hohla 2011, Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
1986 und 1998 in einer Kalksteinmauer an der Flössergasse in Zürich (Landolt 2001).

 

Quellen

Clement E. J. & Foster M. C. (1994): Alien Plants of the British Isles – BSBI, London, 590 S.

Dickoré W. B., Meyer B. Rösler S. & Maier T. (2012): Die Frühblüher und weitere bemerkenswerte Pflanzenarten der Münchner Friedhöfe – Ber. Bayer. Bot. Ges. 82: 97–128.

Glaser M., C. Gilli, N. Griebl, M. Hohla, G. Pflugbeil, O. Stöhr, P. Pilsl, L. Ehrendorfer-Schratt, H. Niklfeld & F. Essl (2025): Checklist of Austrian neophytes (2nd edition) – Preslia 97: 413−539.


Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hohla M. (2011): Zwei Funde der Kleinen Seerose (Nymphaea candida) sowie weitere Beiträge zur Kenntnis der Flora von Oberösterreich – Stapfia 95: 141–161.



Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Spektrum, 874 S.

Landolt E. (2001): Flora der Stadt Zürich (1984–1998) Band 1 – Springer Verlag Basel. 711 S.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Radkowitsch A. (2007): Über ein adventives Vorkommen des Goldtröpfchens (Chiastophyllum oppositifolium (Ledeb. ex Nordm.) A. Berger) in der Flora von Pforzheim – Ber. Bot. Arbeitsgem. Südwestdeutschland 4: 69–71.

Vollrath H. & M. Laurerer (2005): Sedum oppositifolium in Oberfranken – Hoppea - Denkschriften der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft 66: 301 - 306.