Capparis

Kapernstrauch, Kaperngewächs, Capparaceae

Gattung:

Capparis umfasst etwa 143 Arten (Kew 2022) in Afrika, Australien und Eurasien.
 

Capparis spinosa

Echter Kapernstrauch,
Capparis spinosa (inkl. C. ovata)  
Kaperngewächs, Capparaceae

 

Steckbrief:

Bis 2 m hoher, meist aber niedrig bleibender, laubwerfender Strauch mit wechselständigen, gestielten Blättern und ei- bis herzförmigen Blattspreiten. Blüten groß, vierzählig, nur vormittags geöffnet. Kronblätter weiß, Staubblätter violett-weiß. Früchte beerenartig, 2−5 cm lang. Blütezeit Mai bis Juli.
 

Heimat:

Mediterran-westasiatische Art, östlich bis Jemen und Indien.
 

Nutzung:

In wärmeren Regionen zur Gewinnung von Kapern als Gewürz kultiviert, auch die Blätter werden, in Salz und Essig eingelegt, gegessen. Die Blüteknospen werden von Hand gepflückt, einen Tag trocken gelagert, gewalkt und anschließend sauer eingelegt. Die kulinarische Nutzung der Kaper lässt sich etwa 8000 Jahre zurückverfolgen. Wichtige Anbaugebiete sind Südfrankreich, die Äolischen Inseln und Pantelleria.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
Die Art wird ohne weitere Angaben für den Moränengürtel Südbayerns angegeben (Scheuerer & Ahlmer 2003). Möglicherweise handelt es sich hier um eine Namensverwechslung mit Cleome spinosa? (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH: ---
Ehemals bei Bozen in Südtirol (FloraFaunaSüdtirol 2023).
SCHWEIZ:
Im Kanton Neuenburg und im südlichen Tessin (Infoflora 2024).

 

Quellen

FloraFaunaSüdtirol (2023): Artenabfrage – Naturmuseum Südtirol FloraFaunaSüdtirol - FloraFaunaAltoAdige - powered by mapAccel

Infoflora (2024): Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora – https://www.infoflora.ch/de/

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Lippert W. & Meierott L. (2018): Kommentierte Artenliste der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns – Vorarbeiten zu einer neuen Flora von Bayern. 251 S.

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.

Scheuerer M. & Ahlmer W. (2003): Rote Liste gefährdeter Gefäßpflanzen Bayerns mit regionalisierter Florenliste. – Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, Schriftenreihe Heft 165, Beiträge zum Artenschutz.