Nutzung:
Zierpflanze.
Ausbreitung:
Beheimatet in Südfrankreich und Nordost-Spanien. Seit spätestens dem Jahr 1699 als Zierpflanze kultiviert (Jäger & al. 2008) und vor allem in Trockenmauern und an Felsen verwildert. Gegenwärtig im Gebiet vereinzelt, lokal eingebürgert, wie bei Bischofswerda in Sachsen und am Gleichenberger Kogel in der Steiermark (Hardtke & al. 2013, Griebl 2017 ined.)
DEUTSCHLAND:
Gelegentlich verwildert, teilweise auch eingebürgert, so in Brandenburg (Hand & Thieme 2023), Nordost-Hessen (Hassler & Muer 2022) und im Weserbergland in Nordrhein-Westfalen (Meyer 2018). 1971 entdeckte Möbius (nach Koppe 1973) an einer Mauer in der Innenstadt von Lemgo in NRW Asarina procumbens. Sie entstammt wahrscheinlich einer in der Nähe gelegenen Versandgärtnerei, die bis 1964 existierte. Bemerkenswert ist, dass sich das Felsenlöwenmaul trotz verschiedener Säuberungsaktionen an der Mauer bis heute gehalten hat, sodass man sie hier wohl als eingebürgert betrachten kann (Lienenbecker 1998). Weiters Siebenlehn, Pirna, Oybin, Dahren, Mittelstraße in Adorf, Freiberg, Krummhennersdorf bei Freiberg, Hainewalde bei Zittau und auf Mauern bei Bischofswerda in Sachsen von 1937 bis zumindest 1996 beständig (Golde & Klenke 1999, Golde 2005, Gutte & al. 2013, Wünsche & al. 2022, Breitfeld 2021, Hardtke & al. 2013, Hegi 1975), in Thüringen an der Stadtmauer Mühlhausen, Veitsberg, Ilm-Park und Belvedere Weimar (Zündorf & al. 2006). Fundangaben für Bayern und Rheinland-Pfalz sind laut deutscher Florenliste (Hand & Thieme 2024) irrig.
ÖSTERREICH:
Selten verwildert, so am Gleichenberger Kogel bei Bad Gleichenberg in der Steiermark. Hier beim Mühlensteinbruch einst kultiviert, mittlerweile auf Felsen und lichten, steilen, offenen Waldböschungen verwildert bis eingebürgert (Griebl 2017 ined., Glaser & al. 2025) und in Wien (Vitek 2020, Vitek & al. 2021). Der Erstnachweis für Österreich erfolgte 2004 (Glaser & al. 2025).
SCHWEIZ:
Vereinzelt verwildert oder lokal eingebürgert in der Westschweiz, so bei Avenches und Orbe im Kanton Waadt (Infoflora 2023) und im Wallis (Infoflora 2023).
ANDERE LÄNDER:
Subspontan u.a. auch in den Niederlanden (FLORON 2021).