Berberis

Berberitze, Berberitzengewächs, Berberidaceae

Gattung:

Berberis umfasst, exkl. Mahonia, etwa 550 Arten mit dem Mannigfaltigkeitszentrum in Ostasien. Auch die südamerikanischen Anden sind reich an Berberitzen-Arten. Die Abtrennung von Mahonia als eigene Gattung ist vor allem von Gärtnern ausgegangen. Mahonia unterscheidet sich u.a. durch gefiederte Blätter und das Fehlen von Stacheln. Yu & Chung (2017), basierend auf neuen molekularen Erkenntnissen, schlagen eine neue Klassifizierung von Berberis vor, indem sie Mahonia s.str. in Berberis einschließen und zwei neue Gattungen, Alloberberis und Moranothamnus abtrennen (Verloove 2021). Hier wird vorerst noch die traditionelle Systematik mit Mahonia als eigener Gattung angewendet, weil sie sich morphologisch gut von Berberis unterscheidet.
Da sich zahlreiche Berberis-Arten in Kultur finden und die Beeren gerne von Vögeln vertragen werden, ist damit zu rechnen, dass sich künftig weitere Sippen subspontan im Gebiet finden lassen.

 

Berberis thunbergii  

Thunberg-Berberitze,
Berberis thunbergii  
Berberitzengewächs, Berberidaceae

 

Steckbrief:

Bis 2 m hoher, sommergrüner, einfach bedornter Strauch mit hellgrünen, unterseits bläulichgrünen Blättern und kupferroter Herbstfärbung. Blattspreiten eiförmig mit ganzrandigem Blattrand. Blüten gelb, außen manchmal rötlich gefärbt, zu 1–4 in den Blattwinkeln. Beeren schmal-eiförmig, rot und glänzend. Blütezeit April bis Mai.
 

Name:

Der botanische Artbeiname ist zu Ehren des schwedischen Botanikers Carl Peter Thunberg (1743–1828) benannt, welcher die Pflanze nach Europa brachte. Thunberg war Arzt, Forschungsreisender und Nachfolger Linnés als Professor der Botanik in Uppsala. Neben der Berberitzen-Art ist nach ihm u.a. die Gattung Thunbergia aus der Familie der Akanthusgewächse benannt.
                                                                                                                                    

Nutzung:

Als Zwerg-, Hecken- und Einfassungsstrauch, in zahlreichen Sorten. 1913 entstand die purpurblättrige „Atropurpurea“, aus dieser wurde 1942 in den Niederlanden die Zwergform „Atropurpurea Nana“ ausgelesen. `Bagatelle´ entstand 1971 als Kreuzung aus `Atropurpurea Nana´ und `Kobold´. `Green Carpet´ mit feuerroter Herbstfärbung des Laubes gibt es seit etwa 1965 und `Harlequin´ mit mehrfarbigem Laub seit 1969 (Bärtels & Schmidt 2014). Berberis thunbergii ist, anders als B. vulgaris, kein Zwischenwirt des Getreiderostes. Die Art ist stadtklimafest, windresistent, schnittfest, hat ein hohes Ausschlagsvermögen und verträgt zeitweilige Trockenheit (Bruns 2009).
 

Ausbreitung:

