Anthriscus

Kerbel, Doldenblütler, Apiaceae

Gattung:

Anthriscus umfasst etwa 13 Arten (Kew 2022) in Eurasien und Afrika. Verbreitungsschwerpunkte sind Anatolien und das Kaukasus-Gebiet.
 

Anthriscus nemorosa 

Hain-Kerbel,
Anthriscus nemorosa  
Doldenblütler, Apiaceae

 

Steckbrief:

80−180 cm hohe Staude mit kantigen Stängeln und doppelt-gefiederten, kahlen bis behaarten Blättern. Fiederblättchen lanzettlich bis oval, mehr oder weniger tief eingeschnitten. Hüllblätter 0−2, Dolden 10−15-strahlig, Blumenkrone weiß, äußere Kronblätter größer als die inneren. Früchte länglich-lanzettlich, dunkelbraun, bauchig. Blütezeit Mai bis Juni.


 

Heimat:

Eurasiatische Art, östlich bis Japan.
 

Nutzung:

Keine.
 

Ausbreitung:

DEUTSCHLAND:
In den 1830er-Jahren bei Frankfurt a. d. Oder in Brandenburg (Breitfeld & al. 2021, Hand & Thieme 2023).
ÖSTERREICH: ---
SCHWEIZ: ---

 
Weitere Art:

Anthriscus fumarioides

Auf der Balkanhalbinsel und in Italien ist der Erdrauch-Kerbel, Anthriscus fumarioides (Syn.: A. sylvestris subsp. fumarioides) beheimatet. 
Er wird 1891 für den Mannheimer Hafen in Baden-Württemberg (Zimmermann 1910, Hand & Thieme 2023) angegeben.
 

Quellen

Breitfeld M., Hertel E. & Baumann A. (2021): Flora Adventiva – Eine Zusammenstellung der in Deutschland nachgewiesenen Pflanzen, welche nicht in den Bestimmungswerken erwähnt werden; Markneukirchen, 677 S.
  
Hand R. & Thieme M. (2023): Florenliste von Deutschland (Gefäßpflanzen), begründet von Karl Peter Buttler. https://www.kp-buttler.de/florenliste/index.htm


Kew (2022): Kew science – Plants of the World Online - Plants of the World Online | Kew Science



Ludwig W. (1995) – Über Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium subsp. cerefolium) und Borstenkerbel (Anthriscus cerefolium subsp. trichopserma) in Hessen und einigen Nachbargebieten – Carolinea 53: 13–16.

Zimmermann F. (1910): Die Adventiv- und Ruderalflora von Mannheim, Ludwigshafen und der Pfalz nebst den selteneren einheimischen Blütenpflanzen und den Gefäßkryptogamen – Pollichia 26: 11-171.