Cestrum

Hammerstrauch, Nachtschattengewächs, Solanaceae

Gattung:

Cestrum umfasst etwa 227 süd- und mittelamerikanische Arten (Kew 2022). Mannigfaltigkeitszentren sind die Andenregion von Venezuela bis ins nördliche Argentinien und Brasilien.
 

Cestrum elegans  

Roter Hammerstrauch,
Cestrum elegans  
Nachtschattengewächs, Solanaceae
 

Steckbrief:

Bis 2 m hoher, immergrüner Strauch mit wechselständigen, elliptischen, ganzrandigen, 1−2 cm lang gestielten Blättern. Spreite 7−14 cm lang, 2,5−6 cm breit. Blüten zu 5−20, bei Kulturformen auch mehr, endständig und in den Achseln der oberen Blätter. Blüten fünfzählig, schmal-trichterförmig, dunkelrot bis purpurn. Früchte eiförmig, purpurn. Blütezeit Juni bis September.
 

Heimat:

Mexiko, vor allem in der Region Veracruz.
 

Nutzung:

Als Zierpflanze fast weltweit in wärmeren Regionen kultiviert und in zahlreichen Ländern der Erde verwildert oder eingebürgert. Im Gebiet wird der Hammerstrauch durchwegs als Kübelpflanze kultiviert.
 

Ausbreitung:

Der französisch-belgische Botaniker Henri Guillaume Galeotti (1814−1858) sammelte die Pflanze 1837 erstmals am Chapala-See in Mexiko. Galeotti verbrachte fünf Jahre in Mexiko, wo er geologische und botanische Forschungen betrieb und Pflanzen sammelte, vor allem Kakteen. 1840 erreichte die Pflanze Europa.
DEUTSCHLAND:
Von 1889 bis 1895 bei der Döhrener Wollwäscherei bei Hannover in Niedersachsen (Hegi 1975, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1993 auf den Azoren (Seebens & al. 2017) und seit 1843 in Australien (Seebens & al. 2017).
 

 

Quellen

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Hegi G. (1975): Illustrierte Flora von Mitteleuropa, Band 5 (Teil 4). 3.Aufl. – Paul Parey, Berlin und Hamburg.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Seebens H., Blackburn T. M., Dyer E. E., Genovesi P., Hulme P. E., Jeschke J. M., Pagad S., Pyšek P., Winter M., Arianoutsou M., Bacher S., Blasius B., Brundu G., Capinha C., Celesti-Grapow L., Dawson W., Dullinger S., Fuentes N., Jäger H., Kartesz J., Kenis M., Kreft H., Kühn I., Lenzner B., Liebhold A., Mosena A. (2017): No saturation in the accumulation of alien species worldwide. Nature Communications 8(2).