Beheimatet an Gebirgshängen in Japan. Durch Thunberg (1743−1828) nach Europa gebracht und hier züchterisch bearbeitet. Die Beeren vertragen Vögel, vor allem Amseln und Drosseln und Kleinsäuger. Generativ vermehrte Farbspielformen verlieren von Generation zu Generation mehr an Farbe und grünen schlussendlich gänzlich aus. Zusätzlich vermehrt sich die Art auch vegetativ über Wurzelsprosse (Ehrenfeld 1999).
Gegenwärtig im Gebiet weit verbreitet mit auffallender Einbürgerungstendenz in den letzten Jahren.
DEUTSCHLAND:
Vor allem in siedlungsnahen Bereichen in fast allen Bundesländern (FloraWeb 2013, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH:
Die ersten Funde stammen aus den 1960er-Jahren von Wien (Forstner & Hübl 1971), Anfang der 1970er-Jahre in Klagenfurt in Kärnten (Leute 1973) und 1975 aus der Steiermark in Graz (Melzer 2005). Bis zum Jahr 2000 wurden verwilderte Pflanzen nur selten beobachtet (9 Funde), danach mehren sich die Funde stark (Follak & al. 2014), so in Kärnten u.a. im Naturschutzgebiet Walterskirchen/Krumpendorf und in Feistritz im Rosental (Essl 2008a), in Niederösterreich mehrfach im Weinviertel (Hohla & al. 2009, Essl 2008), in Oberösterreich mehrfach im Inn- und Traunviertel, in Salzburg u.a. im Salzachtal zwischen Rif und der Rehhofsiedlung, Seekirchen am Wallersee, Kleßheim, Elsbethen, Grödig und häufig in der Stadt Salzburg (Pilsl & al. 2002, Schröck & al. 2004, Pilsl & al. 2008), in der Steiermark vielfach, u.a. bei Zeltweg, Frohnleiten, Stainz und Eibiswald (Melzer 2005), in Nordtirol in Innsbruck, Inzing und Ötztal (Polatschek 1997, Pagitz & Lechner-Pagitz 2015) und in Osttirol bei Prägraten (Stöhr 2008). Eine Fundangabe für Vorarlberg wird in Glaser & al. (2025) als fraglich geführt.
SCHWEIZ:
Vielfach, mit Verbreitungsschwerpunkten in den Kantonen Bern, Tessin, Waadt und Zürich (Infoflora 2023).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch seit 1967 in Norwegen (Gederaas & al. 2012, Seebens & al. 2017), seit 1953 in Schweden (Seebens & al. 2017), seit 1997 in Irland (Seebens & al. 2017), in den Niederlanden (FLORON 2021), seit 1955 in Belgien (Verloove 2021), in Italien (Galasso & al. 2024), Großbritannien (Clement & Foster 1994), Polen (Cabi 2024), seit 2011 in Tschechien (Pyšek & al. 2012), seit 1990 in Slowenien (Seebens & al. 2017) und seit 2011 subspontan in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

 
Weitere Arten:

Berberis aggregata

In China ist die Knäuelfrüchtige Berberitze, Berberis aggregata, beheimatet. Sie wird im Gebiet sehr selten seit 1908 als Ziergehölz genutzt (Bärtels & Schmidt 2014) und wird für Bahnanlagen bei Braunschweig in Niedersachsen subspontan angegeben (Brandes 2003). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt. Subspontan u.a. auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

Berberis canadensis

Die Nordamerikanische Berberitze, Berberis canadensis, ist entgegen ihres botanischen Artbeinamens nicht in Kanada, sondern in den östlichen USA beheimatet. Sie wird seit spätestens 1759 gärtnerisch genutzt, spielt in der heimischen Gartengestaltung praktisch keine Rolle, wird aber für Braunschweig in Niedersachsen subspontan angegeben (Brandes & Schlender 1999). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
 

Berberis candidula

Aus Westchina stammt die 1895 durch Pére Farges nach Europa gekommene Schneeige Berberitze, Berberis candidula, die als immergrüner Zierstrauch kultiviert wird. 
Subspontan aufgetreten 2020 nördlich von Preiting in Bayern (Meierott & al. 2024) und in Nordrhein-Westfalen (Hand & Thieme 2023).
 

Berberis darwinii

Die Darwin-Berberitze, Berberis darwinii, ist im südlichen Südamerika beheimatet und wurde 1835 von Darwin auf seiner Reise mit der „Beagle“ entdeckt und 1849 von William Lobb (1809−1863) nach Europa gebracht. Benannt ist die Art zu Ehren ihres Entdeckers, des englischen Botanikers, Naturwissenschaftlers und Evolutionsbiologens Charles Darwin (1809−1882). Darwin befasste sich mit allen Bereichen der Naturwissenschaft. Er nahm 1831 bis 1836 an der Weltumsegelung von Robert Fitzroy mit der 'Beagle' teil, veröffentlichte nach seiner Rückkehr Reisetagebücher und Werke zur Zoologie, legte seine wesentlichen Erkenntnisse zur Evolutionsbiologie aber erst viele Jahre später und in Konkurrenz mit Alfred Russell Wallace dar. Sein sogenannter `Darwinismus´ wurde (und wird selbst heute noch, vor allem in den USA) häufig missverstanden, falsch interpretiert und religiös motiviert abgelehnt, so wird immer noch oft absichtlich und polemisch behauptet, dass nach Darwin `der Stärkere überlebe´ und `der Mensch vom Affen abstamme´. Darwin postulierte aber, dass `der an die jeweilige Situation am besten angepasste Organismus überlebt´ ('survivel of the fittest', engl. to fit = passen, angepasst sein) und dass `Mensch und Affe gemeinsame Vorfahren haben´ (Burkhardt 2018).
 
