Chaerophyllum byzantinum
Byzantiner Kälberkropf,
Chaerophyllum byzantinum
Doldenblütler, Apiaceae
Steckbrief:
45−100 cm hohe, verzweigte, weichhaarige Staude mit rundlichen, oft purpurn gefleckten Stängeln. Untere Blätter breit-eiförmig bis dreieckig, 13−40 cm lang, 10−40 cm breit, gefiedert. Blättchen breit-elliptisch, stumpf, ungleichmäßig abgeschnitten oder herzförmig an der Basis, Ränder gekerbt oder scharf gezähnt. Strahlen 10−30, Blüten weiß. Hochblätter 3−7, kahl oder gewimpert, 5−7 mm lang. Frucht linear-länglich, 12−15 mm lang, 1,5−2 mm breit. Blütezeit Juni bis August.
Verwechslungsmöglichkeit: Sehr ähnlich dem heimischen Duft-Kälberkropf, Chaerophyllum aromaticum. Bei diesem sind aber die Blattlappen an der Basis schräg keilförmig und die Lappen der oberen Blätter zugespitzt.
Heimat:
Bulgarien, europäische Türkei und Nordanatolien.
Nutzung/Ausbreitung:
In ihrer Heimat als Wildgewürz bzw. Wildgemüse genutzt, besonders als Suppengewürz. Wahrscheinlich von türkischen/bulgarischen Auswanderern aus der Heimat mit nach Deutschland genommen und hier aus den Gärten verwildert (vgl. Ludwig 1987).
DEUTSCHLAND:
1980 und 1984 in Werdorf im unteren Dilltal in Hessen (Ludwig 1987, Hemm 2008, Hand & Thieme 2023) und sich etablierend auf Brachland am Rosenweg in Schwerte, in Oberhausen-Styrum und 2022 in der Steinbrinkstraße in Duisburg-Wanheim in Nordrhein-Westfalen (BBV 2017, BBV 2020, BBV 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
U.a. 1989 und 2016 subspontan in Belgien (Verloove 2021).