Ausbreitung:
Ostasiatische Art, 1856 durch Philipp Franz von Siebold nach Europa gekommen und hier züchterisch bearbeitet. Die Pflanze wurde vor allem als Zierde in den Fenstern von Fleischerläden genutzt (Hegi 1975), was ihr den Namen „Fleischerpalme“ einbrachte. Im Gebiet anfänglich nur als Zimmerpflanze gezogen wird die Aukube in wärmebegünstigten Landstrichen mittlerweile auch ganzjährig im Freien kultiviert. Subspontan ist sie im Gebiet seit dem Jahr 2002 bekannt, auffallend dabei die Häufung an Vorkommen im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Vermehrung erfolgt sowohl generativ als auch vegetativ (Hetzel & Gausmann 2010).
DEUTSCHLAND:
Vor allem in Nordrhein-Westfalen, so etwa in Leverkusen, Köln, Bonn, Bochum-Dahlhausen, Bo-Ehrenfeld, Bo-Weitmar, Bo-Linden, Jägerstraße in Herten, Bonn-Auerberg, Herne-Eickel, Herne-Wanne, im Nathebachtal in Dortmund-Aplerbeck und 2021 am Hauptfriedhof in Gelsenkirchen-Buer (Schmitz & al. 2003, Sumser & al. 2015, Fuchs & al. 2006, BBV 2008, BBV 2010, BBV 2011, BBV 2012, BBV 2015, BBV 2017, BBV 2022). Weiters in Konstanz und 2017 im Käfertaler Wald bei Mannheim in Baden-Württemberg (Junghans 2017), München-Warnberg in Bayern (Breitfeld & al. 2021), 2009 im Biegwald in Frankfurt am Main in Hessen (Gregor & al. 2012) und Horstedt in Niedersachsen (Feder in Breitfeld & al. 2021).
ÖSTERREICH:
Niederham bei Aspach in Oberösterreich (Hohla 2016), 2023 in der Grünfläche am Götschenweg beim Leopolskroner Teich in Salzburg (pers. Mitt. von Peter Pilsl am 8. Okt. 2025), am Eingang zum Badlgraben nördlich von Graz in der Steiermark um 2016 wahrscheinlich durch Gartenaushub mehrere Jahre vorhanden, mittlerweile verschwunden (Eigenfund Griebl 2016) und 2004 in der Martinstraße im 18. Wiener Gemeindebezirk (Essl 2005). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2004 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Besonders um den Genfer See und im südlichen Tessin, sonst ganz vereinzelt wie in der Stadt Zürich 1873 und 1876 beim Alten Botanischen Garten, 1950 beim Rathaus Zürich, am Wehrenbachtobel und 1998 in der Sumatrastraße (Landolt 2001, Wohlgemuth & al. 2020, Infoflora 2023).
ANDERE LÄNDER:
U.a. seit 1997 subspontan auch in Belgien (Verloove 2021).