Die Darwin-Berberitze wird aufgrund ihres immergrünen Laubes und der Blütezeit im Vorfrühling als Ziergehölz kultiviert und wird für Waldbreitbach in Rheinland-Pfalz (Adolphi 2001) subspontan angegeben. Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt. Subspontan u.a. 2009 auch in Belgien (Verloove 2021) und in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

Berberis ×frikartii

Die Frikart-Berberitze, Berberis ×frikartii, ist eine gärtnerische Hybride aus den beiden asiatischen Arten Schneeiger Berberitze, Berberis candidula und Warzen-Berberitze, B. verruculosa. Die Hybride wird seit 1928 in mehreren Sorten kultiviert, so `Amstelveen´ (ca. 1960), `Stäfa´ und `Verrucandi´. Subspontan tritt sie im Gebiet sehr selten auf, so 2003 am Ignaz Rieder-Kai in der Stadt Salzburg (Pilsl & al. 2008). Der Hybridname ehrt den Schweizer Gärtner und Pflanzenzüchter Carl-Ludwig Frikart (1879–1964).

 


 


Berberis gagnepainii

Aus China stammt die Gagnepain-Berberitze, Berberis gagnepainii, die 1904 durch Ernest Wilson (1876−1930) nach Europa kam und hier vor allem als immergrüne Hecke in Sorten wie `Fernspray´ (1953) genutzt wird. Die Art ist zu Ehren des französischen Botanikers François Gagnepain (1866–1952) benannt. Gagnepain war ab 1900 am Muséum national d'Histoire naturelle in Paris und war Spezialist für die Flora Südostasiens (Burkhardt 2018).
Berberis gagnepainii ist stadtklimafest, windresistent, industriefest und verträgt sommerliche Dürreperioden (Bruns 2009). Im Gebiet gelegentlich unbeständig auftretend, so in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2001 im Stadtpark Schweinfurt und bis 2018 bei Ingolstadt in Bayern (Lippert & Meierott 2018, Meierott & al. 2024) und 2010 in Berlin Tempelhof (Breitfeld & al. 2021). Subspontan u.a. auch seit 2005 in Belgien (Verloove 2021), den Niederlanden (FLORON 2021) und in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

Berberis hookeri

Immergrün ist die ostasiatische Hooker-Berberitze, Berberis hookeri, die seit spätestens 1848 gärtnerisch genutzt wird (Bärtels & Schmidt 2014) und nach dem britischen Botaniker und Arzt Joseph Dalton Hooker (1817−1911) benannt ist. Hooker war Botanikprofessor in Glasgow, nahm an einer mehrjährigen Antarktis-Expedition teil, war Direktor von Kew-Gardens und half seinem Freund Charles Darwin bei der Galapagos-Ausbeute (Burkhardt 2018).
 
Subspontan im Gebiet im Flachgau Salzburgs gefunden worden (Pflugbeil & Pilsl 2013). Subspontan auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

Berberis julianae

Ostasiatischer Herkunft und immergrün ist die Juliana-Berberitze, Berberis julianae. Sie wurde durch Ernest Henry Wilson, der von 1899 bis 1905 für Veitch & Sons in China Pflanzen sammelte, im Jahr 1900 in Europa eingeführt. Die Art wurde vom österreichischen Botaniker Camillo Karl Schneider (1876−1951), dem Monographen der Gattung Berberis, zu Ehren seiner Frau Juliana benannt. Während seiner Tätigkeit am K.K. Hofmuseum in Wien schrieb Schneider ein zweibändiges, ausführliches Nachschlagewerk über Laubgehölze. Bei den anfallenden Recherchen weckten die Berberitzengewächse sein spezielles Interesse, deren Klassifizierung und anschließender taxonomischer Einordnung er sich Zeit seines Lebens mit dem Ziel widmete, eine umfassende Monographie dieser Gehölze zu verfassen (Vierle 1998). Schneider arbeitete von 1915 bis 1919 am Arnold-Arboretum in Boston, zeitweise zusammen mit Charles Sprague Sargent und Ernest Henry Wilson. Letzterer brachte die Berberitzen-Art in die westliche Welt. Neben botanischen Abhandlungen verfasste Schneider auch soziokulturelle Arbeiten, so „Die Prostituierte in der Gesellschaft“, zu der er von seiner Frau Juliana angeregt wurde (Vierle 1998).
 
