Nutzung:
Selten als Zierpflanze.
Ausbreitung:
Bei der Schönen Zaunwinde könnte es sich um eine artgewordene Hybride aus der ostasiatischen Efeu-Zaunwinde, Calystegia hederacea, bzw. der asiatischen Flaum-Zaunwinde, Calystegia pellita, mit der mediterran-asiatisch-nordamerikanischen Wald-Zaunwinde, Calystegia silvatica, handeln. Die Angaben bezüglich Herkunft und Entstehung differieren in der Literatur beträchtlich.
DEUTSCHLAND:
In fast allen Bundesländern verwildert bis eingebürgert, so in Baden-Württemberg 1993 in Langenburg, 1986 Argen bei Herfatz, in Waldsee und Eisenharz (Sebald & al. 1996), in Bayern in Oberjoch bis 1150 m Seehöhe steigend und vielfach, so in Trockau, Aufseß, Oberaufseß, Nordhalben, Ludwigstadt, Bärnreuth, 2018 beim Schlossberg in Tann, 1949 in Dachau, 1934 in München-Pasing, 2009 in Marktschorgast, Bayreuth und Markneukirchen (Dörr & Lippert 2004, Hetzel 2006, Breitfeld & Horbach 2017, Meierott & al. 2024), in Berlin an der Spree bei der Jannowitzbrücke seit den 1970er-Jahren beständig (Seitz & al. 2012), Fredersdorf in Brandenburg (Klemm 2008), Bremen (Feder 2022), in Hamburg (Kuschel 1998, Poppendieck 2010), Hessen (Hand & Thieme 2023), Pinz, Putbus und Sassnitz auf Rügen und Rostock, Gnoien und Malchin in Mecklenburg-Vorpommern (Adolphi 2008, Fukarek & Henker 2005), Vienenburg, Göttingerode, Zellerfeld, Bramsche, Osnabrück und Bentheim in Niedersachsen (Bollmeier & al. 2004, Weber 1995), in Steinhagen, Köln, Herne-Wanne, Witten-Annen, Schalksmühle, Lennestadt und 2024 Dorsten im Kreis Recklinghausenin Nordrhein-Westfalen (Kulbrock & al. 2005, Sumser & al. 2015, BBV 2011, BBV 2015, BBV 2017, BBV 2024), 2017 in Ludwigsburg für Rheinland-Pfalz neu nachgewiesen (Mazomeit 2017), Saarland (Hand & Thieme 2023), bei Lößnitz, Königshübel, Adorf, Leipzig und Görlitz in Sachsen (Breitfeld 2016, Gutte 2006, Otto & al. 2014), Sachsen-Anhalt (Hand & Thieme 2023), Eckernförde, Emmelsbüll-Horsbüll in Nordfriesland, Kellinghusen, Itzelohe und auf Helgoland in Schleswig-Holstein (Romahn 2012, Adolphi 2008, Jansen 1986) und Ilfeld, Obergebra, Cospeda, Jena, Tautenhain, Altenburg, Greiz, Lichtenhain und Suhl-Neundorf in Thüringen (Zündorf & al. 2006). Der Erstnachweis für Bayern erfolgte 1934 (Meierott & al. 2024).
ÖSTERREICH:
Selten, so bei Litschau, Schrems, Loimanns, Hoheneich und Saaß im niederösterreichischen Waldviertel (Janchen 1977, Essl & Rabitsch 2002), Bad Ischl in Oberösterreich (Hohla 2017), in Salzburg am Ostfuß des Kapuzinerberges und bei Reith am Zinkenbach im Wolfgangseegebiet (Stöhr & al. 2007), bei Kufstein, Reutte, am Lech südlich von Pflach, Leimbach bei Höfen und Platten in Nordtirol (Polatschek 1999, Dörr & Lippert 2004) und bei Hörbranz und Langenegg-Krumbach in Vorarlberg (Polatschek & Neuner 2013). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1963 (Glaser & al. 2025 sub Convolvulus dubius).
SCHWEIZ:
Sehr selten, so in den Kantonen Bern, Neuenburg, Waadt und Tessin (Infoflora 2023).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1910 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1883 in Schweden (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1931 in Belgien (Verloove 2021), seit 1850 in Großbritannien (Seebens & al. 2017), seit 1885 in Irland (Seebens & al. 2017), und seit 1857 in Tschechien (Pyšek & al. 2012).