Asphodeline

Junkerlilie, Grasbaumgewächs, Xanthorrhoeaceae

Gattung:

Asphodeline umfasst etwa 17 Arten (Kew 2022) im weiten Mittelmeergebiet, östlich bis in den Iran reichend. Mannigfaltigkeitszentrum ist Anatolien.
 

Asphodeline lutea 

Gelbe Junkerlilie,
Asphodeline lutea  
Grasbaumgewächs, Xanthorrhoeaceae

 

Steckbrief:

Bis 100 cm hohe, aufrecht wachsende Staude mit bis zum Blütenstand hin beblätterten Stängeln. Blätter linealisch, graugrün, bis 30 cm lang. Blüten gelb, duftend, in dichter Traube. Früchte kugelförmig, glänzend, anfänglich grün. Blütezeit Mai bis Juni.
 

Heimat:

Weites Mittelmeergebiet von Algerien bis ins Kaukasus-Gebiet und zur Krim. Homer (ca. 8. Jahrhundert v. Chr.) beschreibt ein Junkerlilienfeld als unheilvollen Ort des Todes.
 

Nutzung:

Zierstaude, schneckengefährdet. `Gelbkerze´ ist eine aus Samen gezogene Auslese, die etwas längere Blütenstände als die Art hat. `Floreplena´ ist eine selten kultivierte, gefüllt blühende Sorte.  
 

Ausbreitung:

Seit spätestens 1561 in gärtnerischer Kultur (Jäger & al. 2008).
DEUTSCHLAND:
2003 in einem Exemplar generativ verwildert in einer Pflasterritze am Mauerfuß südlich des Hohenheimer Spielhauses in Stuttgart in Baden-Württemberg (Böcker & al. 2017), 2016 an der Bahnböschung bei Esterhofen-Vierkirchen in Bayern (Meierott & al. 2024) und 2000 bei Südharz-Hayn in Sachsen-Anhalt (Herdam 2001).
ÖSTERREICH:
2023 auf einem Schotterhaufen bei der Gärtnerei Zenz in Raaba-Grambach südlich von Graz in der Steiermark (Griebl 2023).
SCHWEIZ: ---

 

Quellen

Böcker R., Hofbauer R., Maass I., Smettan H. & Stern F. (2017): Flora Stuttgart; 732 S.

Griebl N. (2023): http://forum.flora-austria.at/viewtopic.php?f=10&t=3787&p=22723&hilit=asphodeline#p22723

Herdam H. (2001): Neufunde und Nachträge zur „Neuen Flora von Halberstadt“ – 5. Mitteilungen. Abhandlungen und Berichte des Museums Heineanum 5: 15-87.



Jäger E. J., Ebel F., Hanelt P. & Müller G. K. (2008): In: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Band 5, Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum, 874 S.

Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science

Meierott L., Fleischmann A., Klotz J., Ruff M. & W. Lippert (2024): Flora von Bayern – Haupt Verlag, Bern, 4 Bände.