Die Art wird häufig als Heckenpflanze oder Zierstrauch genutzt, wobei sich die kultivierten und verwilderten Pflanzen von den ostasiatischen Wildformen unterscheiden. Wahrscheinlich handelt es sich bei den europäischen Pflanzen um Auslesen oder Hybriden (Verloove 2021). Die Art ist stadtklimafest und verträgt zeitweilige Trockenheit (Bruns 2009). B. julianae verwildert nicht selten, mit verstärkter Ausbreitungstendenz in den letzten Jahren, so etwa in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), im bayrischen Oberinntal und mit Einbürgerungstendenzen 2014 bei Dörfleins, 2013 bei Hemhofen und 2015 bei Zirndorf in Bayern (Smettan 2016, Meierott & al. 2024), Berlin (Seitz & al. 2012), Jacobipark in Hamburg (Poppendieck 2011), bei Darmstadt und bei Kelkheim-Ruppertshain im Hohen Taunus in Hessen (Jung 2016, Gregor & al. 2012), Kamen, 2002 Möhnetal, 1994 bis 1996 Sonderhorst, Gruiten, Scharnhorststraße in Bochum, Leverkusen-Manfort, Herne-Bahnhofstraße, Köln und Aachen-Westfriedhof in Nordrhein-Westfalen (Loos 1997, Mieders 2006, Adolphi 2013, BBV 2010, BBV 2012, BBV 2013, BBV 2015, Sumser & al. 2015), Rheinland-Pfalz (Hand & Thieme 2023), 2022 beim Warmbach in Villach in Kärnten (Griebl 2022), bei Zelking am Hiesberg, 2024 im Saubachtal bei Pressbaum und 2024 in Wienersdorf in Niederösterreich (Essl & Stöhr 2006, Baldinger 2024, Sauberer & al. 2025), in der Roseggerstraße, Josef-Kainz-Straße und Moserstraße in der Stadt Salzburg und bei Golling im Land Salzburg (Pilsl & al. 2008, Pilsl & Pflugbeil 2012, Pflugbeil & al. 2017), mehrfach im Grazer Gebiet in der Steiermark, so am Ruinenweg bei Graz-Gösting, am Reinerkogel, Hahnhofweg und Mariatrost (Leonhartsberger 2018, Stöhr & al. 2009, Wendelin 2015), Erl bei Kufstein in Nordtirol (Stöhr 2018), in Osttirol (Pagitz & al. 2023), Schellenberg, Bludesch und Nüziders in Vorarlberg (Amann 2016) und in Wien-Strebersdorf, Schönbrunn-Fasangarten und am Donaukanal im 20. Wiener Gemeindebezirk (Forstner & Hübl 1971, Vitek & al. 2021, Glaser & al. 2025). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 1971 (Forstner & Hübl 1971, Glaser & al. 2025). In der Schweiz in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Schaffhausen, Schwyz, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Waadt, Wallis (Möhl & al. 2014, Lüthi 2018, Infoflora 2023) und Zürich, so am Sihlufer, Sihlquai, Kalberhau und Nebelbachtobel (Landolt 2001). Im Kanton Zürich sind die ersten verwilderten Vorkommen seit Ende des 20. Jahrhunderts bekannt, mittlerweile wurde sie in 13 % der Quadranten über das ganze Kantonsgebiet erfasst (Wohlgemuth & al. 2020).
 
Weiters subspontan u.a. seit 2003 in Belgien (Verloove 2021), in den Niederlanden (FLORON 2021), Großbritannien (Clement & Foster 1994), in Italien (Galasso & al. 2024), seit 2010 in Tschechien (Pyšek & al. 2012) und seit 1999 in der Slowakei (Medvecká & al. 2012).
 

Berberis ×ottawensis

Die Kulturhybride aus Berberis thunbergii × B. vulgaris ist die Ottawa-Berberitze, Berberis ×ottawensis, die 1893 im kanadischen Ottawa entstand. Sie wird häufig und in mehreren Auslesen kultiviert, so `Superba´ (1943) mit auffallend hohem Wuchs und großen, braunpurpurnen Blättern oder `Auricoma´ mit purpurnen, später vergrünenden Blättern. 
Im Gebiet gelegentlich verwildert, so in Wolkersdorf im Weinviertel Niederösterreichs (Rozanek 2020). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2016 (Glaser & al. 2025). Subspontan u.a. auch in Belgien (Verloove 2021), den Niederlanden (FLORON 2021) und in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

Berberis verruculosa

1904 erreichte die in China heimische Warzen-Berberitze, Berberis verruculosa, durch Ernest Wilson (1876−1930) Europa, wo sie als immergrüner Zierstrauch Verwendung fand. Die Art ist stadtklimafest, schattenverträglich, schnittfest, windresistent und verträgt sommerliche Dürreperioden (Bruns 2009). Sehr selten verwildert sie, so 2005 im Rosenbachpark Würzburg in Bayern (Meierott & al. 2024) und im Krefelder Stadtwald in Nordrhein-Westfalen (Quitzow & Schraetz 2000). Subspontan u.a. auch in Großbritannien (Clement & Foster 1994).
 

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