Basella

Malabarspinat, Basellagewächs, Basellaceae

Gattung:

Basella umfasst etwa 5 Arten (Kew 2022) im östlichen Afrika und im tropischen Asien mit Mannigfaltigkeitszentrum auf Madagaskar.
 

Basella alba 

Malabarspinat,
Basella alba  
Basellagewächs, Basellaceae

 

Steckbrief:

Bis 5 m hohe, in den Tropen und Subtropen mehrjährige krautige Pflanze mit hin- und hergebogenen, kahlen, roten bis grünen Sprossachsen. Blätter kahl, fleischig, dunkelgrün, herzförmig, glänzend, bis 15 cm lang und 12 cm breit. Blüten klein, weißlich bis purpurn, ährig angeordnet. Früchte fleischig, violettschwarz, kugelig, glänzend. Blütezeit Mai bis September.
 

Heimat:

Wahrscheinlich Südost-Asien von Indien bis Neuguinea. Da B. alba seit der Antike in Südostasien und China kultiviert wird und Linné in der zweiten Auflage von Species Plantarum die Lokalitätsinformationen des Typusexemplars von Syrien nach China korrigierte, wird Asien oft als Heimat von B. alba angegeben (Cook 2010). Eriksson (2007) berichtet, dass die Art möglicherweise in Afrika heimisch ist, basierend auf dem Vorkommen dessen, was er als natürliche Populationen ansieht. Pollenfunde aus dem Malawisee in Ostafrika belegen, dass B. alba während des Pleistozäns in dieser Region vorkam (DeBusk 1998).
 

Nutzung/Ausbreitung:

In den Tropen häufig als mehrjähriger Kochspinat genutzt (Mansfeld 1986) und dort weithin eingebürgert. Malabarspinat ist reich an Vitamin A und C, Eisen und Kalzium. 1689 wurde die Pflanze in Schottland kultiviert, 1691 in England und spätestens 1824 in Frankreich (Cabi 2024). Im Gebiet nur selten und einjährig kultiviert, mit steigender Tendenz in den letzten Jahren.
DEUTSCHLAND:
Subspontan 2002 in Stuttgart-Hohenheim in Baden-Württemberg zwischen Gewächshäusern gefunden (Böcker & al. 2017) und 1988 bei der Westfalenhütte in Dortmund in Nordrhein-Westfalen (Dettmar 1989). Die Art wird in der deutschen Florenliste (Hand & Thieme 2023) nicht geführt.
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in Tschechien (Cabi 2024).

 
 

Quellen

Böcker R., Hofbauer R., Maass I., Smettan H. & Stern F. (2017): Flora Stuttgart; 732 S.

CABI (2024): Invasive Species Compendium - https://www.cabi.org/publishing-products/invasive-species-compendium/

Cook A. (2010): Linnaeus and the Chinese plants: a test for the thesis of linguistic imperialism. Notes and Records of the Royal Society of London 64(2): 121-138.

DeBusk, G.H.,Jr. (1998):. A 37,500-year-old pollen record from the Malawcircumflex ̃i and implications for Afromontane forest biogeography. Journal of Biogeography, 25(3) 479-500.



Dettmar J. (1989): Bemerkenswerte Pflanzenvorkommen auf Industrieflächen im Ruhrgebiet und einige kritische Anmerkungen zur Bewertung der Neophyten in der Roten Liste der Gefäßpflanzen Nordrhein-Westfalen – Floristische Rundbriefe 22(2): 104-111.

Eriksson R. (2007): A synopsis of Basellaceae. Kew Bulletin, 62(2) 297-320.

Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Mansfeld R. (1986): Verzeichnis landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kulturpflanzen - Band 1, 578 Seiten, Springer-Verlag.